Pep Guardiola Manchester City 2025Getty Images

"Muss aufpassen, was ich sage": Pep Guardiola ätzt gegen englischen TV-Sender

Pep Guardiola hat gegen den englischen TV-Sender Sky geätzt. Dahinter steckt sein Missfallen über die Berichterstattung rund um ein angebliches Interesse der Skyblues an Angreifer Antoine Semenyo vom Premier-League-Rivalen AFC Bournemouth.

  • In seinem Interview vor dem 0:0 gegen Aufsteiger FC Sunderland am Neujahrstag wurde Guardiola auf das kolportierte Werben um Semenyo angesprochen. Der Spanier stichelte daraufhin Richtung des Sky-Reporters: "Du bist von Sky, oder? Okay, gut. Ich muss aufpassen, was ich sage, weil danach ist es komplett das Gegenteil von dem, was du schreibst und auf den Bildschirm bringst."

    Grundsätzlich wollte sich Guardiola dann auch nicht zu Semenyo äußern: "Deshalb habe ich gestern sowohl vor als auch am Tag des Spiels gesagt: Das Transferfenster ist gerade jetzt geschlossen."

  • Werbung
  • Brentford v Bournemouth - Premier LeagueGetty Images Sport

    Antoine Semenyo hat eine Ausstiegsklausel

    Semenyo hat in Bournemouth eine herausragende Entwicklung genommen und gehört im englischen Oberhaus zu den stärksten Offensivspielern in dieser Saison. Er sammelte in 19 Pflichtspielen bereits zwölf Scorerpunkte (neun Tore, drei Vorlagen).

    Anfang Dezember war Semenyo vor allem bei Citys Lokalrivalen Manchester United als Neuzugang im Gespräch. Auch der FC Liverpool und Tottenham Hotspur sollen ein Auge auf ihn geworfen haben. In den vergangenen Tagen kristallisierte sich aber der Guardiola-Klub laut übereinstimmender Medienberichte als Favorit im Rennen um den 25 Jahre alten Nationalspieler Ghanas (32 Länderspiele) heraus.

    Semenyos Vertag bei den Cherries läuft nach einer vorzeitigen Verlängerung im vergangenen Sommer noch bis 2030, allerdings soll darin eine Ausstiegsklausel verankert sein: Die festgeschriebene Ablöse soll bei 70 Millionen Euro plus sechs Millionen Euro möglicher Boni liegen. Bournemouth hatte ihn im Januar 2023 für gut zehn Millionen Euro von Bristol City geholt.

  • Falls Semenyo kommt: Oscar Bobb zum BVB?

    Ob sich Semenyo im Januar City anschließt, könnte auch Auswirkungen auf Bundesligist Borussia Dortmund haben. Der BVB soll sich für den norwegischen Flügelspieler Oscar Bobb interessieren. Für ihn blieben auf dem rechten Flügel bei einer Semenyo-Verpflichtung kaum noch Aussichten auf regelmäßige Einsätze.

    Auch zu Bobbs Zukunft gab sich Guardiola am Sky-Mikro schmallippig: "Wenn es passieren wird, wird es passieren. Ich weiß gerade nichts Neues über irgendetwas. Da musst du Oscar fragen."

  • Die teuersten Neuzugänge in der Geschichte der Premier League:

    1. Aleksander Isak: 2025 für 145 Millionen Euro Ablöse von Newcastle United zum FC Liverpool
    2. Florian Wirtz: 2025 für 125 Millionen Euro Ablöse von Bayer Leverkusen zum FC Liverpool
    3. Enzo Fernandez: 2023 für 121 Millionen Euro Ablöse von Benfica zum FC Chelsea
    4. Jack Grealish: 2021 für 117,5 Millionen Euro Ablöse von Aston Villa zu Manchester City
    5. Declan Rice: 2024 für 116,6 Millionen Euro Ablöse von West Ham United zum FC Arsenal
    6. Moises Caicedo: 2023 für 116 Millionen Euro Ablöse von Brighton & Hove Albion zum FC Chelsea
    7. Romelu Lukaku: 2021 für 113 Millionen Euro Ablöse von Inter Mailand zum FC Chelsea
    8. Paul Pogba: 2016 für 105 Millionen Euro Ablöse von Juventus zu Manchester United
    9. Kai Havertz: 2020 für 100 Millionen Euro Ablöse von Bayer Leverkusen zum FC Chelsea
    10. Hugo Ekitike: 2025 für 95 Millionen Euro Ablöse von Eintracht Frankfurt zum FC Liverpool

Häufig gestellte Fragen

Pep Guardiola kam am 18. Januar 1971 zur Welt – in Santpedor, einem kleinen Ort in Katalonien. Nicht gerade ein Weltfußballzentrum, aber genau dort nahm alles seinen Anfang. Seit 2007 trägt sogar der örtliche Sportplatz seinen Namen. Das sagt einiges.

Ja, und zwar als Stratege auf dem Platz. Pep war kein Dribbler, kein Sprinter – er war das Gehirn im Mittelfeld. Als defensiver Spielmacher lenkte er das Spiel, las Situationen wie ein Schachmeister. Genau das hat ihn später auch als Trainer geprägt.

Sein Herzensklub war der FC Barcelona. Dort wurde er Teil des legendären "Dream Teams" unter Johan Cruyff. Später ging's noch nach Italien (Brescia, Roma), dann Katar und Mexiko – nicht die größten Stationen, aber alle hatten Einfluss auf seine Sicht aufs Spiel.

Die Liste ist lang – richtig lang. Zweimal das Triple (Barcelona & City), drei Champions-League-Titel, sechs Premier-League-Meisterschaften, unzählige nationale Pokale. Was ihn besonders macht: Er gewinnt nicht nur – er prägt das Spiel seiner Teams komplett um.

Dreimal. 2009 und 2011 mit Barca, dann 2023 mit Manchester City. Letzterer war vielleicht der wichtigste – nach zwölf Jahren Warten, viel Kritik und dem Etikett "kann's nur mit Messi". Da hat er einfach geantwortet: mit Pokal.

Wo soll man anfangen? Messi, Xavi, Iniesta. Dann Robben, Lewandowski, Lahm. Und in den letzten Jahren: De Bruyne, Haaland, Gündogan. Es ist eine Mischung aus Weltstars und Spielern, die unter ihm den nächsten Schritt gemacht haben. Genau das ist sein Ding.

Sein Vermögen liegt laut Schätzungen bei rund 80 Millionen Euro. Und sein Gehalt bei City? Zwischen 20 und 23 Millionen pro Jahr – plus Boni. Genauer weiß man’s natürlich nicht, aber eins ist klar: Pep gehört zu den absoluten Topverdienern im Fußballgeschäft.

Drei. Maria, Marius und Valentina. Sie wurden 2001, 2003 und 2008 geboren. Man sieht sie immer wieder bei Events an seiner Seite – ob bei Preisverleihungen oder Sportveranstaltungen. Die Familie hält sich sonst eher aus der Öffentlichkeit raus.

Cristina Serra ist seine Frau – sie kennen sich schon seit seiner Jugendzeit, haben 2014 geheiratet. Es gab zuletzt Spekulationen rund um eine Trennung, aber aktuelle gemeinsame Auftritte lassen das eher unwahrscheinlich erscheinen. Bestätigt ist davon jedenfalls nichts.

Dreimal, laut IFFHS: 2009, 2011 und 2023. In allen drei Jahren hat er mit seinem Klub die Champions League gewonnen – zwei Mal mit Barcelona, einmal mit City. Es sind genau diese Jahre, die auch seinen Ruf als Jahrhunderttrainer untermauern.

"Pep" – das ist keine Erfindung, sondern einfach die katalanische Kurzform von "Josep". So nennt ihn jeder: Medien, Spieler, Fans. Und obwohl’s ganz simpel klingt, ist der Name längst zu einer Art Marke geworden – man weiß sofort, wer gemeint ist.

0