Alvaro Arbeloa Getty

"Er begann zu denken, dass er ein großartiger Spieler sei": Liverpool-Legende frotzelt über Real Madrids neuen Trainer Alvaro Arbeloa und erinnert sich an ein Scharmützel

Bei Real Madrid hat Alvaro Arbeloa den Trainerjob von Xabi Alonso übernommen. Jamie Carragher spielte mit beiden gemeinsam für den FC Liverpool. Bei der Sendung "Golazo" von CBS Sports wurde die Legende der Reds nun auf eine Auseinandersetzung angesprochen, die er sich einst mit dem neuen Coach der Königlichen lieferte.

  • Hitzige Szene zwischen Arbeloa und Carragher - Alonso griff ein

    In der hitzigen Szene vor einigen Jahren, die in der beliebten Show gezeigt wurde, gerieten Carragher und Arbeloa aneinander. Beide schubsten sich und warfen sich wohl nicht die freundlichsten Worte an den Kopf, ehe Alonso den Streitschlichter spielte und beide Hitzköpfe voneinander trennte. 

    Daraufhin dachte sich Carragher zur Freude von Thierry Henry, Micah Richards und Moderatorin Kate Giles eine Geschichte aus, die zu den jüngsten Entwicklungen in Madrid passt. Er scherzte: "Ich sagte: 'Wenn du es wagst, Xabi Alonso diesen Job wegzunehmen', und Xabi sagt: 'Mach dir keine Sorgen, das sind sowieso alles Primadonnen, ich will den Job nicht!"

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  • Arbeloa Alonso LiverpoolGetty

    Carragher störte sich über Arbeloas Spielweise

    Dann brachte Carragher aber doch noch Licht ins Dunkle und ging auf die Hintergründe des Zoffs ein. Arbeloa, damals wie der Engländer für die Defensive verantwortlich, habe seine Aufgaben vernachlässigt. Der Spanier sei ein "guter, aber kein großartiger Spieler" gewesen, erklärte Carragher: "Und er fing an zu glauben, er sei ein großartiger Spieler. Also musste ich ihn ein wenig zurückhalten. Er griff zu viel an."

    Der 47-Jährige ergänzte: "Er wollte einfach nicht verteidigen. Und das war seine Aufgabe. Einfach verteidigen. Und wir haben unser Zu-Null-Spiel bekommen. Und ich glaube, wir haben an diesem Tag 2:0 gegen West Brom gewonnen, wir haben die Goldenen Handschuhe für Pepe Reina bekommen (für die meisten Spiele ohne Gegentor; Anm. d. Red.)."

    Arbeloa und Alonso spielten zwei Jahre gemeinsam in Liverpool, ehe sich beide im Sommer 2009 Real Madrid - in einem Abstand von nur acht Tagen - anschlossen. Im Januar dieses Jahres stieg Arbeloa im Zuge von Alonsos Entlassung dann zum Real-Trainer auf. Zuvor hatte er sich um die zweite Mannschaft der Madrilenen gekümmert. 

  • Arbeloa wählt bei Real Madrid anderen Ansatz bei Alonso

    Interessant: Keine 24 Stunden vor Carraghers Aufklärung hatte Arbeloa erklärt, dass er nicht möchte, dass Kylian Mbappe und Vinicius Junior zu viel Defensivarbeit leisten. Dafür seien andere zuständig. Ein Thema, was Alonso stets ein Dorn im Auge gewesen war. Der Erfolsgcoach von Bayer Leverkusen gilt als deutlich akribischer als sein Nachfolger, was die Anforderungen an seine Spieler angeht. Die fehlende Bereitschaft des Starensembles in Madrid soll ihn dem Vernehmen nach zunehmend frustriert und letztlich auch zur Trennung geführt haben.

    Arbeloas Start bei Real ging derweil gehörig daneben. Gegen Zweitligist Albacete schieden die Königlichen bei seinem Debüt im Achtelfinale der Copa del Rey nach einer blamablen 2:3-Niederlage aus. In der Liga (2:0 gegen Levante) und Champions League (6:1 gegen AS Monaco) fuhr er hingegen zwei Siege ein. 

  • Real Madrid: Die nächsten Spiele im Überblick

    • 24. Januar, LaLiga: FC Villarreal (A)
    • 28. Januar, Champions League: Benfica Lissabon (A) 
    • 1. Februar, LaLiga: Rayo Vallecano (H)
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