Unterdessen versuchte der DFB den Sturm der Entrüstung einzufangen. "Wir verstehen jede Emotionalität. Auch für uns als Verband ist es ein einschneidendes Ereignis, wenn feststeht, dass eine Partnerschaft, die von vielen besonderen Momenten geprägt war und ist, nach mehr als 70 Jahren zu Ende geht", hieß es in einem Statement des größten Sportverbands der Welt: "Das lässt uns nicht kalt." Nike habe allerdings "das mit Abstand beste finanzielle Angebot abgegeben".
Bei der bevorstehenden Heim-EM wird das Männer-Team sein Basecamp im Sommer noch im "Home Ground" bei adidas am Firmensitz in Herzogenaurach aufschlagen und in den gerade erst vorgestellten Trikots spielen. Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird dann zu einem Abschied für den deutschen Sportartikelriesen. In adidas-Jerseys hatte das deutsche Team seine großen Triumphe gefeiert, zuletzt 2014 mit dem WM-Titel in Brasilien.
"Ich kann mir das deutsche Trikot ohne die drei Streifen kaum vorstellen", sagte Habeck. So wie dem Grünen-Politiker geht es vielen. Auch Präsident Herbert Hainer von Bayern München, der lange bei adidas an der Spitze stand und mit seinem Klub weiter mit dem Unternehmen kooperiert. "Ich kenne die Details und Hintergründe nicht", sagte der 69-Jährige: "Aber ich bin schon überrascht, dass diese Entscheidung nach einer über 70 Jahre langen erfolgreichen Partnerschaft nun so vom DFB getroffen wurde."