Der FC Barcelona hat nach der 0:4-Pleite im Halbfinal-Hinspiel der Copa del Rey bei Atletico Madrid gegen die Unparteiischen gefeuert. Größter Aufreger aus Barca-Sicht war dabei das nicht gegebene Tor von Pau Cubarsi kurz nach der Pause, welches das 1:4 bedeutet hätte.
Getty Images"Ein Skandal": FC Barcelona denkt offenbar über Beschwerde nach dem Pokal-Desaster bei Atletico Madrid nach
AFPBarca-Trainer Hansi Flick: "Das ist richtig schlecht hier"
Ein Schuss von Fermin Lopez prallte von Robert Lewandowski zu Cubarsi, der trocken einschoss. Allerdings meldete sich nach dem Treffer der VAR und überprüfte die Szene - was acht Minuten lang dauerte. Es ging um eine mögliche Abseitsposition, die eigentlich von einem halbautomatischen System angezeigt werden sollte. Aufgrund "der Situation mit hoher Spielerdichte" im Strafraum, so die Erklärung des Schiedsrichterkomitees, funktionierte dies aber nicht. Der VAR zog die Linien manuell - und kam zum Ergebnis, dass Lewandowski knapp im Abseits gestanden habe, sodass das Tor nicht zählte.
"Das ist ein Chaos. Darauf muss man sieben Minuten warten? Wenn ich mir die Situation anschaue, ist das ganz klar kein Abseits", wütete Barca-Trainer Hansi Flick. "Vielleicht haben sie was anderes entdeckt. Aber dann sagt es uns. Es gibt keine Kommunikation. Das ist richtig schlecht hier", ergänzte er verärgert.
IMAGOFrenkie de Jong: "Wenn das kein KI-Bild ist ..."
Einem Bericht der spanischen Sportzeitung Mundo Deportivo zufolge denkt Barcelona nun darüber nach, eine offizielle Beschwerde beim spanischen Fußballverband einzureichen - die aber am aus Sicht der Katalanen enttäuschenden Endergebnis nichts ändern wird.
In Flicks Kritik am nicht gegebenen Tor stimmte auch Barca-Mittelfeldspieler Frenkie de Jong mit ein: "Die TV-Bilder zeigen nicht den genauen Moment, als der Ball gespielt wird. Es gibt aber eine Aufnahme, die zeigt, dass der Abwehrspieler einen Meter hinter Robert steht, als Fermin schießt. Wenn das kein KI-Bild ist, ist es ein Skandal", sagte er.
Getty ImagesBarca-Trainer Hansi Flick: "Es wäre alles anders gelaufen"
Coach Flick regte sich aber nicht nur über die VAR-Entscheidung auf, sondern auch darüber, dass Schiedsrichter Jose Maria Sanchez Martinez in der ersten Minute auf eine Gelbe Karte für Giuliano Simeone verzichtete, der sich ein hartes Foul an Alejandro Balde geleistet hatte.
Zu Beginn der zweiten Hälfte fiel Simeone erneut mit einem harten Foul an Balde auf, für das er auch durchaus direkt Rot hätte sehen können. Es blieb aber bei Gelb für den Offensivspieler, der deshalb weitermachen durfte. "Die erste Aktion gegen Balde war klar eine Gelbe Karte. Wenn er die gezeigt hätte, wäre alles anders gelaufen. Indem er es nicht tut, zeigt er dem Gegner, dass er so weitermachen kann", regte sich Flick auf.
Barcelona hat nun im Rückspiel am 3. März die Mammutaufgabe vor sich, das 0:4 aus dem ersten Duell noch umzubiegen.
Der Spielplan des FC Barcelona:
- 16.02., 21 Uhr: Girona (A)
- 22.02., 16.15 Uhr: Levante (H)
- 28.02., 16.15 Uhr: Villarreal (H)
- 03.03., 21 Uhr: Atletico Madrid (H)



