Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl hat ausgeschlossen, dass er sich auf der Suche nach einem neuen Trainer für den deutschen Rekordmeister bei Jürgen Klopp vom FC Liverpool melden wird. Dieser hört im Sommer bei den Reds auf, um eine mindestens einjährige Pause einzulegen.
"Daher werde ich ihn nicht anrufen": Max Eberl erklärt, wieso Jürgen Klopp vom FC Liverpool kein Kandidat bei Bayern München ist
GettyWAS WURDE GESAGT?
"Ich weiß, was es bedeutet, wenn man Aussagen tätigt wie Kloppo, der meinte: 'Ich habe keine Energie mehr.' Wenige können das besser beurteilen als ich, da ich es durchgemacht habe", sagte Eberl, der 2022 wegen einer Burn-Out-Erkrankung von seiner Tätigkeit bei Borussia Mönchengladbach zurückgetreten war, der Sport Bild. Dann komme die Arbeit klar an zweiter Stelle: "Der Mensch steht an erster Stelle. Von daher werde ich ihn nicht anrufen."
Getty ImagesWAS IST DER HINTERGRUND?
Eberl, der seit wenigen Wochen im Amt ist, sucht aktuell nach einem neuen Coach für den FCB. Dabei will er aber bedächtig vorgehen. Er erläuterte den Stand der Dinge: "Es gibt momentan keinen Plan A, B und C. Wir machen ein Screening der Situation: Wie sieht der Kader aus, welche DNA hat der Verein, welche Geschichte. Wir überlegen genau: Welche Trainer passen zu dem, was wir haben? Zu dem, was dieser Klub ausstrahlt und erreichen will?"
Entscheidend seien am Ende die Rahmenbedingungen. "Was ist, wenn das zu lange dauert? Was ist, wenn es zu teuer wird? Oder wenn der Kandidat nicht will? Wir haben eine Liste, die wir in Ruhe abarbeiten möchten und in Ruhe Gespräche führen. Aus den Informationen, Machbarkeiten und Übereinstimmungen - Klub, Kader, Trainer - versuchen wir, die beste Entscheidung zu treffen", ergänzte er.
Auf der Kandidatenliste stünden "mehr als vier, aber auch keine 40 Namen", verriet der 50-Jährige: "Es ist unsere Pflicht, alles einmal zu durchdenken: Auf der Liste tauchen auch ungewöhnliche Ideen auf. Wir tauschen uns aus, um eine bestmögliche Essenz zu bekommen: Wir müssen und wollen Menschen und deren Umfeld kennenlernen. So wollen wir vieles im Voraus erkennen und am Ende die zwei, drei finalen Gespräche führen."
Eberl weiter: "Es geht nicht darum, vor allem schnelle Entscheidungen zu treffen, sondern kluge."



