Fabio Silva wechselte für mehr als 22 Millionen Euro Ablöse im vergangenen Sommer von den Wolverhampton Wanderers zu Borussia Dortmund und wurde mit einem bis 2030 gültigen Vertrag ausgestattet. Zuletzt kamen jedoch Wechselgerüchte auf. Denen schiebt der BVB nun erneut in aller Deutlichkeit einen Riegel vor.
AFP"Da stellt sich für mich die Frage: Wo ist der Mehrwert?" BVB bekräftigt Transferverbot für Star
"Es gibt gerade kein Szenario, in dem wir Fabio abgeben wollen", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl der Deutschen Presse-Agentur und führte aus: "Das weiß der Spieler, das weiß auch sein Berater."
Kehl weiter: "Es ist schön, dass sich andere Klubs grundsätzlich für unsere Spieler interessieren. Aber wenn wir ihn abgeben würden, bräuchten wir Ersatz, der wiederum benötigt Eingewöhnungszeit. Da stellt sich für mich die Frage: Wo ist der Mehrwert? Das macht ja keinen Sinn."
GettyKehl hofft auf Formaufschwung von Guirassy
Auch zu Silvas zuletzt häufig torlosem Konkurrent im Sturm, Serhou Guirassy, äußerte sich Kehl. "Wir hoffen natürlich, dass er seinen Flow wieder aufnimmt. Serhou ist mit seiner bisherigen Saison aber garantiert auch nicht zu 100 Prozent zufrieden", sagte er. "Ich habe ihn im Trainingslager unglaublich fokussiert erlebt, er hat was vor in diesem Jahr. Ich glaube auch, dass er sich über die Feiertage ein paar Gedanken gemacht hat und dass er sich zeigen und wieder wichtiger werden wird für die Mannschaft - so wie in der vergangenen Saison."
Silva pochte angeblich trotzdem auf Veränderung
Bezüglich Silva hatte es zuletzt noch geheißen, der Portugiese poche trotz Wechselverbots auf eine Veränderung. Laut eines Berichts der Sport Bild sorgte beim BVB die Information für Aufmerksamkeit, dass das Management Silvas nach einem neuen Verein Ausschau halte. Daraufhin suchten die Verantwortlichen umgehend das Gespräch mit dem Spieler und seinem Berater.
Die Botschaft der Dortmunder war eindeutig: Ein Abschied nach nur sechs Monaten ist nicht vorgesehen. Trotz dieser klaren Position soll Silva in der Kabine "mindestens einem" Teamkollegen mitgeteilt haben, "dass sich dringend etwas ändern müsse" und er andernfalls über einen Wechsel nachdenke, hieß es.
GettyUm Silva gab es zahlreiche Wechselgerüchte
Um Silva hatte es hartnäckige Abgangsgerüchte gegeben. Transferjournalist Sacha Tavolieri berichtete in der Schweizer Ausgabe von Sky sogar schon von einer Einigung mit Real Betis aus Spanien. Der Angreifer fürchte demnach, seine Chancen auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 mit der portugiesischen Nationalmannschaft zu gefährden. Im November 2024 gab Silva sein Debüt für die Selecao, seitdem folgte zwar kein weiteres Länderspiel, Nationaltrainer Roberto Martinez hat ihn in der Vergangenheit jedoch regelmäßig beobachtet.
"Die Gerüchte sind in den letzten Tagen aufgekommen, ehrlich gesagt war Fabio nicht bei mir und hat mir gesagt, dass er im Winter gehen möchte", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl am Rande des 4:0-Sieges von Dortmund in der Champions League gegen den FC Villarreal.
Unter Trainer Niko Kovac kommt Silva bislang nur selten zum Einsatz und steht bei lediglich 356 Spielminuten. Ein Grund dafür waren auch die beim Medizincheck entdeckten Adduktorenprobleme, die sein Debüt verzögerten. In der kurzen Zeit auf dem Platz konnte der Mittelstürmer immerhin ein Tor und vier Vorlagen verbuchen.
Trotz des holprigen Starts war Kehl schon kürzlich davon überzeugt, dass Silva bald mehr Einsatzzeiten erhalten wird: "Jedes Mal, wenn er eingewechselt wurde, hat er gezeigt, welche Qualitäten er mitbringt, wie hungrig er ist". Man habe "im Moment einen sehr, sehr vollen Kader. Wir haben kaum Verletzungen", erklärte er. "Jeder muss auf seine Chance warten."
Fabio Silva: Statistik beim BVB
- Pflichtspiele: 16
- Tore: 1
- Vorlagen: 4
- Gelbe Karten: 2

