Eine Szene mit Symbolcharakter. Ronaldo und Regufe verbindet seit vielen Jahren eine enge Beziehung. Sie arbeiteten zusammen, schlossen eine enge Freundschaft und sind längst unzertrennlich. Nun, nach dem Ende der Zusammenarbeit zwischen CR7 und seinem langjährigen Berater Jorge Mendes, ist Regufe endgültig die wichtigste Bezugsperson des 38-Jährigen. Er war es auch, der vor wenigen Monaten Ronaldos spektakulären Transfer zu Al-Nassr samt üppigen Jahresverdiensts von 200 Millionen Euro orchestrierte.
Ronaldo und Regufe kennen sich seit 20 Jahren. Letzterer spielte ebenfalls Fußball, zu einer Karriere als Profi reichte es aber nicht. Mit 21 hörte er mit dem Kicken auf und fing beim US-Sportartikelhersteller Nike an. Er war in Portugal für PR und Marketing zuständig und lernte so den damals 16-jährigen Ronaldo kennen, als dieser noch bei Sporting spielte. Auf Betreiben Regufes wurde Nike Ronaldos Ausrüster. Der Beginn einer lukrativen Zusammenarbeit für alle Parteien.
Regufe schrieb dazu in einem seiner raren öffentlichen Statements bei LinkedIn, mit dem Job bei Nike in jungen Jahren sei für ihn "ein Traum in Erfüllung gegangen". Und weiter: "Ich konnte damals nicht ahnen, dass sich mein Leben für immer verändern sollte. Zwei Jahre nachdem ich dort anfing, unterschrieb der beste Spieler der Geschichte bei uns. Es war ein Game Changer für Nike, für CR und natürlich auch für mich." Es sei eine "unglaubliche Reise" gewesen.
Diese Reise führte Ronaldo nach Manchester, Madrid, Turin, zurück zu United und nun eben nach Saudi-Arabien. Immer an seiner Seite: Regufe. Er diente laut The Athletic den Verantwortlichen der Red Devils als erster Ansprechpartner, wenn es um Ronaldo ging. Seine Arbeit für Nike wurde indes auch bei anderen Vereinen geschätzt. So bezeichnete Julian Ward, Liverpools scheidender Sportdirektor, Regufe bei LinkedIn als "intelligenten und organisierten Profi". Es sei "eine Freude" gewesen, mit dem Portugiesen zusammenzuarbeiten.