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Champions League, Auslosung: PSG ist ein Verlierer, Pep Guardiola darf sich freuen

18:05 MEZ 07.11.22
Pep Guardiola Manchester City
Es kommt zu den Neuauflagen zweier Endspiele aus der jüngeren Vergangenheit. Pep Guardiola dürfte das freuen.

Die Auslosung des Achtelfinales der Champions League versprach schon immer spannende Begegnungen - und sie hat in dieser Hinsicht auch am Montag nicht enttäuscht.

Titelverteidiger Real Madrid trifft auf Liverpool, die Mannschaft, die es im vergangenen Mai in Paris besiegt hat, während Bayern München in einer Wiederholung des Endspiels von 2020 auf Paris Saint-Germain treffen wird.

Deutlich besser erging es ManCity: Der Mitfavorit bekommt es mit RB Leipzig zu tun. Napoli, die vielleicht formstärkste Mannschaft Europas im Moment, duelliert sich mit Frankfurts Europahelden.

Hier gibt es die Gewinner und Verlierer der Auslosung.

  • Pep Guardiola Manchester City 2022-23

    GEWINNER: Pep Guardiola

    Stand jetzt ist dies die letzte Saison von Pep Guardiola bei Manchester City. Sein Vertrag läuft im nächsten Sommer aus und es bleibt abzuwarten, ob er einen neuen unterschreiben wird. Das ist ein echter Grund zur Sorge für die Fans des Vereins, die verständlicherweise befürchten, dass eine Ära beispielloser Erfolge zu Ende geht, sobald der Katalane sich verabschiedet.

    Doch selbst wenn Guardiola am Ende der Saison 2022-23 gehen sollte, ist die Chance groß, dass er dies tut, nachdem er mit City endlich die Champions League gewonnen hat. Die Auslosung des Achtelfinales hat die Aussichten auf jeden Fall verbessert.

    Guardiola weiß natürlich um die Qualität von RB Leipzig. Christopher Nkunku schnürte zum Beispiel in der letzten Saison in der Gruppenphase einen Hattrick im Etihad und traf auch am sechsten Spieltag beim 2:1-Sieg der Sachsen gegen die Skyblues.

    Dennoch kann man nicht leugnen, dass Leipzig auf dem Papier ein hervorragendes Los für den englischen Meister ist, der auch gegen die AC Mailand, Inter oder PSG hätte antreten können.

    Guardiolas Mannschaft dürfte viel zu kreativ und schlagkräftig sein für eine Mannschaft, die derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz der Bundesliga steht.

    Es ist zu erwarten, dass City ins Viertelfinale einziehen wird, während parallel zwei der vier größten Konkurrenten um den Titel (Madrid, Liverpool, PSG und Bayern) auf der Strecke bleiben.

  • Mohamed Salah Thibaut Courtois Liverpool Real Madrid Champions League 2021

    VERLIERER: Liverpool

    Jürgen Klopp hätte sich sicherlich einen anderen Gegner als Real Madrid gewünscht. Und das ist kein Wunder: Liverpool hat in seiner Amtszeit in Anfield jedes Mal, wenn es gegen die Spanier ging, nur Pech gehabt.

    Ein wiedererstarkter Mohamed Salah könnte sich auf eine weitere Chance freuen, seine Verletzung aus dem verlorenen Champions-League-Finale 2018 gegen Los Blancos zu rächen, aber die Geschichte spricht eindeutig gegen sein Team.

    Liverpool hat Madrid zwar im Europapokalfinale 1981 besiegt und 2008/09 im Achtelfinale ausgeschaltet, aber der amtierende Meister hat die Reds jedes Mal geschlagen, seit diese von Klopp trainiert werden.

    Es gab dabei die Horrorshow von Loris Karius im Finale von Kiew, einen 3:1-Gesamtsieg im Viertelfinale 2020/21 und natürlich den 1:0-Sieg in Endspiel von Paris im Mai, der vor allem der Leistung von Thibaut Courtois zu verdanken war.

    Es gibt Anzeichen dafür, dass Liverpool nach dem schlechten Start in die Premier League wieder in die Spur kommt, und bis zum Achtelfinale dürften einige Schlüsselspieler wieder zur Verfügung stehen.

    Es ist auch erwähnenswert, dass sich Europa in den letzten Wochen für die Reds als besseres Pflaster erwiesen hat, wie der Sieg gegen Napoli in der vergangenen Woche gezeigt hat. Aber der Preis dafür, dass es nicht zum ersten Platz in der Gruppe A gereicht hat, war in Form der Auslosung hoch.

    Klopp und seine Spieler mögen "Mentalitätsmonster" sein, aber an Madrid werden sie nur schlechte Erinnerungen haben.

  • Joao Mario Benfica Champions League 2022-23

    GEWINNER: Benfica

    Keine Frage: Brügge war die Mannschaft, die jeder Gruppensieger bei der Auslosung erwischen wollte - und Benfica hat die Belgier bekommen.

    Und niemand dürfte den Portugiesen ihr Glück missgönnen. Sie haben es sich verdient, weil sie Juventus aus dem Wettbewerb kegelten und anschließend PSG auf dramatische Art und Weise den ersten Platz entrissen.

    Der Treffer von Joao Mario in der 92. Minute gegen Maccabi Haifa könnte sich als einer der entscheidenden Momente in der diesjährigen Champions League erweisen. Er führte nämlich dazu, dass zwei europäische Schwergewichte im Achtelfinale aufeinander trafen. Benfica dagegen hat auf hervorragende Karten, erneut in das Viertelfinale der Königsklasse einzuziehen.

    Brügge darf natürlich nicht unterschätzt werden. Belgiens Spitzenklub qualifizierte sich für die K.o.-Phase, indem er seine ersten drei Spiele gewann und dabei kein einziges Gegentor kassierte.

    Dennoch wurden Brügge in der Gruppe B nur Zweiter hinter einer Mannschaft aus Porto, die in der Primeira Liga acht Punkte hinter dem ungeschlagenen Benfica liegt.

  • Kylian Mbappe dribble PSG Juventus 2022-23

    VERLIERER: PSG

    Die Warnung an die PSG-Stars kam zu spät. Das bestätigte Kylian Mbappé bei RMC Sport. "Sie haben versucht, uns zu warnen. Aber erst am Ende." Am Ende des 2:1-Auswärtssiegs der Pariser bei Juventus. Parallel fertigte Benfica Haifa ab und sorgte spektakulär dafür, dass Mbappé und Co. wegen der höheren Anzahl an Auswärtstoren noch den Gruppensieg abgeben musste.

    Mbappé gab sich davon zunächst unbeeindruckt und führte weiter aus: "Das spielt keine Rolle.Wir sind schließlich weiter." Ob der Torjäger nach der Auslosung noch immer so entspannt ist?

    Nun muss der Tabellenführer der Ligue 1 gegen Bayern München antreten, das aus einer Gruppe mit Inter und Barcelona mit einer 100-prozentigen Siegquote hervorgegangen ist. PSG hat natürlich keinen Grund, sich vor irgendeiner Mannschaft zu fürchten. Das Starensemble hat Lionel Messi, Neymar und Mbappé in seinen Reihen.

    Doch der Weg zum ersten Champions-League-Sieg wurde durch eine vermeidbare Kommunikationspanne erheblich erschwert.

  • Kvaratskhelia Napoli

    GEWINNER: Die Teams aus der Serie A

    Der italienische Fußball ist nach wie vor von finanziellen und strukturellen Problemen geplagt. Umso bemerkenswerter ist das Abschneiden der italienischen Vertreter in der diesjährigen Champions League.

    Juventus hat sich dabei bis auf die Knochen blamiert, keine Frage. Italiens Edelklub verlor sogar gegen Maccabi Haifa und ist früh raus. Die anderen Serie-A-Vertreter machten es da deutlich besser: Inter sorgte für eine große Überraschung, indem es Barcelona bezwang und als Zweiter der Gruppe C hinter den dominierenden Bayern weiterkam. Milan setzt seinen Aufwärtstrend fort und begleitet nach dem Ausscheiden in Vorrunde der letzten Saison Chelsea in die K.o.-Phase.

    Die große Erfolgsstory lieferte jedoch Napoli, das mit einem fulminanten Auftakterfolg gegen Liverpool und fünf Siegen in Folge ins Achtelfinale stürmte und dabei mit fantastischem Fußball begeisterte.

    Die gute Nachricht ist nun, dass sich dieser unerwartete Aufschwung der Serie A bis ins Viertelfinale fortsetzen könnte.

    Napoli bekam Eintracht Frankfurt zugelost und ging damit einem der stark eingeschätzten Gruppenzweiten aus dem Weg. Inter darf sich gegen Porto realistische Chancen auf das Weiterkommen ausrechnen und Milan ist gewiss vorsichtig optimistisch, Antonio Contes Tottenham zu besiegen.