Kommentator im ZDF: Hört Béla Réthy auf?

Béla Réthy gehört beim ZDF quasi zum Inventar. Seit 1987 ist der gebürtige Wiener bei dem TV-Sender als Redakteur angestellt - und um ein Haar wäre er gar nicht Fußball-Kommentator geworden. Ursprünglich steckte ihn der Sender in die Sparte Motorsport, erst 1991 wechselte der Sportjournalist zum Fußball.

Zunächst begann er in diesem Bereich als Assistent der Kommentatoren Rolf Kramer und Marcel Reif, über die Jahre etablierte sich Réthy als eigenständiger Livekommentator. Ob man ihn nun mag oder nicht - die Stimme des 66-Jährigen dürfte wohl jeder deutsche Fußballfan kennen.

Am 14. Dezember - ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag - kommentiert Béla Réthy das WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Marokko. Doch wie sieht es danach aus? Hört er als Kommentator auf? GOAL gibt die Antwort.

Béla Réthy: Über 31 Jahre als Kommentator im Einsatz

Die erste Übertragung, die Béla Réthy als Kommentator begleitete, war eine U16-Partie zwischen Deutschland und Irland. Diese eher unspektakuläre Begegnung sollte der Startpunkt einer großen Karriere sein. Seitdem hat der 66-Jährige mehr als 380 Live-Übertragungen auf dem Buckel, mit seiner Stimme sind untrennbar zahllose Erfolge verbunden.

Bei der EM 1996 verkündete Réthy stolz ins Mikrofon "Deutschland ist Europameister". Zusätzlich wurde der Kommentator bei fünf weiteren Endspielen von Welt- oder Europameisterschaften eingesetzt. Eines davon mit deutscher Beteiligung: das WM-Finale 2002 zwischen Deutschland und Brasilien, welches die Südamerikaner mit 2:0 gewannen.

GER ONLY Johannes B Kerner Bastian Schweinsteiger Bela RethyGetty / Imago Images / Goal

WM 2022: Réthy hört nach Frankreich vs. Marokko auf

Das zweite Halbfinale der WM 2022 in Katar zwischen Frankreich und Marokko wird gleichzeitig das letzte in der Kommentatoren-Karriere Béla Réthys sein. Bereits 2021 gab der Kommentator bekannt, dass er das Mikrofon Ende 2022 niederlegen und Rentner werden wird. Dass das Halbfinale ausgerechnet an seinem Geburtstag stattfindet, dürfte die Abschiedsvorstellung des 66-Jährigen abrunden.

Und danach? Gegenüber der AZ äußerte sich Réthy zu seinem Leben nach dem Kommentatoren-Alltag: "Am 1. Januar gehe ich in Rente, kann Silvester reinfeiern. Mein Renten-Eintritt wurde extra um acht Wochen nach hinten geschoben, damit ich bei der WM dabei sein kann."

Und er fügte hinzu: "Ich habe mein ganzes Leben nie nichts getan. Mal sehen, ob ich das noch lernen kann. Wenn mir dann zu langweilig wird, kann ich gerne noch mal darüber nachdenken, irgendwo weiterzumachen."

Kylian Mbappe Achraf Hakimi France Morocco 2022 World CupGetty
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