Nach der verpassten Rückkehr in die Bundesliga wird beim HSV kein Stein auf dem anderen gelassen und der Kader soll ein neues Gesicht erhalten. Unterdessen gibt es an der Elbe Zoff um die Vereinshymne und die traditionelle Stadionuhr, die abmontiert werden und ins Museum wandern soll.
In diesem Artikel findet Ihr alle News und Transfergerüchte zum HSV vom heutigen Freitag.
HSV: Transfer von Osei-Tutu soll wegen einer irren Klausel stocken
Rechtsverteidiger Jordi Osei-Tutu wird seit Tagen mit einem Wechsel zum HSV in Verbindung gebracht, allerdings blieben jegliche Vollzugsmeldungen bislang aus. Wie die Mopo nun berichtet, soll die Verpflichtung des Youngsters aus der U23 des FC Arsenal aktuell einer einer bestimmten Klausel hängen, welche die Gunners gerne in seinem Leihvertrag verankert hätten.
Dem Bericht zufolge pocht Arsenals Sportchef Raul Sanllehi darauf, dass Osei-Tutu eine Einsatzgarantie bei seinem nächsten Klub vertraglich zugesichert bekommt. Bedeutet: Wenn der Youngster fit ist, soll er auch spielen - egal, ob das in den Plan des Trainers passt oder nicht. Wie das Blatt weiter berichtet, ist noch nicht abzusehen, ob sich der HSV auf diesen Deal einlassen wird.
Getty ImagesHSV: Geldsegen für den Hamburger SV wegen Kerem Demirbay
Der Hamburger SV profitiert offenbar finanziell vom Transfer Kerem Demirbays von 1899 Hoffenheim zu Bayer Leverkusen. Der 25-Jährige wechselte vor wenigen Wochen für eine Ablösesumme von rund 32 Millionen Euro die Klubs.
Wie das Hamburger Abendblatt erfahren haben will, wird der HSV dank einer Klausel mit 10 Prozent an diesem Transfer beteiligt und erhält somit 3,2 Millionen Euro.
Demirbay wurde vor drei Jahren für rund 1,7 Millionen Euro vom HSV an Hoffenheim abgegeben, wo er innerhalb weniger Monate zum Leistungsträger und Nationalspieler avancierte.
Bayer LeverkusenHSV: Marcell Jansen rechnet mit Führungsspielern ab - "Kein Platz für Eitelkeiten"
HSV-Präsident Marcell Jansen ist mit den vermeintlichen Führungsspielern der vergangenen Saison hart ins Gericht gegangen. "Die Führungsspieler-Achse ist völlig weggebrochen, ja. Wir hatten vier, fünf, sechs Spieler, die angetreten waren, um voranzugehen. Es ist dann schwierig, wenn genau diese Akteure ihr Leistungsniveau nicht abrufen", sagte Jansen im Interview mit der Sport Bild und fügte an: "Es ist ja überhaupt nicht schlimm, gut dotierte Verträge zu unterschreiben. Aber: Einige Spieler sind bei uns dadurch in eine Komfortzone gerutscht, aus der sie nicht mehr herausgekommen sind. Sie hatten meiner Meinung nach eine falsche Selbstwahrnehmung, von der sie vielleicht irgendwann eingeholt werden."
Für die kommende Saison, in der wieder das Ziel Wiederaufstieg gilt, will der Präsident "Spieler und Verantwortliche mit einer realistischen Wahrnehmung und ohne Komfortzone, die trotzdem hungrig auf Erfolg sind". Es dürfe, so Jansen weiter, "keine Spieler und Verantwortlichen geben, die sich selbst wichtiger nehmen als die Raute. Kein Platz für Eitelkeiten!"
HSV: Uhr soll abgeschafft werden - auch Kritik an Stadion-Hymne
Die legendäre Stadionuhr wird abgebaut, die HSV-Hymne steht in der Kritik: Nach der verpassten Rückkehr ins Oberhaus soll beim Zweitligisten Hamburger SV im Volksparkstadion nichts mehr an längst vergangene Erfolgszeiten erinnern. "Wir möchten uns in die Zukunft ausrichten. Dabei hilft der ständige Blick in den Rückspiegel nicht", sagte der Vorsitzende Bernd Hoffmann der Bild-Zeitung.
Nach dem Abstieg im vergangenen Jahr hatte der HSV den Schriftzug neben der digitalen Anzeige an der Nordtribüne angepasst und dort die Zeitdauer seit Bestehen angezeigt. Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund äußerte Interesse an dem Kultstück: "Wir hätten da noch Platz ...", schrieb das Museum mit einem Augenzwinkern auf Twitter.
Auf dem Prüfstand steht auch der Stadion-Song "Hamburg, meine Perle", in einer HSV-Version vor jedem Heimspiel der Hanseaten von Sänger Lotto King Karl präsentiert. Der einflussreiche "Supporters Club" hält den Text mittlerweile für überholt. "Wollen wir mal ehrlich sein? Bremen hat uns über Jahre abgehängt, hat uns am Ende immer geschlagen, wenn es darauf ankam und wir singen: "...gibt's für dich hier nix zu holen", heißt es in einem Beitrag bei Facebook.
Bis zum Abstieg 2018 waren die Norddeutschen das letzte noch nie abgestiegene Bundesliga-Gründungsmitglied gewesen. Seine immer noch gültige Bestmarke von insgesamt 1866 Erstligaspielen wird der HSV zu Beginn der kommenden Spielzeit verlieren - ausgerechnet an den grün-weißen Erzrivalen von der Weser.
HSV: Ex-Trainer Christian Titz heuert bei Rot-Weiss Essen an
Ex-HSV-Coach Christian Titz ist neuer Trainer des Traditionsklub Rot-Weiss Essen. Dies gab der Regionalligist am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekannt. Der 48-Jährige erhält einen Vertrag bis 2021 und folgt auf Karsten Neitzel, der am Dienstag freigestellt worden war.
"Mit seinem fußballerischen Sachverstand, seiner Akribie und seiner Erfahrung bringt Christian Titz alle Voraussetzungen mit, den begonnenen Umbruch an der Hafenstraße positiv zu gestalten und unsere Mannschaft für die anstehende Spielzeit zu formen", sagte Vorstand Marcus Uhlig.

HSV: Ex-Star Rafael van der Vaart: Abschiedsspiel am 13. Oktober in Hamburg
Knapp ein Jahr nach dem Ende seiner sportlichen Karriere wird Rafael van der Vaart seine Laufbahn mit einem Abschiedsspiel am 13. Oktober in Hamburg offiziell abschließen. Zu diesem Fußballfest hat der langjährige Profi des Hamburger SV zahlreiche Weggefährten ins Volksparkstadion eingeladen.
"Natürlich sind die Niederlande meine Heimat, dort bin ich geboren. Aber als ich 2005 zum HSV kam, war das wie eine neue Familie für mich", sagte der langjährige Nationalspieler, der insgesamt sechs Jahre das Trikot des damaligen Erstligisten trug.
Van der Vaart hatte verletzungsbedingt im November vergangenen Jahres seine Fußballschuhe an den Nagel hängen müssen. Zuletzt stand der Mittelfeldspieler in Dänemark bei Esbjerg fB unter Vertrag.


