Jens Lehmann FC Arsenal 23112017Getty

Hertha BSC: Jens Lehmann wird Nachfolger von Jürgen Klinsmann im Aufsichtsrat

Der frühere Nationaltorhüter Jens Lehmann und der Unternehmer Marc Kosicke verstärken ab sofort den Aufsichtsrat bei Hertha BSC. Einen entsprechenden Bericht von Bild und Sport Bild bestätigte am Sonntagabend ein Sprecher der Tennor Holding BV gegenüber Goal und SPOX

"Ich freue mich sehr, dass sich Jens Lehmann und Marc Kosicke für uns bei Hertha engagieren werden. Beide bringen ein hohes Maß an Erfahrung und Professionalität mit. Sie werden beitragen, die hohen Ziele von Tennor und der Hertha zu erreichen und den Verein gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft zu führen", sagte Lars Windhorst, Chairman der Tennor Holding BV, die 49,9 Prozent der Anteile an der Hertha GmbH und Co. KG hält, in einer offiziellen Mitteilung.

"Das Angebot von Lars Windhorst, an der weiteren Entwicklung von Hertha BSC mitzuarbeiten, habe ich gerne angenommen", sagte Lehmann. "Ich sehe dies aktuell als eines der interessantesten Projekte im Fußball."

Neben Lehmann: Auch Marc Kosicke neu im Aufsichtsrat von Hertha BSC

Kosicke ist Gründer und Geschäftsführer der Agentur Projekt b und berät seit vielen Jahren erfolgreich Fußballtrainer, darunter Ralf Rangnick, Jürgen Klopp und Julian Nagelsmann.

Lehmann soll sich im Gremium künftig federführend um sportliche Fragen kümmern. Bei Kosicke imponiert Windhorst "dessen Know How im Sport-Business und sein hervorragendes Netzwerk".

Für Lehmann ist es nach der Freistellung beim FC Augsburg, wo er als Co-Trainer von Manuel Baum fungierte, im April 2019 die nächste Station bei einem Bundesligisten.

Windhorst holt sich damit gleich in doppeltem Sinne die aus seiner Sicht dringend benötigte fußballerische Fachkompetenz in den Aufsichtsrat zurück. Der Investor kann mit seinen Anteilen vier Plätze im Aufsichtsrat nach seinen Wünschen besetzen. Eigentlich hatte sich der erst Ende vergangenen Jahres verpflichtete Klinsmann als verlängerter Arm von Windhorst im Kontrollgremium um die sportlichen Belange kümmern sollen, doch dieses Vorhaben war nach dem geräuschvollen Rücktritt dahin.

Der 43-jährige Windhorst investierte bislang über 220 Millionen Euro und hält somit 49,9 Prozent der Anteile des Klubs. Den Aufsichtsratsposten von Windhorst bekleidete Jürgen Klinsmann von November 2019 bis Ende Februar 2020. Klinsmann - zwischenzeitlich auch für den Hauptstadtklub als Trainer an der Seitenlinie - wurde von Windhorst abberufen, nachdem er durch seinen unangekündigten Rücktritt als Trainer und seinen anschließenden Äußerungen für Chaos beim Bundesliga-Klub gesorgt hatte. Mittlerweile wurde Bruno Labbadia als neuer Coach der Alten Dame vorgestellt.

Werbung
0