WAS IST PASSIERT?Lothar Matthäus hat Zweifel am berühmten Festgeldkonto des FC Bayern geäußert. Er zweifle daran, dass dieses gefüllt genug sei, um die Probleme des Kaders in den Griff zu bekommen.
WAS WURDE GESAGT? "Immer wenn Bayern in der Vergangenheit keine herausragenden Erfolge erzielt hat, haben sie danach sehr viel Geld in die Hand genommen und die Probleme beseitigt. Ist dieses Geld jetzt auch da?", sagte der Rekordnationalspieler im Interview mit demSpiegel.
WAS IST DER HINTERGRUND?Als Grund führte er die Pandemie, einige Spielzeiten "ohne durchschlagenden Erfolg in der Champions League" und einige "Fehlinvestitionen" in den Kader an. So hätten die Bayern in den vergangenen Jahren viele Millionen Euro für Abwehrspieler wie Lucas Hernández, Matthijs de Ligt, Benjamin Pavard oder Dayot Upamecano ausgegeben, stünden nun aber ohne Topstürmer da.
"Ich will nicht sagen, dass da einer was falsch gemacht hat, aber ich darf das doch diskutieren. So viel Geld für Verteidiger auszugeben und keinen Mittelstürmer zu haben, das würde mich nachdenklich machen", erklärte Matthäus.
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Getty ImagesWIE GEHT ES WEITER? Bei den Bayern könnte sich im Sommer einiges ändern. In der anstehenden Aufsichtsratssitzung am 30. Mai stehen auch der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzi zur Debatte. Matthäus rechnet mit Input von Vereinspatriarch Uli Hoeneß: "Uli hat übertrieben gesagt eine Standleitung in den Klub" und werde eine "schonungslose Analyse" fordern.
Kahns Vorgänger Karl-Heinz Rummenigge sei ebenfalls noch im Bilde: "Uli wird sich mit Rummenigge austauschen. Sie werden über neue Spieler sprechen, vielleicht auch über neues Führungspersonal. Kalle lebt immer noch in München, sie werden auch darüber nachdenken, wie sie dem FC Bayern gemeinsam helfen können."

