Deontay Wilder vs. Tyson Fury: Unentschieden! Wilder weiter WBC-Champion im Schwergewicht (TV, LIVE-STREAM und Co. - so wurde der Boxkampf live übertragen)

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Wilder hat in Los Angeles seinen Schwergewichtstitel gegen Fury verteidigt. Das Unentschieden sorgte im Anschluss für kontroverse Diskussionen.

Update, 2.12., 11 Uhr: Der mit Spannung erwartete Schwergewichtskampf zwischen Tyson Fury und Deontay Wilder endete unentschieden. Doch beide Boxer reklamierten den Sieg für sich.

Tyson Fury küsste nach dem Mega-Kampf seinen linken Boxhandschuh und sprang in die Ringseile, siegessicher reckte der Skandal-Boxer mit einem Jubelschrei beide Fäuste in die Höhe - doch das böse Erwachen folgte schnell. Buhrufe hallten durch das Staples Center in Los Angeles, als nach dem spektakulären WM-Fight im Schwergewicht gegen Titelverteidiger Deontay Wilder das Urteil verkündet wurde.

Deontay Wilder vs. Tyson Fury endet mit kontroversem Unentschieden

115:113 für Wilder, 114:112 für Fury, 113:113 - das Duell zwischen dem weiter amtierenden WBC-Champion Wilder (33) und Klitschko-Bezwinger Fury (30) endete am Samstagabend in einem kontroversen Unentschieden.

Beide Kämpfer blieben ungeschlagen. Wirklich zufrieden waren mit dem Ergebnis aber beide nicht.

Sowohl Fury als auch Wilder sahen sich als Sieger. "Wir beide sind große Kämpfer und haben unser ganzes Herz gegeben. Aber ich denke, dass ich den Fight durch die beiden Niederschläge gewonnen habe", sagte Wilder, der Fury in den Runden neun und zwölf auf die Bretter geschickt hatte. Fury zweifelte trotz der Niederschläge nicht an seinem Triumph: "Ich bin zwar zweimal zu Boden gegangen, aber ich glaube trotzdem, dass ich gewonnen habe" sagte der "Gipsy King".

Deontay Wilder vs. Tyson Fury: Die Meinungen über den Sieger gehen auseinander

Bei den Ringrichtern und Boxern, aber auch Beobachtern gingen die Meinungen auseinander. Ex-Weltmeister George Foreman etwa sah Wilder im Vorteil, Lennox Lewis hingegen empfand Fury als verdienten Sieger.

An der guten Show hatte indes niemand Zweifel. Fury zeigte eine gute boxerische Leistung, clever wich er dem gefürchteten Puncher Wilder immer wieder aus. Lediglich 17 Prozent der Schläge des US-Amerikaners landeten im Ziel. Im zunehmenden Kampfverlauf agierte Fury immer selbstbewusster. Bei seinen Niederschlägen zeigte Fury starke Nehmerqualitäten.

Dass er in Runde zwölf nochmals aufstehen würde, schien im ersten Moment ausgeschlossen. "Heilige Hände" hätten über ihn gewacht, sagte Fury, dessen Gesicht vom Kampf gezeichnet war: "Es war nicht das Ergebnis, das wir wollten. Ich werde deshalb nicht wie ein Baby weinen. Ich habe einen großen Kampfgeist gezeigt."

Und das nicht zum ersten Mal. Aufstehen ist inzwischen eine der großen Stärken des extrovertierten Briten. Die Bilder seiner dunklen Vergangenheit schossen ihm in den Stunden nach dem Kampf in den Kopf. Alkohol- und Drogenexzesse, Depressionen, Dopingsperre, Übergewicht - nachdem er Wladimir Klitschko in Düsseldorf nach Punkten besiegt und vom Thron gestoßen hatte, nahm ein selbst im Profiboxen beispielloser Abstieg seinen Lauf. 

Fury gesteht: "Ich stand kurz vor dem Selbstmord"

"Ich habe wie ein Rockstar gelebt, stand kurz vor dem Selbstmord", sagte Fury: "Nicht viele haben an mich geglaubt, aber ich habe mich zurückgekämpft. Ich wollte der Welt zeigen, dass alles möglich ist."

Er wolle nun erst einmal Weihnachten mit seiner Familie genießen und im Januar neue Pläne schmieden. Die wahrscheinlichste Option ist wohl ein Rückkampf gegen Wilder, für den sich beide Kämpfer aussprachen. Von einem Vereinigungskampf für Wilder gegen den Briten Anthony Joshua war zunächst keine Rede.

Geht es nach Fury und seinem Promoter Frank Warren, steigt der Rückkampf in seiner Heimat Großbritannien. "Wir könnten Fußballstadien füllen. Ins Wembley oder nach Arsenal gehen", sagte Warren, ehe ihm Fury ins Wort fiel: "Ins Old Trafford, komm' schon, Frank."

Eindruck in den USA hat Fury zweifellos hinterlassen. An seiner schrägen Interpretation von "American Pie" zum Abschluss seiner Pressekonferenz lag das allerdings nicht.

 


Wecker stellen ist angesagt! In der Nacht von Samstag auf Sonntag (1. auf den 2. Dezember, 03.00 Uhr deutscher Zeit) kommt es in Los Angeles zum großen Kampf zwischen Deontay Wilder und Tyson Fury. In einem der größten Boxkämpfe des Jahres geht es um nicht weniger als den WBC-WM-Titel im Schwergewicht. Wer mehr zu den Rahmendaten des Kampfes wissen will, findet alles gesammelt in einem separaten Artikel auf unserer Seite.

Box-Freunde dürfen sich auf einen Fight der Extraklasse freuen, denn beide Kämpfer sind in ihren Profilaufbahnen noch ungeschlagen. Klitschko-Bezwinger Tyson Fury aus Manchester hat einen Kampfrekord von 27 Siegen aus seinen 27 Kämpfen vorzuweisen. 19-mal siegte er dabei sogar durch K.o.

Die Bilanz seines Gegenübers, dem amtierenden WBC-Weltmeister Wilder, ist sogar noch beeindruckender. Der 2,01-Meter-Riese gewann alle seine 40 Profikämpfe und knockte seine Gegner dabei unglaubliche 39-mal aus. Damit ist er der Schwergewichtsweltmeister mit der höchsten K.o-Quote aller Zeiten bei einem der bedeutendsten Verbände (97,06 Prozent). 

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Diese Quote will Wilder im Staples Center von Los Angeles weiter ausbauen und seine achte Titelverteidigung perfekt machen. 

In diesem Artikel erklären wir Euch, wo Ihr den Mega-Fight zwischen Deontay Wilder und Tyson Fury im TV und LIVE-STREAM sehen könnt. Außerdem informieren wir Euch über die Kampfrekorde beider Boxer und stellen Sie Euch in Streckbriefen kurz vor.


Datum und Uhrzeit: Die Daten zum Kampf Deontay Wilder vs. Tyson Fury


Kampf

Deontay Wilder vs. Tyson Fury

Datum Sonntag, 02. Dezember 2018 | ab ca. 03:00 Uhr
Ort Staples Center, Los Angeles (USA)
LIVE-STREAM DAZN

Fury vs. Wilder live: Uhrzeit - wann findet der Kampf heute statt?

Der Hammerkampf in Übersee steigt um ungefähr 03:00 Uhr deutscher Zeit am frühen Sonntagmorgen. Die Übertragung beim Streamingdienst DAZN beginnt selbstverständlich aber schon weit vorher.

Fury vs. Wilder live: Ort - wo findet der Kampf heute statt?

Ort des Showdowns ist das Staples Center in Los Angeles. Dort finden normalerweise die NBA-Spiele der Lakers statt. Beim heutigen Event passen fast 21.000 Zuschauer in die ausverkaufte Halle.


Deontay Wilder vs. Tyson Fury heute live im TV sehen


Leider wird der Kampf zwischen Tyson Fury und Deontay Wilder in Deutschland nicht im Free-TV zu sehen sein. Auch im Pay-TV gibt es darüber hinaus keine Möglichkeit, das Event mitzuverfolgen.

Der Grund dafür ist ein einfacher: DAZN hat sich die exklusiven Übertragungsrechte an dem Schlagabtausch gesichert. Nur mit dem Streamingdienst seid Ihr also live dabei.

Wie genau Ihr an den LIVE-STREAM des Portals kommt, erfahrt Ihr im nächsten Abschnitt. Zunächst sei aber noch gesagt, dass man DAZN mit einem Smart-TV doch noch auf seinem heimischen Bildschirm mitverfolgen kann.

Wer einen Amazon Fire Stick oder eine PlayStation 4 sein Eigen nennt, kann über die entsprechend kostenlos herunterladbaren Apps den Kampf auf dem großen Bildschirm im LIVE-STREAM in HD-Qualität genießen.

Staples Center 13042016


Deontay Wilder vs. Tyson Fury heute im LIVE-STREAM sehen


Wie schon angedeutet, gibt es den Kampf zwischen Fury und Wilder im LIVE-STREAM bei DAZN zu sehen. Alles, was man also braucht, um dabei zu sein, ist ein Abo des Streamingdienstes.

Das kostet Euch 9,99 Euro im Monat, allerdings ist es monatlich kündbar, lange Verpflichtungen geht Ihr also nicht ein. So seid Ihr jederzeit flexibel, falls sich mal ein finanzieller Engpass andeutet.

Zudem gibt es noch etwas Tolles vom Portal: den kostenlosen Probemonat. Euer erster Monat bei DAZN ist also mit keinen Kosten verbunden, so ist ein sanfter Einstieg in die Abhängigkeit des Sportschauens möglich.

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Fury gegen Wilder könnt Ihr damit so zum Beispiel kostenlos sehen, legt Euch einfach einen Account an und der Spaß kann beginnen. Das Schöne dabei: Es gibt keinerlei Aktivierungscodes oder Wartezeiten, sobald Ihr angemeldet seid, kann es losgehen.

Neben Boxen bietet Euch das Portal natürlich auch noch viel mehr. Was genau Ihr auf Euer mobiles Gerät geliefert bekommt, erfahrt Ihr im nächsten Abschnitt.


Deontay Wilder vs. Tyson Fury, das Gewicht: Wie schwer sind die Boxer?


Tyson Fury wird beim WM-Kampf gegen WBC-Champion Deontay Wilder deutliche Gewichtsvorteile haben. Der Engländer brachte beim offiziellen Wiegen am Freitag in Los Angeles fast 20 Kilogramm mehr auf die Waage als Wilder.

Vor den Augen früherer Box-Größen wie Tyson-Bezwinger Buster Douglas, Lennox Lewis oder Evander Holyfield brachte Fury genau 256,5 Pfund auf die Waage, also umgerechnet knapp über 116 kg. Damit war der 30-Jährige minimal leichter als bei seinem letzten Kampf im August gegen Francesco Pianeta (258 Pfund).

Bei seinem sensationellen Sieg im WM-Fight gegen Wladimir Klitschko im Jahr 2015 hatte Fury 247 Pfund, also etwa 112 Kilo gewogen. Da er seine Gürtel anschließend kampflos niederlegte, ist er immer noch ungeschlagen (27-0) und damit der Lineal Champion.

Damit wird Fury (2,05 Meter) im Ring zwar nur minimal größer als Wilder (2,01 Meter) sein, aber deutlich schwerer. Der wie Fury in seiner Profikarriere noch ungeschlagene Amerikaner brachte 212,5 Pfund auf die Waage, also lediglich 96,4 Kilo.

Das ist für den Knockout-Künstler (39 K.o.s in 40 Kämpfen) aber nichts Ungewöhnliches. In seinem letzten Kampf im März diesen Jahres wog er eineinhalb Pfund mehr.


Deontay Wilder vs. Tyson Fury: Die Fakten vor dem Kampf


  • Deontay Wilder und Tyson Fury sind beide in ihrer Profi-Karriere als Boxer bislang unbesiegt.
  • Deontay Wilder hat bislang alle seiner 40 Profi-Kämpfe gewonnen und dabei jeden seiner Gegner per K.o. besiegt. Das einzige Mal, dass er einen K.O. verpasste, war beim Rückkampf gegen Bermane Stiverne.
  • Nach dem Sieg im ersten Kampf gegen Bermane Stiverne (2015) avancierte Wilder zum ersten US-amerikanischen Schwergewichtschampion seit Shannon Briggs (2007).
  • Furys Sieg in Düsseldorf gegen Wladimir Klitschko war die erste Niederlage des Ukrainer seit 2004. Damals besiegte Lemon Brewster Klitschko in der fünften Runde im Jahr 2004.
  • Alle Weltmeisterschaftsgürtel, die Fury nach dem Kampf gegen Klitschko gewann, sind mittlerweile nicht mehr in seinem Besitz, da er eine Pause vom Boxen eingelegt hatte; sie sind jetzt in Besitz von seinem britischen Rivalen Anthony Joshua.
  • Tyson Fury hat bislang nur einmal in den USA gekämpft – gegen Steve "USS" Cunningham. Fury besiegte den US-Amerikaner in der siebten Runde durch K.O.
  • Der Gewinner dieses Kampfes könnte im April 2019 gegen Anthony Joshua im Londoner Wembley Stadion antreten, der aktuell der unumstrittene König des Schwergewichts ist.

Deontay Wilder vs. Tyson Fury: Das sagen die Boxer vor dem Kampf


Deontay Wilder: "Sie sagen, ich habe die Power und er das Können, ein Puncher gegen einen Boxer. Aber am 1. Dezember werden wir es sehen. Dann wird der Puncher den Boxer ausboxen und ihm die Lichter ausknipsen."

Tyson Fury: "Dass ich dich ausgesucht habe, dass ich diesen Kampf will, ist ein Statement an die Welt. Wenn ich diesen Gürtel gewinnen kann, wird das zu den größten Comebacks zählen. Genauso wie bei George Foreman, Muhammad Ali und all die anderen Großen. Und alle die Kontroversen und der ganze Mist, den ich durchgemacht habe, machen es besonders süß. Tief in meiner Seele weiß ich: Es steht für mich in den Sternen geschrieben, dass ich zurückkomme und dich stilecht auslösche. Alle werden sagen: 'Wie hat er das geschafft?' Und ich werde antworten: 'Ich habe es euch gesagt.' Ich bin zurück."

DAZN Deontay Wilder Tyson Fury


Deontay Wilder vs. Tyson Fury heute live: Was ist DAZN?


DAZN ist ein Streaming-Portal, das bis zu 8.000 Sportereignisse anbietet. Der Live-Sport kann auf mehreren Geräten gleichzeitig angeschaut werden. Zudem besteht die Möglichkeit, sich verschiedene Inhalte in der Zusammenfassung und im Re-Live anzugucken.

DAZN bietet Sport-Begeisterten das volle Programm und zeigt viele Kämpfe im LIVE-STREAM. 

Der Streamingdienst aus Ismaning bei München hat natürlich nicht nur Boxen im Angebot. Auch aus der Welt des Fußballs zeigt DAZN jede Menge Spiele live. Wer einen Überblick über alle Fußball-Übertragungen haben will, findet diese in unserem stets aktuellen LIVE-Programm

Wer den Streamingdienst nutzen will, kann das auf zahlreichen Endgeräten tun. Das Programm von DAZN ist auf dem nicht nur auf dem PC, sondern auch auf allen Android- und Apple-Geräten wie dem iPhone oder iPad nutzbar. Die entsprechenden Apps dafür findet Ihr im Google Play- und dem App-Store von Apple.

DAZN Logo

Neben Boxen hat DAZN ein weiteres umfangreiches Sportangebot parat. So werden unter anderem Fußball-Live-Spiele aus der Premier League, der Primera Division, der Serie A sowie der Ligue 1 gezeigt. Auch Duelle zwischen Nationalmannschaften und ausgewählte Testspiele werden im LIVE-STREAM ausgestrahlt. Duelle der NBA und die Spiele der NHL und der MBL können problemlos gestreamt werden. Weitere Sportarten sind Handball, Darts, Motorsport, Tennis und vieles mehr.

Der erste Monat ist kostenlos, die Folgemonate kosten jeweils 9,99 Euro. Das Angebot ist monatlich kündbar. Bezahlt werden kann der monatliche Beitrag - neben Lastschrifteinzug, Kreditkarte oder iTunes - jetzt auch mit PayPal.


Deontay Wilder vs. Tyson Fury: Die Bilanzen und der Steckbrief der Box-Stars


Zwei echte Schwergewichte der Branche treffen im Staples Center aufeinander. Ihr braucht noch Informationen zu Deontay Wilder und Tyson Fury?

In diesem Teil stellt Euch Goal die Statistiken und Daten zu den beiden Kämpfern vor.

Deontay Wilder im Porträt

DEONTAY WILDER  
Spitzname The Bronze Bomber
Bisherige Kampf-Bilanz in 40 Profikämpfen 40 Siege
Wie viele K.o.s? 39
Größe 2,01 m
Gewicht 103 Kg
Reichweite 216 cm
Alter 33
Nationalität USA

Deontay Wilder 05112018


 Tyson Fury im Porträt

TYSON FURY  
Spitzname Gypsy King
Bisherige Kampf-Bilanz bei 27 Profikämpfen 27 Siege
Wie viele K.o.s? 19
Größe 2,05 m
Gewicht 117 Kg
Reichweite 211 cm
Alter 30
Nationalität GBR

Tyson Fury 25102018

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