Rummenigge SalihamidzicGetty Images

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge: "Da ist Hasan fast wie Uli"


HINTERGRUND

Wer kommt in der Winterpause zum FC Bayern München - Callum Hudson-Odoi, Lucas Hernandez, Benjamin Pavard oder alle zusammen?

Bei allen dreien hatten die Münchner mehr oder weniger offensiv ihr Interesse bekundet, doch am Ende des Transferfensters stehen sie abgesehen von Neuzugang Alphonso Davies mit leeren Händen da.

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol' Dir jetzt Deinen Gratismonat!

Trotzdem fühlt man sich beim Rekordmeister zumindest offiziell nicht als Verlierer der Wechselperiode, wie manche Medien es am Freitag bilanzierten.

"Ich glaube, das einzige, was Hasan Salihamidzic gerne bewältigt hätte, wäre Hudson-Odoi von Chelsea gewesen. Er hat sich in den Spieler fast verliebt, von der Qualität her. Aber alles andere waren wirklich nur Gerüchte, weil wir auf diesen Positionen in der Rückrunde nicht unbedingt Bedarf haben", erklärte Karl-Heinz Rummenigge auf Nachfrage von Goal und SPOXam Rande des Sportbusinesskongresses SPOBIS in Düsseldorf.

Die Sorge, dass der 18 Jahre alte Flügelflitzer nun auch über die Saison hinaus bei den Blues bleiben wird, hat der Vorstandsvorsitzende allerdings nicht, wie er danach in einer Gesprächsrunde mit vier Medien, darunter Goal und SPOX, deutlich machte.

Rummenigge: Salihamidzic wie Hoeneß

"Ich glaube, Hasan ist da ein bisschen wie Uli. Wir haben auch in der Vergangenheit schon Transfers gehabt, die im ersten Schritt nicht geklappt haben, aber dann im zweiten. Und daran werden wir jetzt arbeiten", meinte Rummenigge.

Daher habe man am Ende auch Abstand von einem sofortigen Wechsel genommen, nachdem Chelsea ein Angebot über rund 40 Millionen Euro abgelehnt hatte.

"Exempel statuieren kostet nur Geld. Wir wollen die beste Qualität an Spielern beim FC Bayern haben und Hasan ist von diesem Spieler total überzeugt", erklärte der FCB-Boss.

Nach Informationen von Goal und SPOX ist auch Hudson-Odoi nach wie vor von einem Transfer nach München überzeugt, auch wenn ihn die Londoner laut eigenem Bekunden über die Saison hinaus halten wollen. Da aber der Vertrag des U19-Nationalspielers nur noch bis Sommer 2020 läuft, ist Chelsea im Sommer in einer deutlich schlechteren Verhandlungsposition, sofern man noch eine adäquate Ablösesumme erzielen will.

Hernandez nur für 80 Millionen zu haben

Etwas komplizierter stellt sich der Sachverhalt bei Atletico Madrids Verteidiger Hernandez dar, der noch Vertrag bis 2024 und eine Ausstiegsklausel über die Bayern-Rekordsumme von 80 Millionen Euro besitzt. Dagegen ist die Verpflichtung von dessen Landsmann Pavard vom VfB Stuttgart für 35 Millionen Euro bereits perfekt, nur eben nicht sofort, sondern erst zur neuen Spielzeit.

Angesichts der groß angekündigten Transferoffensive und angeblich rund 200 Millionen Euro Investitionsvolumen dürfte das nicht der einzige Zugang bleiben. Gleichwohl zeigte sich Rummenigge in der Gesprächsrunde extrem entspannt.

"Ich habe keine Sorge um die Zukunft des FC Bayern. Wir haben schon jetzt eine gute Mannschaft, die nach wie vor um die Meisterschaft mitspielt und wir werden im nächsten Jahr auch wieder oben dabei sein", sagte er und zeigte sich trotz Platz zwei zufrieden mit der bisherigen Entwicklung.

"Wir haben schon mal Phase eins des Umbruchs bewältigt, in dem wir die ganzen jungen Burschen wie Kimmich, Gnabry oder Coman integriert haben, und sie setzen sich in dieser Saison auch sehr gut durch. Phase zwei wird im Sommer ablaufen. Ob dann noch Phase drei notwendig ist, muss man mal abwarten."

Da verwundert es auch kaum, dass Rummenigge diese zurückhaltenden Töne auch beim Duell um die Meisterschaft anschlug. "Wir wollen Dortmund gar nicht jagen, sondern wir wollen einen spannenden Kampf bieten", meinte der 64-Jährige vor dem schweren Auswärtsspiel am Samstag in Leverkusen.

"Das ist die emotionalste Meisterschaft seit langen Jahren. Ich habe großen Respekt vor der Leistung von Borussia Dortmund. Sie haben sechs Punkte Vorsprung und sind stabil, aber trotzdem werden wir versuchen, unsere Spiele zu gewinnen und abwarten, ob wir noch ganz oben anklopfen können."

Werbung
0