Als Fußball-Fan hat man es in Transfer-News wahrscheinlich schon häufig gelesen: Verein XY zahlt für Spieler XY die Ausstiegsklausel in Höhe von XY Millionen Euro, um ihn zu verpflichten.
Aber was genau bedeutet der Begriff Ausstiegsklausel eigentlich? Und wie wird sie festgelegt? GOAL gibt Euch hier einen kleinen Überblick.
Was ist eine Ausstiegsklausel?
Wenn ein Spieler den Verein wechselt oder seinen Vertrag bei seinem aktuellen Klub verlängert, wird in dem neuen Arbeitspapier manchmal eine Ausstiegsklausel verankert. Deren Höhe besagt dann, wie viel Geld ein anderer Verein zahlen muss, um den entsprechenden Spieler vor dessen Vertragsende verpflichten zu können.
Ein Beispiel: Ein Spieler unterschreibt bei seinem derzeitigen Klub einen neuen Vertrag. Dieser ist bis 2026 datiert und als Ausstiegsklausel werden 50 Millionen Euro festgelegt.
Wenn sich nun ein anderer Verein beispielsweise im Sommer-Transferfenster 2024 für diesen Spieler interessiert und ihn in sein Team holen möchte, muss er dafür die Ausstiegsklausel in Höhe von 50 Millionen Euro zahlen, um ihn aus seinem Vertrag herauszukaufen.
Wenn ein Spieler hingegen keine Ausstiegsklausel besitzt, können die Vereine frei über die Ablösesumme verhandeln.
Fußball-Transfers: Was bedeutet die Ausstiegsklausel und muss sie wirklich immer gezahlt werden?
Allen voran beim FC Barcelona machen bei Neuverpflichtungen oder Vertragsverlängerungen immer wieder die extrem hohen Ausstiegsklauseln Schlagzeilen. Zum Beispiel hat Marc-André ter Stegen in seinem noch bis 2025 datierten Kontrakt bei Barça eine Ausstiegsklausel in Höhe von 500 Millionen Euro stehen.
Nun ist ter Stegen natürlich ein Weltklassetorwart - aber 500 Millionen Euro würde wohl kein Verein für ihn bezahlen. Daher ist die Ausstiegsklausel in diesem Fall vielleicht mehr als Abschreckung für andere Vereine zu verstehen, ter Stegen nur sehr schwer aus seinem Vertrag in Barcelona herauskaufen zu können.
Getty ImagesDie Situation rund um Trincao ist ein weiteres Beispiel, das diese Herangehensweise verdeutlicht. Als Barcelona den portugiesischen Offensivspieler 2020 von Braga verpflichtete, stattete man auch ihn mit einer Ausstiegsklausel in Höhe von 500 Millionen Euro aus. Sein Vertrag wurde bis 2025 datiert.
Nun wird Trincao in diesem Sommer, also zwei Jahre vor Vertragsende, aber für lediglich sieben Millionen Euro fest zu Sporting Lissabon wechseln. Vergangene Saison war er bereits an den portugiesischen Topklub verliehen, inklusive der Leihgebühr dafür zahlt Sporting für Trincao nur insgesamt zehn Millionen statt 500 Millionen Euro.
Was ist eine Ausstiegsklausel? Das Beispiel Marc-André ter Stegen
| Beim FC Barcelona seit: | 2014 |
| Vertrag bis: | 2025 |
| Ausstiegsklausel: | 500 Millionen Euro |
