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Afrika-Cup - Malawi-Trainer wettert gegen Bedingungen: "Wäscht Sadio Mane seine Unterhosen selbst?"

15:05 MEZ 25.01.22
Sadio Mane Senegal Africa Cup of Nations 2021
Fußballzwerg Malawi hat es trotz vieler Widrigkeiten in die Runde der letzten 16 geschafft. Trainer Mario Marinica ist wegen der Umstände stinksauer.

Malawis Nationaltrainer Mario Marinica hat mangelnde Chancengleichheit beim Afrika-Cup in Kamerun bemängelt. Der Coach des Außenseiters kritisierte vor dem Achtelfinale gegen Marokko, dass die Top-Nationen deutlich bessere Voraussetzungen hätten, während vermeintliche Underdogs in der Vorbereitung auf ihre Spiele mangelhaft betreut würden.

Malawi, als bester Gruppendritter in der Vorrunde für die Runde der letzten 16 qualifiziert, hat vor dem Duell mit Marokko mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Unter anderem mangelt es wohl an der Grundversorgung mit Lebensmitteln und einige Spieler sowie Teile des Stabs leiden an einer Lebensmittelvergiftung. Zudem soll die schmutzige Wäsche der Teilnehmer im Hotel nicht gewaschen worden sein.

Malawi-Trainer Marinica zieht Mane-Vergleich

Mit Blick auf Senegal-Star Sadio Mane (FC Liverpool) wetterte Marinica bei ESPN: "Sie werden es wohl kaum sehen, dass Sadio Mane seine Unterhosen waschen und zum Trocknen auf einen Busch legen muss." Gambias Nationalmannschaft habe ähnliche Probleme. Es würden "unterschiedliche Standards gelten und Mannschaft werden unterschiedlich behandelt."

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Marinica kündigte eine formelle Beschwerde an und schilderte weitere Missstände: "Ich bekam keine Milch für meinen Kaffee, weil diese erst am nächsten Tag wieder verfügbar sein sollte. Wir werden wie Bürger zweiter Klasse behandelt. Ein Hotelmanager muss das sehen, sich darum kümmern und es nicht zulassen, dass so etwas auf diesem Niveau des Wettbewerbs passiert."

Der rumänische Coach mutmaßte dahinter gar eine Strategie: "Wir reden über Inklusion und wir wollen, dass kleine Mannschaften große Geschichten schreiben. Aber wenn es in die entscheidenden Spiele geht, dann wollen sie nicht uns gegen Cap Verde sehen sondern zum Beispiel Marokko gegen Kanada." Daher müssen die Frage erlaubt sein, warum Benachteiligungen nur den Komoren, Gambia und uns passierten."

Malawi trifft am Dienstag auf Marokko

Im letzten Vorrundenspiel sei Malawi laut Marinica außerdem auch während des Spiels benachteiligt worden. Im Duell mit dem Senegal sei seinen Schützlingen ein klarer Strafstoß verweigert worden und in einer vielversprechenden Situation habe der Schiedsrichter keinen Vorteil gewähren lassen.

Malawi und Marokko stehen sich am Dienstag im Ahmadou Ahidjo Stadium in Yaounde (Anstoß: 20 Uhr) gegenüber. Für den Außenseiter ist es die erste Teilnahme an einem Achtelfinale beim Afrika-Cup.