Real Madrid CF v Villarreal CF - LaLiga EA SportsGetty Images Sport

Zweifel an Liverpools Ibrahima Konate: Real Madrid will seine Abwehr angeblich mit einem Bundesligastar verstärken

Real Madrid mischt nun offenbar intensiv im Werben um Dayot Upamecano vom FC Bayern München mit. Das geht aus einem Bericht des spanischen Radiosenders Cadena SER hervor, der seinen Sitz in Spaniens Hauptstadt hat.

  • WAS IST PASSIERT?

    Demnach würden sich die Königlichen verstärkt mit der Situation des Innenverteidigers auseinandersetzen. Intern soll es inzwischen nämlich Zweifel an Ibrahima Konate geben, der bis zuletzt als Wunschlösung der Blancos für das Abwehrzentrum gegolten hatte. Beim FC Liverpool hatte der Franzose in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen - und befindet sich wie viele andere seiner Mitspieler bei den derzeit kriselnden Reds nicht in bester Verfassung.

    Upamecano wäre wie Konate im Sommer ablösefrei zu haben, sollte er sich mit dem deutschen Rekordmeister nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen können. Zudem pflege der 26-Jährige eine gute Beziehung zu Real-Superstar Kylian Mbappe.

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  • Dayot UpamecanoGetty

    WAS IST DER HINTERGRUND?

    Dem Vernehmen nach sind die Verhandlungen zwischen der Upamecano-Seite und den Bayern schon seit einer ganzen Weile ins Stocken geraten. Während der Stammspieler eine Gehaltserhöhung inklusive üppigen Handgelds fordern soll, wollen die Münchner dies angeblich nicht erfüllen und ihr derzeitiges Angebot im Umkehrschluss nicht noch einmal nachbessern. 

    Die Verantwortlichen um Sportvorstand Max Eberl hatten bereits im vergangenen Sommer die Vorgabe zu erfüllen, die Gehaltskosten zu senken und auf lange Sicht zu stabilisieren. Wie Sky zuletzt berichtete, wolle Upamecano von seinen Bedingungen jedoch nicht abrücken und plane, keine Zugeständnisse an die Bayern zu machen. Finden beide Parteien nicht zusammen, käme es also zu einer Trennung im Sommer. Neben Real soll auch Interesse aus England und von PSG bestehen. 

    Ein Szenario, dass die Bayern eigentlich verhindern wollen. Zumal jenes vor etwas mehr als vier Jahren schon einmal eintrat. Damals wurde bei David Alaba nach monatelangen Verhandlungen keine Einigung in der Gehaltsfrage erzielt. Im Zuge dessen fiel auch ein inzwischen legendäres Zitat von Uli Hoeneß, der Alabas Berater Pini Zahavi damals als "geldgierigen Piranha" bezeichnete. Schließlich kehrte der Österreicher seinem Ausbildungsklub ablösefrei den Rücken - und unterschrieb bei Real. Nun könnte sich die Geschichte wiederholen.

    Kurios: Im Sommer 2026 läuft Alabas Vertrag bei Real aus. Upamecano könnte ihn also in gewisser Hinsicht beerben. Gleiches gilt für Antonio Rüdiger, der nach der laufenden Saison ebenfalls ablösefrei wechseln könnte. Angeblich wollen die Madrilenen mit beiden Verteidigern nicht verlängern.

  • Max Eberl FC Bayern 2025Getty Images

    WIE GEHT ES WEITER?

    Derweil fahnden die Bayern Gerüchten zufolge schon nach potenziellen Nachfolgern Upamecanos. Bereits im Sommer war Marc Guehi von Crystal Palace ein Thema, hätte der angebliche Verkaufskandidat Min-Jae Kim den Verein verlassen. Nachdem der Wechsel des englischen Nationalspielers zum FC Liverpool auf der Zielgeraden geplatzt war, könnte er zur neuen Saison ebenfalls ablösefrei wechseln. Die Reds haben Guehi wiederum als möglichen Konate-Nachfolger im Blick. 

    Darüber hinaus wurden zuletzt Murillo (Nottingham Forest) und Nico Schlotterbeck (BVB) mit dem FCB in Verbindung gebracht. Letzterer stellte zuletzt jedoch klar, dass Borussia Dortmund sein erster Ansprechpartner sei. Der noch bis 2027 laufende Vertrag des DFB-Spielers soll nämlich ebenso verlängert werden. 

    Auf der anderen Seite zeigt die jüngere Vergangenheit auch, dass die Bayern bei Stammkräften in Vertragsverhandlungen durchaus einknicken können. Alphonso Davies erhielt im Februar dieses Jahres bei seiner Verlängerung nach ähnlich zähen Gesprächen letztlich ein Top-Gehalt und üppiges Handgeld, worin unter anderem auch Upamecanos Forderungen begründet sein dürften. 

    Upamecano ist unter Trainer Vincent Kompany inzwischen zum Abwehrchef avanciert und scheint auch den inneren Fehlerteufel besiegt zu haben. Abgesehen von einer Verschnaufpause im DFB-Pokal stand er in neun der bisherigen zehn Pflichtspiele auf dem Platz. Daher hatten Eberl und Co. in den vergangenen Wochen auch immer wieder betont, Upamecano gerne halten zu wollen

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