Nach der deutlichen Niederlage der TSG Hoffenheim gegen den FC Bayern München am Mittwochabend hat Offensivspieler Andrej Kramaric deutliche Kritik an seinem Verein geäußert.
Getty Images"Wir haben so viel Geld investiert, für nichts": Andrej Kramaric zerlegt 1899 Hoffenheim nach dem Debakel beim FC Bayern
WAS WURDE GESAGT?
"Es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich mich so fühle. Wenn es niemand ändert, will ich es versuchen. Wenn ich anfange zu reden, wird jeder zuhören. Ich bin ehrlich und sogar noch soft, denn wenn ich alle Dinge sage, die in meinem Kopf vorgehen, werde ich wahrscheinlich die größte Strafe in der Geschichte der Bundesliga bekommen", begann der Kroate gegenüber ESPN nach der 0:5-Klatsche der TSG gegen den deutschen Rekordmeister.
Danach wurde er deutlich und schimpfte über die aktuellen Vorgänge im Klub: "Nichts funktioniert, seitdem sich im Verein etwas geändert hat. Wir haben so viel Geld investiert, für nichts. Es besteht die Gefahr, dass wir absteigen. Mit einer guten Mannschaft, mit guten Spielern."
Die Niederlage gegen die Bayern sei für ihn daher in dieser Höhe auch keine Überraschung gewesen. Es sei "völlig klar gewesen, dass das passiert", so Kramaric. Der schwache Auftritt gegen die Münchner sei lediglich "ein Spiegelbild dieser Saison, das ist eine einzige Scheiß-Saison."
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WAS IST DER HINTERGRUND?
Mit seiner Kritik spielte Kramaric wohl auch auf die überraschende Personalrochade Ende Juli an, als die komplette sportliche Führung um Alexander Rosen ihren Hut nehmen musste. Mitte November trennte sich die TSG dann auch von Trainer Pellegrino Matarazzo, als Nachfolger installierte der neue Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker den Österreicher Christian Ilzer. Dieser kann allerdings bislang lediglich einen Sieg vorweisen bei drei Unentschieden und sechs Niederlagen.
Die TSG Hoffenheim steckt derzeit in einer schwere sportlichen Krise. Nach 17 Spielen liegt man mit 14 Punkten auf Relegationsplatz 16, aus den vergangenen zehn Spielen holte man nur einen Sieg (ein 4:3 gegen RB Leipzig). Es droht der erste Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte.
Getty ImagesWIE GEHT ES WEITER?
Für die kommenden Wochen erklärte Kramaric, dass er sich noch deutlicher äußern werde, sollten die Missstände nicht angegangen werden. "In der Zukunft werde ich vielleicht härter sein", so der 33-Jährige.

