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"Wir erwarten natürlich 30 Tore": Misere von Serhou Guirassy erinnert Nico Schlot

Die Misere von Serhou Guirassy hat Nico Schlotterbeck nach dem Sieg des BVB über Werder Bremen an eine Leidenszeit erinnert, die er einst selbst durchlebte. Guirassy hatte nach Einwechslung den Treffer zum 3:0-Endstand für Borussia Dortmund erzielt, nachdem er in der Bundesliga zuvor seit Oktober nicht mehr vor dem Tor erfolgreich gewesen und aufgrund seiner schwachen Form in Kritik geraten war. 

  • Schlotterbeck stand vor einigen Jahren scharf in der Kritik

    "Diese Situation, die Serhou hat, hatte ich auch mal vor drei Jahren. Wenn sich viele Leute auf einen einschießen, dann ist es nicht leicht", sagte Schlotterbeck anschließend bei DAZN und spielte dabei vermutlich auf die Zeit nach dem Gruppen-Aus bei der WM in Katar an. Bei der Auftaktniederlage gegen Japan (1:2)  hatte der Innenverteidiger damals unter anderem das zweite Gegentor verschuldet und davon abgesehen eine schlechte Leistung gezeigt.

    Auch vor und nach der Weltmeisterschaft wies Schlotterbeck beim BVB Formschwankungen auf. Inzwischen gehört er zu den besten Verteidigern des Landes und hat aufgrund seiner unklaren Zukunft bei Borussia Dortmund (Vertrag bis 2027) das Interesse von zahlreichen Topklubs auf sich gezogen. Darunter auch der FC Bayern München. 

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  • Serhou GuirassyGetty

    Schlotterbeck zuversichtlich: Knoten bei Guirassy geplatzt?

    Guirassy nahm er wohl auch aufgrund seiner Erfahrungen in Schutz. "Er hat nicht immer schlecht gespielt. Das muss man ein bisschen relativieren. Er ist Stürmer, er hat seine Tore nicht gemacht. Wir erwarten aber auch viel, wir erwarten natürlich 30 Tore. Aber es ist nicht leicht als Stürmer. Du hast manchmal schwere Phasen. Da muss man durch", sagte Schlotterbeck und betonte: "Serhou ist ein Weltklasse-Stürmer. Ich glaube schon, dass es den Knoten gelöst hat. Dann wird er in den nächsten Wochen der Serhou sein, den wir alle lieben."

    Den Treffer zum 1:0 erzielte Schlotterbeck zudem höchstpersönlich nach einem Eckball. Kurz zuvor habe es einen "kurzen Austausch" mit Fabio Silva, der Guirassy in der Startelf ersetzte, gegeben. "Weil irgendeiner nicht auf der Position war. Ich wollte wissen wer. Er meinte, er steht richtig. Dann meinte ich: 'Mach deine Arbeit.' Mein Englisch ist zwar nicht so gut, aber er hat es verstanden", sagte Schlotterbeck. 

  • Nico SchlotterbeckGetty

    Schlotterbecks erster Jubel-versuch misslang

    Der BVB habe es in den vergangenen Wochen "viele" Situationen bei ruhendem Ball trainiert. Aufgrund seiner langen Verletzungspause bis in die laufende Saison hinein sei Schlotterbeck "nicht viel vorne" gewesen. "Ich musste viel absichern wegen meinem Knie. Deswegen Kraft sparen. Aber die letzten Wochen hatte ich ein gutes Gefühl. Ich hätte schon gegen Frankfurt einen machen können. Jetzt habe ich heute einen gemacht. Ich bin extrem froh."

    Anschließend packte Schlotterbeck wie gewohnt seinen Jubel aus, bei dem er seinen Bizeps anspannt. Dafür zog er zuvor sogar seine Kapitänsbinde aus. Zunächst war allerdings etwas anderes geplant. "Ich hab mich für die Knierutsche entschieden, die war nicht so gut. Dann habe ich ihn nochmal gezeigt (den Bizeps-Jubel; Anm. d. Red.). Es macht extrem Spaß gerade, hier Fußball zu spielen."

  • BVB: Die nächsten Spiele von Borussia Dortmund

    •  17. Januar, 15.30 Uhr: BVB - FC St. Pauli (Bundesliga)
    • 20. Januar, 21 Uhr: Tottenham Hotspur - BVB (Champions League)
    • 24. Januar, 18.30 Uhr: Union Berlin - BVB (Bundesliga)
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