Sky-Experte Lothar Matthäus hatte Bayern-Trainer Vincent Kompany vorgeworfen, Thomas Müller mit seinem sehr kurzen Einsatz gegen Celtic gedemütigt zu haben. Nun äußerte sich der betroffene Spieler selbst zu dieser Behauptung.
imago images"Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte er mich natürlich schon früher bringen müssen": Thomas Müller vom FC Bayern reagiert auf die Kritik von Lothar Matthäus gegen Vincent Kompany
WAS WURDE GESAGT?
"Ich bin da mit dem Trainer im ganz guten Austausch und ich habe das absolut nicht so empfunden. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da", stellte Müller nach dem souveränen 4:0-Sieg des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt im Interview mit DAZN klar, gab aber auch zu verstehen: "Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte er mich natürlich schon früher bringen müssen."
Getty ImagesWAS WURDE NOCH GESAGT?
"Wir sind alle hier beim FC Bayern im Kader, um uns in den Dienst des FC Bayern zu stellen", so der Rio-Weltmeister. Der Trainer entscheide "mit bestem Wissen und Gewissen. Wurde bisschen mehr daraus gemacht, aber alles okay. Es gibt solche Spielertypen und solche. Vielleicht war es in den früheren Zeiten so, wenn du zum Zeitschinden verwendet wurdest, dass sich das bei manchen wie eine Demütigung angefühlt hat."
WAS IST DER HINTERGRUND?
Thomas Müller war im Playoff-Rückspiel der Champions League gegen Celtic Glasgow kurz vor Schluss eingewechselt worden und stand bloß 24 Sekunden lang auf dem Platz. Matthäus empfand dies als Demütigung. "Das hat mich traurig gemacht und es tut mir leid für ihn. Ich war schockiert", sagte der Rekordnationalspieler bei Sky.
Kompany reagierte eher gelassen auf die Aussagen von Matthäus. "Ich habe schon oft gesagt, wie wichtig er für uns ist. Wir haben große Namen im Kader. Es geht dabei oft über die, die nicht spielen. Aber für uns geht es darum, wie wir mit den Spielern umgehen. Das ist unser Job. Jeder hat dabei seine Rolle", sagte der Belgier noch auf der Pressekonferenz vor dem Frankfurt-Spiel.
GettyWIE GEHT ES WEITER?
Der FC Bayern konnte mit dem Sieg gegen Frankfurt den Acht-Punkte-Vorsprung auf Bayer Leverkusen wiederherstellen und läuft weiterhin mit großen Schritten dem 34. Meistertitel der Vereinsgeschichte entgegen. Am Freitag wartet in der Bundesliga der VfB Stuttgart.



