Nach seiner Vertragsauflösung beim FC Chelsea Ende Januar hat Raheem Sterling vergangene Woche einen Vertrag bis zum Saisonende bei Feyenoord Rotterdam unterschrieben. Für den 31-jährigen Engländer geht der Tabellenzweite der niederländischen Eredivisie nun ungewöhnliche Wege.
Getty Images SportWeil ihm noch die Arbeitserlaubnis fehlt! Feyenoord Rotterdam ergreift für Star-Einkauf höchst ungewöhnliche Maßnahme
Weil Sterling noch keine gültige Arbeitserlaubnis für die Niederlande besitzt, hat Rotterdams Trainer Robin van Persie kurzerhand für kommende Woche ein Trainingslager im benachbarten Belgien organisiert.
Van Persie erklärte die Maßnahme so: "Das ist im Ausland erlaubt. Wir tun das für ihn, aber ich möchte auch an der Entwicklung unserer Mannschaft arbeiten. Wir können uns gut unterhalten und gemeinsam etwas unternehmen, das Spaß macht."
Getty Images SportSterling schon ein halbes Jahr ohne Spiel
Sterling stand in der laufenden Saison noch kein einziges Mal auf dem Platz. Nachdem Chelsea ihn im August in seine sogenannte "Bomb Squad" voller aussortierter Spieler versetzt hatte, blieb er außen vor. Sein bislang letztes Pflichtspiel absolvierte er im Mai - am Ende einer enttäuschenden Leihe beim FC Arsenal.
Entsprechend vorsichtig äußerte sich van Persie zur sportlichen Planung mit Sterling: "Wir werden jede Woche sehen, wann er für ein Spiel fit ist. Das wird einige Zeit dauern, aber das erscheint mir logisch, da er seit sechs Monaten nicht mehr gespielt hat."
Sterling wurde auch Union Berlin angeboten
In seiner bisherigen Karriere stand Sterling ausschließlich in seinem Heimatland England unter Vertrag. Er stammt aus dem Nachwuchs des FC Liverpool, ehe er lange für Manchester City spielte und vier Meistertitel gewann. Insgesamt erzielte Sterling in 396 Premier-League-Spielen 123 Tore und lieferte 75 Assists.
Sterling strebte schon im Sommer einen Wechsel an, fand aber keinen neuen Klub. Am 28. Januar wurde sein Vertrag mit einem Jahresgehalt von kolportierten rund 19,5 Millionen Euro schließlich im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst.
Anschließend suchte Sterling intensiv nach einem neuen Klub. Im Zuge dessen wurde er auch bei Union Berlin angeboten, wie Sportdirektor Horst Heldt bestätigte. Aus finanziellen Gründen kam ein Transfer aber nicht zustande. Letztlich fiel die Wahl auf Feyenoord.
"Durch meinen Status als ablösefreier Spieler hatte ich zum ersten Mal seit langer Zeit die Möglichkeit, den nächsten Schritt in meiner Karriere gut durchdacht zu machen", sagte Sterling. "Ich habe mir dafür Zeit genommen und mit mehreren Vereinen und ihren Trainern gesprochen. Das habe ich getan, um genau zu verstehen, welche Rolle sie für mich vorgesehen hatten, und um sicherzugehen, dass ich bei einem neuen Verein wirklich einen Mehrwert bieten kann."
(C)Getty ImagesRaheem Sterling: Seine Karrierestationen
- 2012 bis 2015: FC Liverpool
- 2015 bis 2022: Manchester City
- 2022 bis 2026: FC Chelsea
- 2024 bis 2025: FC Arsenal (Leihe)
- seit 2026: Feyenoord Rotterdam

