"Unter Laporta kommt er nicht zurück": Präsidentschaftskandidat beim FC Barcelona will "Brücke" zu Lionel Messi wieder aufbauen
Messis Abschiedsspiel in Barcelona steht immer noch aus. Ein Präsidentschaftskandidat äußert sich zu diesem heiklen Thema.
Victor Font, einer von aktuell fünf Kandidaten für das Präsidenten-Amt beim FC Barcelona, hat über sein Verhältnis zu Lionel Messi gesprochen. Der Argentinier verließ die Blaugrana 2021 überraschend und wartet immer noch auf ein Abschiedsspiel, das ihm und den Fans unter anderem der amtierende Präsident Joan Laporta versprochen hat.
Font verriet seine persönliche Beziehung zu Messi und stellte sich selbst als besser geeigneten Kandidaten dar, um eine Rückkehr des Argentiniers zu ermöglichen. Im November hatte Messi mit einem Video aus dem sich noch im Umbau befindlichen Camp Nou in Barcelona überrascht. Mit den Barca-Verantwortlichen war diese Aktion jedoch nicht abgesprochen.
Víctor Font
Font will Messi im Falle eines Wahlerfolgs sofort kontaktieren
Victor Font hatte zuvor schon verraten, dass Messi die erste Person wäre, die er anrufen würde, wenn er die Wahl gewinnt. Er sagte nun bei RAC1: "Ich habe seine Telefonnummer nicht, aber eine aus seiner Familie. Wir haben ein Projekt, um Brücken wieder aufzubauen. Wir haben schon mit seinem engsten Kreis gesprochen. Ich habe ihn nicht gebeten, sich für mich auszusprechen. Denn was ich nicht tun werde, ist, die Mitglieder zu täuschen, indem ich Messi benutze, so wie Laporta es im Wahlkampf schon getan hat. Was klar ist, ist: Unter Laporta kommt er nicht zurück."
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Font will ohne Deco weitermachen
Der Kontakt zu Messi soll aus Fonts Sicht wieder deutlich intensiver werden - und auch bei den aktuell sportlich Verantwortlichen will er etwas ändern: "Mein Trainer wird weiter Hansi Flick sein, aber Deco wird nicht mein Sportdirektor sein. Wir werden sicherstellen, dass die bestehende Struktur besser zu Hansi Flick passt", verkündete er.
AFP
Barca-Trainer Hansi Flick unterstützt Deco
Deco unterschrieb 2023 einen Dreijahresvertrag als Sportdirektor des FC Barcelona und arbeitet mit Flick zusammen, nachdem der deutsche Trainer 2024 Xavi ersetzte hatte. Gemeinsam gewannen sie schon zwei spanische Supercup-Titel, LaLiga und auch die Copa del Rey.
Flick wurde am Freitag während der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Mallorca auch nach Deco gefragt - und unterstützte den Sportdirektor mit seinen Worten. Er sagte: "Ich bin glücklich über die Situation mit Deco. Wir vertrauen uns gegenseitig, wir glauben aneinander. Wir suchen nach den gleichen Spielern, der gleichen Spiel-Philosophie. Er lässt uns in Ruhe arbeiten. Das ist das Wichtige. Wir haben Ruhe bei dem, was wir tun müssen, was notwendig ist. So etwas hatte ich noch nie. Das weiß ich sehr zu schätzen."
Die nächsten Spiele des FC Barcelona
07.02., 16.15 Uhr: Real Mallorca (H)
12.02., 21 Uhr: Atletico Madrid (A)
16.02., 21 Uhr: Girona (A)
22.02., 16.15 Uhr: Levante (H)
Häufig gestellte Fragen
Messi ist im Sturm zuhause – meistens als hängende Spitze oder auf der rechten Seite. Seine Rolle verändert sich je nach System, doch überall gilt: Er ist das kreative Zentrum im Angriff.
Er wurde am 24. Juni 1987 in Rosario, Argentinien geboren – dort, wo auch seine ersten Schritte im Fußball begannen.
Die Nummer 10 begleitet ihn durch fast seine gesamte Karriere. Ob bei Barcelona, PSG, der argentinischen Nationalmannschaft oder in Miami – sie ist längst ein Markenzeichen geworden.
Messi wird mit 1,70 m Größe angegeben – und macht mit seinem tiefen Körperschwerpunkt das, was viele Größere nicht können. Nämlich blitzschnell die Richtung wechseln, durch enge Räume tanzen, Tore vorbereiten und selbst abschließen.
Sein Gewicht liegt bei etwa 72 Kilogramm – eine stabile, sportliche Basis für seine Beweglichkeit und Ausdauer.
Messi trägt in der Regel Größe EU 42. Exakt bestätigt ist das selten, aber diese Größenangabe gilt als am wahrscheinlichsten.
Messi ist Linksfuß – einer der besten aller Zeiten. Aber auch mit rechts trifft er, wenn's sein muss. Er nutzt beide Füße – sein linker bleibt trotzdem die Magiequelle.
Messi startete bei Newell's Old Boys in Rosario. 2000 wechselte er als 13-Jähriger zur Jugend des FC Barcelona – der Rest ist Fußballgeschichte.
Er lebt offiziell in Barcelona, auch wenn er derzeit für Inter Miami spielt. In der Vergangenheit hatte er Wohnsitze in Paris, Miami und an der spanischen Küste – Familie und Fußball bestimmen oft, wo er gerade zuhause ist.
Messis Sammlung ist legendär: Ein seltener Ferrari 335 S Spider Scaglietti, ein Pagani Zonda Tricolore, Maserati, Range Rover, Cadillac Escalade – Messi liebt Stil, aber fährt im Alltag oft eher unauffällig.
Nein. Deutsch gehört nicht zu seinen Sprachen. Er spricht Spanisch, versteht auch Katalanisch – und mit Englisch hat er sich in Interviews meist zurückgehalten.
Messi ist Vater von drei Söhnen: Thiago, Mateo und Ciro – ein fester Teil seines Lebens, regelmäßig zu sehen bei Spielen, Events oder auf Social Media.
Messi ist verheiratet mit Antonela Roccuzzo. Die beiden kennen sich seit Kindheitstagen.
Sein geschätztes Vermögen liegt laut Forbes bei rund 930 Millionen Euro. Damit zählt Messi zu den bestverdienenden Sportlern weltweit.
Aktuell steht er bei 45 Mannschaftstiteln – das ist Rekord. Er krönte sich zum Meister, Pokalsieger, doch vor allem triumphierte er in der Champions League, Copa America sowie als Weltmeister 2022.
Messi hat den Ballon d'Or achtmal gewonnen – mehr als jeder andere Spieler in der Geschichte.
Auch hier steht er ganz oben – mit acht Auszeichnungen als FIFA-Weltfußballer.
Sein bekanntester Spitzname ist "La Pulga", spanisch für "Der Floh". Zusätzlich zu dieser Anspielung auf seine Größe und seine wendigen Bewegungen hört man auch oft "The GOAT" – das steht für "Greatest of All Time".