Während Ryan Gravenberch beim englischen Meister FC Liverpool aus der Startelf gar nicht mehr wegzudenken ist, blieb ihm der Durchbruch beim FC Bayern stets verwehrt. Dies soll man in München mittlerweile bereuen.
GettyThomas Tuchel gab ihm kaum Chancen: FC Bayern bereut angeblich einen 40-Millionen-Euro-Transfer
WAS IST PASSIERT?
Wie es im Bild-Podcast 'Bayern Insider' heißt, sei man sich an der Säbener Straße durchaus im Klaren gewesen sein, welches Potenzial in Gravenberch steckt. Doch um sich weiterzuentwickeln, habe er Spielpraxis benötigt, die er beim FC Bayern so nie bekommen hätte.
Demnach habe der damalige Bayern-Trainer Thomas Tuchel den Niederländer eher in der Zehnerrolle oder als offensive Acht gesehen und nicht auf der Sechs, wo er von Arne Slot in Liverpool eingesetzt wird.
DIE TRANSFERGESCHICHTE:
Ryan Gravenberch war im Sommer 2022 von Ajax Amsterdam zum deutschen Rekordmeister gewechselt, konnte sich dort jedoch nie wirklich durchsetzen. Nur ein Jahr später zog es ihn für 40 Millionen Euro weiter zum FC Liverpool. Für den Premier-League-Champion bestritt der 22-Jährige in der laufenden Saison 46 Pflichtspiele - und stand in jedem einzelnen davon von Beginn an auf dem Platz.
Getty Images SportWAS WURDE GESAGT?
Ginge es nach Marco Neppe, ehemaliger Technische Direktor des FC Bayern, hätte man Gravenberch wohl nicht wieder abgegeben. "Ehrlich gesagt, haben wir nie an seinen Qualitäten gezweifelt. Wir wussten, dass er es eines Tages zeigen würde. Wir sahen genau das, was er jetzt bei Liverpool zeigt. Aber manchmal braucht man eben Geduld. Auch seine erste Saison bei Liverpool war nicht einfach", sagte der 38-Jährige erst jüngst in einem Interview mit Sky.
WAS IST DER HINTERGRUND?
Mit Blick auf die Situation der Bayern in Bezug auf die Sechser-Position ist Gravenberch ein Spieler, den man aktuell wohl sehr gerne im Kader hätte. Mit Joao Palhinha holte man im vergangenen Sommer einen neuen defensiven Mittelfeldspieler für satte 50 Millionen Euro, der jedoch nicht zu überzeugen weiß und wohl wieder verkauft werden soll. Dazu fehlt Aleksandar Pavlovic oft verletzungs- bzw. krankheitsbedingt. In der Rückrunde setzte Trainer Vincent Kompany daher meistens auf Joshua Kimmich und Leon Goretzka auf der Sechs.



