Am Sonntag empfängt Paris Saint-Germain Olympique Marseille im heimischen Parc des Princes. Bei der Gastmannschaft wird Adrien Rabiot auf dem Feld stehen und nicht sonderlich freundlich von den Heimfans empfangen werden. Mitarbeiter von PSG bereiten sich bereits auf einen Spielabbruch vor.
Getty Images"Seine Mutter wird ein Ziel sein": Paris Saint-Germain warnt vor Spielabbruch wegen Adrien Rabiot
AFPWAS WURDE GESAGT?
Gegenüber der französischen LÉquipe erzählte ein anonymer Mitarbeiter von Paris Saint-Germain, worauf sich intern bereits vorbereitet werden muss: "Wir wurden gebeten, für den schlimmsten Fall zu planen. Der Worst Case: Ein kompletter Abbruch des Spiels aufgrund von verwerflichen Gesängen oder Spruchbändern. Andernfalls planen wir mit einer kurzen Unterbrechung."
Grund zur Sorge ist die Partie am Sonntag von PSG gegen Olympique Marseille. In dem hasserfüllten Duell sind schon seit 2015 keine Gästefans mehr zugelassen. Dennoch herrscht bei der Heimmannschaft große Sorge vor einem Spielabbruch. Das hängt vor allem mit einem Mann zusammen: Adrien Rabiot wird bei den Gästen erstmals als Spieler von Olympique im Parc des Princes auflaufen.
AFPWAS IST DER HINTERGRUND?
Rabiot ist in einem Vorort von Paris geboren und debütierte als Profi bei PSG. 2019 verließ er den Club nicht im Guten. Schlimmer noch aus Perspektive der PSG-Fans: Vergangenen September schloss er sich dem Rivalen aus Marseille an.
"Die Rückkehr von Rabiot ist besorgniserregend. Die Fans haben lange auf die Gelegenheit gewartet, ihn auf ihre Art und Weise zu begrüßen", zeigte sich der Angestellte von PSG besorgt. Dabei könnten es die Anhänger nicht nur auf Rabiot selbst abgesehen haben: "Wir wissen auch, dass seine Mutter ein Ziel sein wird."
Veronique Rabiot ist auch die Beraterin ihres Sohnes und gilt als eine der härtesten Agentinnen im Fußball. Sie soll bereits mehrfach durch unprofessionelles Verhalten und Aussagen in der Öffentlichkeit polarisiert haben und so manchen potenziellen Arbeitgeber ihres Sohnes mit völlig überzogenen Forderungen vergrault haben. So war Rabiot vor der laufenden Saison sogar mehrere Monate vereinslos.
"Das ist das Ergebnis der Inkompetenz der Leute, die ihn dorthin geführt haben. Er wird von seiner Mutter beraten, und das ist der Beweis dafür, dass es gut ist, sich von Profis vertreten zu lassen", erklärte Spielerberater Bruno Satin erst im Sommer bei RMC Sport: "Wenn er einen Profi an seiner Seite gehabt hätte, wäre er jetzt bei einem der zehn besten Klubs in Europa." Stattdessen spielt er nun für Marseille, was er einst als PSG-Eigengewächs eigentlich für immer ausgeschlossen hatte. "Dieses Trikot eines Tages tragen? Das ist nicht möglich", sagte Rabiot damals der Zeitung La Provence..
Paris selbst versucht einem Abbruch bereits entgegenzuwirken. Um mögliche Gesänge und Spruchbänder möglichst einzudämmen, hat der Verein bereist eine Sensibilisierungskampagne gestartet. Auch die Ultras sollen persönlich Gespräche mit anderen Fans geführt haben, damit keine homefeindlichen Gesänge angestimmt werden. Die öffentlichen Behörden warnten zuvor, dass das Spiel bei homefeindlichen Gesängen unterbrochen werden könnte.
DIE TRANSFERGESCHICHTE
Sieben Jahre hatte Rabiot bei den Profis von PSG gespielt, bevor er sich 2019 Juventus Turin in Italien anschloss. Nach fünf Spielzeiten bei Juve kehrte der mittlerweile 29-Jährige nach Frankreich zurück und trägt nun das Trikot von Olympique Marseille.
In der aktuellen Saison kommt der Mittelfeldspieler in 14 Ligaeinsätzen auf 2 eigene Treffer. Marseille ist derzeit mit deutlichem Rückstand hinter PSG Tabellenzweiter.



