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"Sehe ich ein bisschen anders": Jürgen Klopp kontert Kritik von FC Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß

Jürgen Klopp, Global Head of Soccer von Red Bull, hat auf die Kritik von Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß an seiner Rolle beim Brausehersteller reagiert.

  • "Ich respektiere Uli Hoeneß ja schon immer aufs Allerhöchste, seine Meinung erst recht. Aber seine Meinung muss ja nicht immer deckungsgleich mit meiner sein. Und in dem Fall sehe ich es ein bisschen anders (…)", sagte Klopp zu Bild.

    Hoeneß hatte im Bild-Interview Klopps Rolle beim Red-Bull-Konzern kritisch bewertet. "Das ist für mich keine Rolle, die zu ihm passt. Jürgen Klopp muss auf dem Fußballplatz stehen, das ist keiner, der für Vorträge durch die Welt fliegt. Seine größte Stärke ist das Zwischenmenschliche, wie er die Spieler pushen kann. Aber wie willst du in Leipzig etwas pushen, wenn du schon wieder in Salzburg bist und dann nach Brasilien fliegst?"

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  • HoeneßGetty Images

    Jürgen Klopp ist seit 2025 bei Red Bull

    Klopp ist seit Anfang 2025 beim österreichischen Getränkehersteller angestellt. Zuvor war er jahrzehntelang äußerst erfolgreich als Trainer tätig: 2001 übernahm er beim FSV Mainz 05 das Amt – noch während seiner aktiven Spielerzeit – und prägte die Nullfünfer bis 2008. Anschließend wechselte er zu Borussia Dortmund, wo er unter anderem zweimal die Meisterschaft gewann. 2015 ging er zum FC Liverpool, gewann dort die Champions League und später auch die Premier League.

    Hoeneß ist überzeugt, dass Klopps Trainerkarriere noch lange nicht beendet ist, sieht in dem 58-Jährigen sogar einen potenziellen künftigen Trainer der deutschen Nationalmannschaft. "Das kann ich mir gut vorstellen. Ich schätze ihn sehr, sehe ihn aber nur als Trainer und nichts anderes", verriet er. 

  • Jürgen Klopp: Seine Trainerstationen im Überblick

    • 2001 bis 2008 - Mainz 05
    • 2008 bis 2015 - Borussia Dortmund
    • 2015 bis 2024 - FC Liverpool

Häufig gestellte Fragen

Jürgen Klopp wurde am 16. Juni 1967 in Stuttgart geboren.

Ja, Jahre bevor Jürgen Klopp als Trainer zur Legende wurde, war er selbst als Fußballer aktiv. Seine Laufbahn begann 1972 in der Jugend des SV Glatten.

Klopps Karriere im Herrenfußball begann 1986 beim TuS Ergenzingen. Bis zu seinem Karriereende im Jahr 2001 stand er unter anderem beim 1. FC Pforzheim, den Amateuren von Eintracht Frankfurt, Viktoria Sindlingen, Rot-Weiss Frankfurt sowie – am längsten – beim 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag. Für die Mainzer spielte er von 1990 bis 2001.

Jürgen Klopp zählt zu den erfolgreichsten Trainern Deutschlands. Als Cheftrainer von Borussia Dortmund wurde er in den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12 Deutscher Meister. Zudem gewann er 2011/12 den DFB-Pokal sowie 2013 und 2014 den DFL-Supercup (heute: Franz Beckenbauer Supercup). Mit dem FC Liverpool sicherte er sich 2019/20 die englische Meisterschaft und die FIFA Klub-Weltmeisterschaft. In seinem Trophäenschrank stehen außerdem zwei englische Ligapokale und ein FA Cup. Den Höhepunkt seiner Trainerkarriere markierte der Gewinn der UEFA Champions League mit Liverpool in der Saison 2018/19. Insgesamt kommt Klopp auf 13 Titel als Trainer.

Klopp hat die Champions League einmal in seiner Karriere gewonnen - 2018/19 mit dem FC Liverpool.

Im Laufe seiner Karriere hatte Klopp das Privileg, zahlreiche Superstars zu trainieren. Zu den bekanntesten zählen wohl Robert Lewandowski, Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Mohamed Salah, Sadio Mane und Virgil van Dijk.

Laut mehreren Quellen (Forbes, IMDB) beläuft sich Klopps geschätztes Vermögen auf rund 50 Millionen Euro.

Jürgen Klopp ist Vater eines Sohnes namens Marc, der 1988 geboren wurde. Marc stammt aus Klopps erster Ehe und war selbst als Fußballer aktiv – unter anderem bei Borussia Dortmund II und Darmstadt 98.

Er ist seit 2005 mit Ulla Sandrock verheiratet. Zuvor war er mit Sabine Klopp liiert.

Für seine beiden äußerst erfolgreichen Spielzeiten mit dem FC Liverpool wurde Klopp 2019 und 2020 zum FIFA-Welttrainer des Jahres gekürt.

"Kloppo" ist der gebräuchlichste Spitzname des heutigen Global Head of Soccer bei Red Bull. Der Spitzname "The Normal One" wird deutlich seltener verwendet. Diesen Titel gab Klopp sich selbst bei seiner Vorstellung im Jahr 2015 beim FC Liverpool – als Anspielung auf Jose Mourinhos berühmtes "The Special One"-Interview –, um seine Bodenständigkeit und Authentizität zu unterstreichen.

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