Präsident Joan Laporta vom FC Barcelona ist durchaus bekannt für Sticheleien gegen Erzrivale Real Madrid. Neues Streitthema und Ausgangspunkt für Provokationen ist der späte Elfmeter für Real beim 2:1-Sieg gegen Rayo Vallecano am vergangenen Spieltag.
getty"Rayo Vallecano wurde unfair behandelt": Barcelonas Präsident Joan Laporta schießt wegen Ereignisse des Wochenendes gegen Real Madrid
In einem bei Social Media kursierenden Video wird Laporta bei einer Veranstaltung nach seiner Einschätzung zum Strafstoß für Real gefragt. Der 63-Jährige reagierte grinsend mit nur einem Wort - "Schwalbe" - und unterstrich seine Meinung mit einer entsprechenden Geste.
Real hatte am vergangenen Wochenende beim Ligaspiel gegen Vallecano beim Stand von 1:1 in der achten Minute der Nachspielzeit in der zweiten Halbzeit einen Foulelfmeter zugesprochen bekommen. Rayo-Verteidiger Nobel Mendy hatte beim Versuch, im Strafraum den Ball zu klären, das Spielgerät komplett verfehlt und beim Ausholen Reals Brahim Diaz am Oberkörper getroffen. In der Folge entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, den Kylian Mbappe souverän zum 2:1-Endstand verwandelte.
Laporta: "Rayo Vallecano wurde unfair behandelt"
Für Aufregung bei Laporta sorgte beim Spiel zudem die lange Nachspielzeit. "Ich habe das Spiel Real Madrid gegen Rayo Vallecano gesehen. Ich weiß nicht, wo diese neun oder zehn Minuten Nachspielzeit herkamen. Ich habe Szenen gesehen, in denen Spieler sich im Strafraum fallen ließen, so taten, als wären sie gefoult worden - dafür hätte es eine Karte geben müssen. Ich hatte das Gefühl, dass Rayo Vallecano unfair behandelt wurde", sagte er gegenüber der spanischen Zeitung As.
Laporta setzte seine Tirade fort und erwähnte den TV-Sender der Madrilenen, der sonst so oft dafür verwendet wird, Schiedsrichter öffentlich anzugreifen - dieses Mal jedoch schweigt. "Wir sprechen hier über einen Klub, der einen eigenen Fernsehsender hat, um irrelevante Vorwürfe zu verbreiten und ständig zu behaupten, die Schiedsrichter seien permanent gegen sie voreingenommen. Und jetzt sagen sie nichts? Was sagen sie jetzt? Jetzt betrifft es ihr Team nicht? Haben sie das überhaupt alles analysiert? Sie müssen sich zusammenreißen."
Laporta weiter: "Wir verstehen, dass solche Dinge passieren können, aber nicht, dass es immer nur in eine Richtung geht. Wir hoffen, dass solche Situationen korrigiert werden, weil sie sehr offensichtlich sind. Ich sage das konstruktiv, denn manchmal machen sie auch Fehler zu unseren Gunsten."
Laporta: Beziehung zu Real Madrid "vollständig zerbrochen"
Sticheleien zwischen Barca und den Blancos sind nichts Neues. Als erfolgreichste Klubs Spaniens liefern sich die Rivalen nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits davon immer wieder hitzige (Wort-) Gefechte. Zuletzt kritisierte Laporta das Verhalten von Mbappe nach Reals Niederlage in der spanischen Supercopa gegen die Katalanen. Umgekehrt feuern die Blancos im Zuge des Negreira-Skandals regelmäßig verbale Angriffe in Richtung Barcelona ab.
Laporta gab neulich zu, dass die Beziehung zu Real an einem neuen Tiefpunkt angelangt sei. "Es gab schon immer verschiedene Probleme, die dafür gesorgt haben, dass wir uns weiter voneinander entfernt haben. Wir waren schon zuvor erbitterte Rivalen, doch inzwischen ist eine Situation entstanden, in der die Beziehungen vollständig zerbrochen sind."
In der Liga liefern sich die beiden Spitzenteams derzeit ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem Barcelona mit nur einem Punkt Vorsprung führt. Während die Katalanen am Samstag RCD Mallorca empfangen, gastiert Real Madrid am Sonntag beim FC Valencia.
LaLiga: Die aktuelle Tabelle nach 22 Spieltagen
- Platz - FC Barcelona, 55 Punkte (22 Spiele)
- Platz - Real Madrid, 54 Punkte (22 Spiele)
- Platz - Atletico Madrid, 45 Punkte (22 Spiele)



