Das spanische Schiedsrichter-Komitee "Comite Tecnico de Arbitros" (CTA) hat 51 Einsätze des Video Assistant Referee analysiert und dabei offengelegt, wie die Klubs in LaLiga bisher bevor- und benachteiligt wurden. Auch Real Madrid, Stadtrivale Atletico Madrid und der FC Barcelona waren von den strittigen Entscheidungen betroffen.
AFPOffizielles Schiri-Komitee gesteht: Real Madrid vom VAR benachteiligt - ausgerechnet Rivalen profitieren
Das CTA gestand aufgrund der Analyse zehn Fehlentscheidungen ein. Am meisten profitierte davon Atletico Madrid. Gegen Deportivo Alaves (1:1) erzielte Guiliano Simeone ein Tor, das nicht hätte zählen dürfen. Der VAR übersah eine klare Abseitsposition. Zudem griff Koke im Duell mit Rayo Vallecano Keeper Augusto Batella klar an den Hals und sah trotzdem nur eine Gelbe Karte, obwohl er einen Platzverweis hätte sehen müssen.
Rayo wurde dem Bericht nach sogar noch ein weiteres Mal benachteiligt. Auch Espanyol Barcelona, Celta Vigo, Athletic Club und RCD Mallorca hatten ebenfalls "Pech" bei den Fehlentscheidungen des Videoassistenten.
Während Atletico doppelt profitierte, hatten der FC Barcelona und Real Sociedad bisher nur "Glück". Bilbao, Alaves, Mallorca und Rayo profitierten ebenfalls schon.
Getty Images SportReal Madrid kritisiert spanische Schiedsrichter immer wieder scharf
Nur unter den benachteiligten Teams zu finden: Real Madrid. Dabei steht der vielfach diskutierte Platzverweis gegen Dean Huijsen im Mittelpunkt.
Der Innenverteidiger war gegen Real Sociedad vom Feld geflogen, nachdem er angeblich eine Notbremse begangen hatte. Kurz darauf erklärte der Schiri-Verband, dass es sich dabei um eine Fehlentscheidung gehandelt hatte. Trotz des Eingeständnisses wurde er für ein Spiel gesperrt, was der Youngster ironisch in den sozialen Medien kommentierte. Auch Reals Coach Xabi Alonso war angesichts der Schiedsrichterleistung fassungslos.
Real ist in dieser Saison immer wieder in Streitigkeiten mit den Schiedsrichtern verwickelt. Zuletzt erreichte die Kritik ein neues Level, insbesondere der hauseigene TV-Sender Real Madrid TV schoss scharf nach dem Auswärtssieg bei Deportivo Alaves scharf: "Das ist nicht länger menschliches Versagen, dafür gibt es eine andere Bezeichnung. Die Entscheidung ist klar: Es wurde nicht gepfiffen, weil Garcia Verdura und Gonzales Fuertes es nicht wollten. Negreias Söhne sind weiter da draußen und sie beugen noch immer die Regeln."
Aktuelle Tabelle der LaLiga
- Platz 1: FC Barcelona (46 Punkte, 51:20 Tore)
- Platz 2: Real Madrid (42 Punkte, 36:16 Tore)
- Platz 3: Atletico Madrid (37 Punkte, 33:16 Tore)
- Platz 4: Villarreal (35 Punkte, 31:15 Tore)
- Platz 5: Espanyol Barcelona (33 Punkte, 22:17 Tore)