Trotz der Ausgaben in Rekordhöhe im Sommer ist Trainer Arne Slot nicht gänzlich mit seinem Kader beim FC Liverpool zufrieden. Nach dem 3:0-Sieg in der Champions League gegen Olympique Marseille jammerte der Niederländer über die mangelnde Breite und die dadurch fehlenden Rotationsmöglichkeiten.
Getty Images SportObwohl der FC Liverpool noch nie so viel Geld wie in diesem Sommer für neue Spieler ausgab: Arne Slot klagt über seinen Kader
Slot: "Unser Kader ist nicht so groß wie der der anderen"
"In den letzten 13 Spielen lagen wir nur 54 Minuten lang zurück. Wir haben mehrfach geführt. Wir mussten mit denselben Spielern spielen. Unser Kader ist nicht so groß wie der der anderen", sagte Slot und ergänzte: "Ich glaube nicht, dass das wirklich so ist, aber man weiß ja nie: Die Tatsache, dass jedes Mal dieselben Spieler auflaufen, könnte unseren Energiemangel in bestimmten Spielen erklären, in denen wir Gegentore kassiert haben."
Dabei nahm Liverpool im Sommer so viel Geld wie noch nie für neue Spieler in die Hand. Für Alexander Isak gingen allein 145 Millionen Euro über die Ladentheke, der damit zum Rekordeinkauf der Reds avancierte. Der Schwede fehlt allerdings noch eine ganze Weile nach seinem Wadenbeinbruch.
In Forian Wirtz (125 Mio. Euro), Hugo Ekitike (95 Mio.), Milos Kerkez (46,5 Mio.), Jeremie Frimpong (40 Mio.) und Giovanni Leoni (31 Mio.) wechselten fünf weitere hochpreisige Neuzugänge an die Anfield Road, die abgesehen von Leoni (Kreuzbandriss) auch alle fit sind. Das Lazarett wurde durch die schwere Verletzung von Rechtsverteidiger Conor Bradley zuletzt aber nochmal prominenter.
Getty Images SportSlot wechselte gegen Marseille nur zweimal
Abgesehen von der Innenverteidigung und rechten Abwehrseite hat Slot aber genügend Möglichkeiten, seinen Spielern eine Pause zu gönnen. Das Problem: Nicht alle Spieler befinden sich in Topform. Nach dem gewaltigen Durchhänger im Herbst stellt sich Liverpools Startelf derzeit mehr oder weniger von selbst auf. Gegen Marseille nahm der 47-Jährige wohl auch deshalb nur zwei Wechsel vor.
Zudem sind die Reds seit 13 Partien ungeschlagen, darunter tummeln sich jedoch auch sechs Remis. Der Sieg gegen Marseille war derweil wichtig für die direkte Achtelfinal-Qualifikation.
Die Playoffs zu vermeiden sei "von Anfang an das Ziel gewesen", stellte Slot dar. Derzeit rangiert der LFC auf Platz vier. Am letzten Spieltag würde gegen Qarabag Agdam höchstwahrscheinlich schon ein Remis reichen, um zu den besten acht Teams der Ligaphase zu gehören.
Die nächsten Spiele des FC Liverpool im Überblick
- 24. Januar (18.30 Uhr), Premier League: AFC Bournemouth (A)
- 28. Januar (21 Uhr), Champions League: Qarabag Agdam (H)
- 31. Januar (21 Uhr), Premier League: Newcastle United (H)



