Der FC Bayern München trifft in der Nacht auf Samstag im Rahmen des zweiten Gruppenspiels bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft auf den argentinischen Traditionsverein Boca Juniors. Mit Sportvorstand Max Eberl wird einer der Bayern-Bosse voraussichtlich nicht vor Ort sein, da er die USA offenbar verlassen hat.
GettyNach zuletzt mehreren Transfer-Rückschlägen: Bayern-Boss Max Eberl vorzeitig von der Klub-Weltmeisterschaft abgereist
WAS IST PASSIERT?
Wie die Bild und Sky berichten, ist der 51-Jährige bereits in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch zurück nach Deutschland geflogen. Der Grund dafür sollen wichtige Transfergespräche sein, die er in der Heimat führen müsse.
WAS IST DER HINTERGRUND?
Um dafür bestmöglich vorbereitet zu sein, soll sich Eberl während seines Aufenthalts in Orlando bemüht haben, so gut wie möglich den mitteleuropäischen Zeitrhythmus einzuhalten und stellte sich täglich den Wecker auf 5 Uhr. Für Gespräche mit potenziellen Neuzugängen sowie persönliche Treffen mit ihnen und deren Beratern möchte der Sportvorstand nun jedoch direkt vor Ort in Europa sein, heißt es in der Bild. Wann er wieder zurückkehren könnte, sei noch unklar.
WAS WURDE GESAGT?
"Wofür er jetzt abgereist ist, weiß ich nicht genau", sagte der Trainer Vincent Kompany auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Boca Juniors. "Die Transferperiode ist noch geschlossen", so der Belgier: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass da was Unglaubliches passiert, wenn noch nichts passieren darf. Bis zum 1. Juli habe ich eigentlich noch keine Hoffnungen, dann sehen wir."
Getty Images SportWUSSTEST DU?
Eberl bastelt aktuell an einem Kader für die Saison 2025/26. Nachdem der deutsche Rekordmeister bereits eine Absage von Bayer Leverkusens Florian Wirtz kassiert hatte und Nico Williams (Athletic Bilbao) offenbar eher zu einem Wechsel zum FC Barcelona als zum FC Bayern tendiert, steht Eberl unter Druck, einen neuen Außenbahnspieler zu holen. Vor allem, nachdem Leroy Sane die Münchner für Galatasaray Istanbul verlassen hat.
gettyWAS WURDE GESAGT?
Bradley Barcola von Paris Saint-Germain gilt inzwischen als Favorit für die Offensive, doch weder der Spieler noch der Champions-League-Sieger zeigen großes Interesse an einem Wechsel. Deshalb rät Bayern-Legende Stefan Effenberg, den Fokus auf Nick Woltemade zu legen: "Das ist ein Spielertyp, über den sich Bayern München schon heute Gedanken machen sollte", sagte er gegenüber der Sport Bild. "Er ist gemacht für hohe Ambitionen."
In der abgelaufenen Saison etablierte sich Woltemade als Schlüsselspieler beim VfB Stuttgart und feierte mit dem Team den Gewinn des DFB-Pokals. Im Juni gab er sein erstes Länderspiel für die deutsche A-Nationalmannschaft. Momentan kämpft er mit der U21-Auswahl um den Europameister-Titel. Sein Vertrag beim VfB ist bis Sommer 2028 datiert.

