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"Muss man sich viele Gedanken machen": Oliver Kahn erklärt, warum sich Florian Wirtz nicht für den FC Bayern München entschied

Im Interview mit Sky hat Oliver Kahn erklärt, warum Liverpool im Vergleich mit dem FC Bayern München für Florian Wirtz die attraktivere Wahl war.

  • WAS IST PASSIERT?

    Die Torhüter-Legende war zunächst überrascht, dass sich Wirtz gegen den FCB und für die Reds entschied: "Im ersten Moment hat mich das schon ein bisschen nachdenklich gemacht, aber wir kennen das aus der Vergangenheit." Zu Kahns aktiver Zeit hätten die Spieler die italienische Serie A der Bundesliga in Deutschland vorgezogen. Heute sei die Premier League das Wunschziel für Topspieler. Für Kahn ein Anlass, sich Sorge um die Attraktivität der Bundesliga zu machen: "Ist die Bundesliga noch attraktiv genug für solche Spieler? Ich meine, Bayern ist in den letzten 13 Jahren zwölfmal Meister geworden. Ich glaube, da muss man sich auch viele Gedanken machen, dass das einfach wieder anders wird."

    Laut dem 56-Jährigen sei das deutsche Oberhaus zwar noch immer eine "gigantische Institution", die mit vielen Toren und einem hohen Zuschauerschnitt für Begeisterung sorgt, jedoch international in den letzten zehn Jahren im Vergleich mit England und Spanien den Anschluss verloren hat. Deutschlands Titelausbeute sei "halt schon sehr dürftig".

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  • SV Werder Bremen v FC Bayern München - BundesligaGetty Images Sport

    WAS WURDE GESAGT?

    "Wenn ich Spieler bin, ist die Premier League die attraktivste Liga. Sportlich, wirtschaftlich und medial", fasste Kahn zusammen, doch wollte die Niederlage seines ehemaligen Klubs im Rennen um Wirtz nicht allein auf den Vergleich zwischen den Liga schieben. Auch bei Bayern selbst sein in den vergangenen Jahren vieles schiefgelaufen: "Viele Trainer sind gekommen und gegangen. Damit haben sich die Philosophien, die Ideen immer wieder auch verändert. Der Kader. Es fühlt sich immer wie so ein ständiger Kaderumbruch an."

  • WAS IST DER HINTERGRUND?

    Eine Entwicklung die laut Kahn "eine Art von Unruhe" erzeugt. Der "Titan", der von 2021 bis 2023 als Vorstandsvorsitzender beim Rekordmeister tätig war undin der kommenden Saison einen neuen Job als TV-Experte bei Sky übernimmt, nahm sich dabei jedoch auch selbst in die Verantwortung hätte die gewünschte Kontinuität zu seiner Zeit "gerne besser hinbekommen".

    Zumal Kahn auch einen bis heute umstrittenen Trainerwechsel selbst verantwortete. Gemeinsam mit dem damaligen Sportvorstand Hasan Salihamidzic tauschte er Julian Nagelsmann mit Thomas Tuchel aus, obwohl die Bayern zu diesem Zeitpunkt noch in allen drei Wettbewerben vertreten waren und Titelchancen hatten.

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