Sacha Boey hat den FC Bayern drei Tage nach Ende der Wintertransferperiode in Deutschland doch noch verlassen. Das bestätigte der Klub am Donnerstagabend, nachdem zuvor Footmercato bereits berichtet hatte.
getty"Wird ihm sehr gut tun!" FC Bayern macht überraschenden Blitz-Transfer fix und wird ein großes Sorgenkind doch noch los
Die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters haben sich mit Vertretern von Boeys Ex-Klub Galatasaray Istanbul auf einen Transfer des Rechtsverteidigers verständigt. Boey wird demnach zunächst gegen eine Gebühr in Höhe von 500.000 Euro auf Leihbasis zum Spitzenreiter der Süper Lig wechseln. Anschließend hat Gala nach eigenen Angaben eine Kaufoption in Höhe von 15 Millionen Euro. Vor zwei Jahren hatten die Bayern noch 30 Millionen für Boey bezahlt. Es droht also ein riesiges, aber zuletzt absehbares Minusgeschäft.
Während das Transferfenster in der Bundesliga seit Anfang dieser Woche geschlossen ist, hat es in der Türkei noch geöffnet. Bis Freitagabend können die Klubs noch neue Spieler verpflichten, weswegen der Boey-Deal noch möglich war.
"Sacha kennt Galatasaray aus seiner Zeit, bevor er zu uns gewechselt ist, bestens und wird im vertrauten Umfeld keine lange Anlaufzeit brauchen", erklärte Sportvorstand Max Eberl: "Er kann in den Playoffs der Champions League gegen Juventus Turin sowie im Titelkampf der türkischen Süper Lig auf höchstem Niveau Einsatzminuten sammeln, was seiner Entwicklung sehr gut tun wird."
AFPSacha Boey kam 2024 für 30 Millionen Euro von Galatasaray zum FC Bayern
Boey galt seit geraumer Zeit als Streichkandidat und konnte die Erwartungen nach seiner Verpflichtung im Januar 2024 kaum erfüllen und seine riesige Ablöse nie rechtfertigen.
Einen Stammplatz beim Rekordmeister hatte er nie. Im vergangenen Herbst lief es für ihn besser, ehe dann gesundheitliche Probleme für eine längere Zwangspause sorgten.
Zuletzt sorgte Boey trotzdem für Schlagzeilen. Er soll sich an der Säbener Straße mit mehreren Aktionen den Unmut zugezogen haben. So habe er sich beim 2:2 im Bundesligaspiel bei Union Berlin zu langsam auf seine Einwechslung vorbereitet, anschließend war von einem "No-Go" die Rede. So sei dies bei seinen Mitspielern angekommen.
Den Verantwortlichen habe derweil sauer aufgestoßen, dass Boey trotz seiner begrenzten Rolle mehrere Offerten ablehnte. Lange war der ehemalige französische Junioren-Nationalspieler bei Crystal Palace im Gespräch, zuletzt auch bei Olympique Lyon.
Boey steht bei den Bayern noch bis 2028 unter Vertrag und soll pro Jahr rund drei Millionen Euro Gehalt verdienen. Vor knapp einer Woche wechselte der Abwehrspieler seinen Berater.
Die Rekordtransfers des FC Bayern:
- Harry Kane: Kam 2023 für 95 Millionen Euro Ablöse von Tottenham Hotspur
- Lucas Hernandez: Kam 2019 für 80 Millionen Euro Ablöse von Atletico Madrid
- Luis Diaz: Kam 2025 für 70 Millionen Euro Ablöse vom FC Liverpool
- Matthijs de Ligt: Kam 2022 für 67 Millionen Euro Ablöse von Juventus
- Michael Olise: Kam 2024 für 53 Millionen Euro Ablöse von Crystal Palace



