Der FC Bayern München ist gegen den Hamburger SV nicht über ein 2:2 hinausgekommen. Nach dem Abpfiff machte sich Unzufriedenheit mit der Schiedsrichterleistung breit.
Getty"Klare Situationen wurden unnötig kompliziert gemacht": FC Bayern hadert nach Ausrutscher gegen HSV mit Schiedsrichterleistung
"Der Schiedsrichter war etwas überfordert aus meiner Sicht, er hat viele Situationen meiner Meinung nach nicht gut eingeschätzt. Das ist keine Entschuldigung. Wir hätten mehr Tore schießen und auch besser verteidigen können", bewertete Bayerns Sportvorstand Max Eberl gegenüber Sky die Leistung der Unparteiischen. "Wir haben zu viele Torchancen zugelassen. Wir wollten hier gewinnen. Das ist das, worüber ich mich ärgere. Fehler von uns werden gerade bestraft."
Der HSV war in der 34. Minute durch einen von Fabio Vieira verwandelten Foulelfmeter in Führung gegangen. Zuvor hatte Schiedsrichter Harm Osmers nach einem sehr minimalen Kontakt von Joshua Kimmich im Zweikampf mit Nicolai Remberg auf Strafstoß entschieden.
Eine ähnliche Szene im Hamburger Strafraum davor blieb dagegen ungeahndet: In der 10. Minute kam Michael Olise nach ebenfalls sehr leichtem Kontakt gegen Daniel Elfadli zu Fall, doch nach VAR-Check entschied Osmers gegen einen Strafstoß für die Münchner - ebenso wie in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit, als Kimmichs Abschluss Elfadlis angelegten Arm traf.
Kompany: "Unnötig kompliziert gemacht"
Auch Bayern-Trainer Vincent Kompany zeigte sich unzufrieden. "Wenn es insgesamt 16 Minuten Nachspielzeit gibt, dann ist etwas passiert im Spiel. Ich will jetzt nicht über die Schiedsrichter reden, das habe in 18 Monaten nicht gemacht. Aber so viel Nachspielzeit bedeutet, dass nicht nur die 22 Spieler auf dem Platz sind, die das Spiel beeinflussen, sondern auch andere Leute", erklärte der Belgier.
Besonders eine Szene sorgte bei Kompany für Unverständnis. "Es gab einen Moment, in dem Harry Kane Gelb bekommen. Für was?", sagte er mit einem Lachen. "Der Verteidiger ist ausgerutscht, fällt runter und Harry Kane bekommt die Gelbe Karte. Das fängt in der ersten Minute an und geht dann weiter. Nochmal: Es war trotzdem ein gutes Spiel für die Bundesliga, weil beide Mannschaften eine hohe Intensität an den Tag gelegt haben."
Nach dem Abpfiff kam es zudem noch zu einem kurzen Wortwechsel mit dem Schiedsrichtergespann. "Es war meine Meinung. Es stimmt, ich war emotional in diesem Spiel. Ich hatte das Gefühl, das klare Situationen unnötig kompliziert gemacht wurden", sagte Kompany.
Die kleine Schwächephase der Bayern in der Bundesliga setzt sich damit nach der 1:2-Pleite gegen den FC Augsburg am vergangenen Spieltag fort. Verfolger Borussia Dortmund kann mit einem Sieg am Sonntag gegen Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim auf sechs Punkte Rückstand verkürzen.
FC Bayern - Spielplan: Die nächsten Spiele
- Sonntag (8. Februar/17.30 Uhr) vs. TSG Hoffenheim (Bundesliga/H)
- Mittwoch (11. Februar/20.45 Uhr) vs. RB Leipzig (DFB-Pokal/H)
- Samstag (14. Februar/15.30 Uhr) vs. Werder Bremen (Bundesliga/A)



