Serhou Guirassy 2026IMAGO / RHR-Foto

"Ist für mich jetzt erledigt": Serhou Guirassy vom BVB zieht Schlussstrich beim Elfmeterschießen

Der BVB hat sich gegen den 1. FC Heidenheim zu einem 3:2-Sieg gezittert. Während Heidenheims Trainer Frank Schmidt mit der Schiedsrichterleistung unzufrieden war, trat Borussia Dortmunds Serhou Guirassy zweimal vom Elfmeterpunkt an und verwandelte einen Strafstoß, verschoss jedoch den anderen. Vom Punkt zeigte er dabei keine überzeugende Leistung. Das weiß auch er selbst.

  • "Elfmeterschießen ist für mich jetzt erledigt", sagte Guirassy nach der Partie lachend im DAZN-Interview. Der Nationalspieler aus Guinea trat gegen Heidenheim gleich zweimal vom Punkt an, da die regulären Elfmeterschützen Emre Can und Ramy Bensebaini beim BVB nicht auf dem Platz standen.

    Den ersten Strafstoß in der 68. Minute konnte Guirassy gerade noch zum zwischenzeitlichen 2:2 verwandeln - Torhüter Diant Ramaj hatte die richtige Ecke erahnt und war mit der Hand noch am Ball. Den zweiten Elfmeter in der 85. Minute setzte er jedoch über das Tor. "Es war ein Scheiß-Elfmeter", gab Guirassy selbst zu. Es war bereits der dritte verschossene Elfmeter des 29-Jährigen in dieser Saison. Zu Beginn der Spielzeit hatte Trainer Niko Kovac ihn als ersten Schützen degradiert. 

    Immerhin gelang Guirassy aus dem Spiel heraus ein zweites Tor, sodass er nach langer Zeit wieder einen Doppelpack erzielte. "Als Stürmer wirst du an Toren gemessen. Manchmal triffst du nicht. Ich hatte eine gute Möglichkeit in der ersten Halbzeit. Ich habe weiterhin an mich geglaubt. Am Ende haben wir gewonnen. Manchmal treffe ich, manchmal nicht. Letzte Saison habe ich 45 Tore geschossen, diese Saison ist es ein wenig schwierig. Aber das ist Fußball. Für mich war es ein verrücktes Spiel. Mich interessiert nicht, was andere sagen. Das beeinflusst mich nicht."

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  • Schmidt: "Ich finde es glücklich für den BVB"

    Besonders auffällig beim ersten Elfmeter von Guirassy war, dass Nico Schlotterbeck zunächst den Ball selbst in die Hand nahm, als wolle er schießen, ihn dann aber an Guirassy übergab. Dabei animierte er die Fans im Signal-Iduna-Park, den kriselnden Stürmer lautstark zu unterstützen. "Das Problem mittlerweile im Fußball ist, dass sie den Schützen verunsichern wollen. Ich habe gewartet, bis alle draußen sind. Ich habe Serhou gefragt, ob er schießen will. Er hat gesagt: Ja. Dann war die Entscheidung schnell getroffen und er hat ihn auch reingemacht."

    Während der BVB durch den Sieg den Rückstand auf den FC Bayern auf sechs Punkte verkürzen konnte, bleibt Heidenheim am Tabellenende der Bundesliga. Trainer Frank Schmidt zeigte sich dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, übte jedoch Kritik an den Schiedsrichtern. 

    Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck hatte das 1:0 für Heidenheim von Patrick Mainka wegen eines angeblichen Fouls zurückgenommen, während eine vergleichbare Szene beim späteren 1:0 des BVB durch Waldemar Anton nicht als Foul gegen Torhüter Ramaj geahndet wurde - sehr zum Unverständnis von Schmidt. "Das Tor muss zählen. Der Unterschied ist: Bei der Szene pfeift der Schiedsrichter sofort. Beim Tor von Dortmund pfeift er nicht. Und er kommt aus beiden Situationen logischerweise nicht mehr raus. Die Niederlage haben wir nicht verdient. Ich finde es glücklich für den BVB. Wir machen das 1:0, Kobel lässt den Ball fallen und bei uns zählt das Tor. Das war schon einmal schlecht für uns."

  • BVB, Spielplan: Die nächsten Spiele von Borussia Dortmund

    • 7. Februar (15.30 Uhr) vs. VfL Wolfsburg (Bundesliga/A)
    • 13. Februar (20.30 Uhr) vs. Mainz 05 (Bundesliga/H)
    • 21. Februar (18.30 Uhr) vs. RB Leipzig (Bundesliga/A)
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