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"Insgesamt große Scheiße": Leistung von Bayer Leverkusen in der Champions League sorgt bei TV-Experte Christoph Kramer für Entsetzen

Durch ein maues 0:0 im Rückspiel feierte die Werkelf am Dienstagabend den Einzug in das Achtelfinale der Königsklasse. Ein 2:0-Auswärtssieg im Hinspiel hatte das Weiterkommen gesichert, doch die Leistung beim enttäuschenden Unentschieden sorgte besonders bei einem neutralen Beobachter für Ärger.

"Wir müssen nicht darüber reden, das Spiel war insgesamt große Scheiße", echauffierte sich Rio-Weltmeister und TV-Experte Christoph Kramer bei Amazon Prime nach Abpfiff.

  • Der Ex-Profi war mit dem Auftritt des deutschen Vizemeisters überhaupt nicht einverstanden. "Heute, in so einem Spiel, als dominante Fußballmannschaft - das war schlecht", lautete sein vernichtendes Urteil. "Proaktiven Fußball" hatte Cheftrainer Kasper Hjulmand vor Anpfiff noch gefordert. Davon war während der 90 Minuten jedoch wenig zu sehen.

    Obwohl die Griechen selten wirklich gefährlich wurden, hatte Leverkusen trotz des Auswärtserfolgs im Hinspiel in den letzten Minuten noch etwas zittern müssen. Während sich Piräus engagiert zeigte, verfiel Leverkusen in der Schlussphase immer mehr in Passivität. Bayer musste in den letzten Minuten in der Defensive teilweise Schwerstarbeit verrichten.

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  • Robert Andrich LeverkusenGetty Images

    "Schaulaufen": Kapitän Andrich zählt die eigene Mannschaft an

    Dementsprechend unzufrieden zeigten sich auch die Leverkusener selbst mit ihrer Leistung. "Das war heute so eine Art Schaulaufen. Zum Glück hat der Gegner das nicht bestraft", zeigte sich Kapitän Robert Andrich erleichtert und kritisch zugleich.

    Jonas Hoffmann schlug nach Abpfiff in die gleiche Kerbe: "Das war leider kein Zuckerschlecken von uns. Heute ist keiner da, der zufrieden sein kann. Wir tun gut daran, dieses Spiel schnell abzuhaken."

    Auch sein Trainer wollte lieber in die Zukunft schauen: "Wir sind weiter und das ist gut. Unsere Leistung war aber nicht gut. Uns fehlte Energie. Wir müssen besser spielen und sind nicht zufrieden mit unserem Spiel", sagte Hjulmand.

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    Bayer drohen nun "bayerische Wochen" gegen den FCB

    Bayer wird sich dann dringend steigern müssen. Schon bald könnte es zu "bayerischen Wochen" kommen. Im Achtelfinale der Champions League (10./11. und 17./18. März) wird Leverkusen entweder auf den FC Arsenal oder auf den FC Bayern München treffen. Im April steht zudem das Halbfinale im DFB-Pokal gegen den deutschen Rekordmeister an. Auch in der Bundesliga treffen beide Teams noch im April aufeinander.

    Kramer zeigte sich jedoch in seiner Analyse optimistisch, dass der jetzige Auftritt in der Königsklasse nur eine Ausnahme war. "Wenn du ein Spiel drin hast in der Saison wie Leverkusen heute, dann ist es gut, dass es gegen Olympiakos war, weil die auch sehr, sehr harmlos waren", führte er aus. "Niemand erinnert sich daran, Prämie und Weiterkommen gibt es trotzdem."

    Folglich sei laut Kramer also insgesamt "alles tutti". Bereits am Samstag kann Bayer in der Bundesliga in der Partie gegen Mainz 05 schon wieder ein neues Gesicht zeigen, bevor in der kommenden Woche Duelle mit dem HSV und dem SC Freiburg warten.

  • Die kommende Spiele von Bayer Leverkusen

    • 28. Februar, 15.30 Uhr: Bayer Leverkusen - Mainz 05 (Bundesliga)
    • 4. März, 20.30 Uhr: HSV - Bayer Leverkusen (Bundesliga)
    • 7. März, 15.30 Uhr: SC Freiburg - Bayer Leverkusen (Bundesliga)
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