1. FC Union Berlin v Borussia Dortmund - BundesligaGetty Images Sport

"Ich will einfach nicht, dass es im März entschieden ist": BVB-Star Nico Schlotterbeck hat den Titel in der Bundesliga noch nicht abgeschrieben

"Ich habe für mich irgendwann eine Deadline gesetzt, ja. Die werde ich aber nicht sagen. Ich glaube schon, dass ich vor Sommer eine Grundsatzentscheidung treffen werde", verriet der Nationalspieler im Interview bei DAZN nach dem 3:0-Sieg bei Union Berlin.

  • Der BVB will Innenverteidiger Schlotterbeck unbedingt halten und ist bereit, ihm eine satte Gehaltserhöhung zu geben, doch der 26-Jährige zögert noch. Laut der Bild stehter selbst bei einem Verbleib von Dayot Upamecano weiterhin auf der Agenda des FC Bayern. Hintergrund sei demnach die noch ungeklärte Zukunft von Min-jae Kim, dessen Abschied im Sommer nicht ausgeschlossen ist. Für die Münchner käme eine Verpflichtung frühestens im Sommer 2027 infrage, wenn Schlotterbeck ablösefrei zu haben wäre.

    "Ich habe es gesagt: Ich fühle mich wohl, aber trotzdem ist es eine schwere Entscheidung, keine leichte. Aber wann ich die treffe? Ich bin so ein bisschen ein Bauchmensch. Ich werde mich irgendwann mit Papa und Keven (Schlotterbecks Bruder, d. Red.) zusammensetzen und dann werden wir zusammen eine Entscheidung treffen. Da weiß ich jetzt noch nicht ganz, wie sie ausfällt", sagte Schlotterbeck.

    Auch Real Madrid soll großes Interesse an Schlotterbeck haben. Allerdings müssten die Königlichen dafür tief in die Tasche greifen: Laut mehreren Medienberichten verlangt der BVB im Fall einer Nicht-Verlängerung seines Abwehrchefs mindestens 50 Millionen Euro Ablöse.

  • Werbung
  • 1. FC Union Berlin v Borussia Dortmund - BundesligaGetty Images Sport

    Nico Schlotterbeck: "Ich will einfach nicht, dass es im März entschieden ist"

    Schlotterbeck ist zwar Verteidiger, sorgt aber immer wieder für Tore. Auch beim Sieg gegen Union traf der Nationalspieler. In den vergangenen sieben Ligaspielen erzielte der 26-Jährige, der zu Beginn der Saison lange wegen eines Meniskusrisses pausieren musste, bereits drei Treffer.

    Direkt nach seiner Rückkehr von der Knieverletzung war er allerdings deutlich weniger offensiv unterwegs. Den Grund erklärte Schlotterbeck bei DAZN: "Ich durfte nach meiner Knieverletzung lange nicht nach vor in den Strafraum. Der Coach hat es entschieden in der Hinrunde, ich war kaum vorne. Jetzt bin ich seit sieben, acht Spielen vorne. Nach der Verletzung musst du Kraft sparen, weil es lange war."

    Trainer Niko Kovac bestätigte diesen taktischen Kniff ebenfalls bei DAZN: "Der Schlotti kam nach sechs Monaten wieder. Ich weiß selbst, wie es ist, wenn du dann 50 Meter nach vorne und 50 Meter zurück machst. Diese Energie soll er sich hinten aufsparen. Jetzt ist er wieder gut in Schuss, deswegen kann er auch nach vorne. Du musst als Trainer immer wieder richtige Entscheidungen treffen."

    Zur Zukunft seines Schützlings sagte Kovac: "Wir wünschen uns alle, dass er bleibt, da er ein sehr wichtiger Spieler für uns ist. Er ist die Identifikation dieses Klubs. Der Verein wird alles tun, um ihn hierzuhalten. Unterm Strich muss er entscheiden ob ja oder nein. Mein Gefühl ist ein positives."

    Schlotterbeck freute sich bei Sky zudem, dass die Dortmunder durch die 1:2-Heimniederlage des FC Bayern Boden auf den souveränen Tabellenführer Bayern München gutmachten: "Maxi Beier hatte mal was gesagt, der wurde dann vom Coach gezügelt. Erstmal Glückwunsch an Augsburg, ich habe das Spiel wegen meinem Bruder 90 Minuten geguckt. Wir hatten vor drei Jahren schonmal neun Punkte zur Winterpause, haben jetzt einen Punkt gutgemacht. Natürlich sind die Bayern zurzeit die Bayern, sind fast unschlagbar. Jetzt haben sie mal einen Zentimeter weniger als sonst gemacht. Wir haben drei Punkte aufgeholt, das ist gut. Ich will einfach nicht, dass es im März entschieden ist. Da heißt es, so lange wie möglich dranzubleiben. Vielleicht kommen sie irgendwann ins Straucheln, sie kommen auch noch zu uns. Wenn sie Fehler machen, wollen wir da sein."

  • Die Rekordverkäufe des BVB

    1. Ousmane Dembele: 2017 für 148 Millionen Euro zum FC Barcelona
    2. Jude Bellingham: 2023 für 127 Millionen Euro zu Real Madrid
    3. Jadon Sancho: 2022 für 85 Millionen Euro zu Manchester United
    4. Christian Pulisic: 2018 für 64 Millionen Euro zum FC Chelsea
    5. Pierre-Emerick Aubameyang: 2023 für 63,75 Millionen Euro zum FC Arsenal
0