Sunderland v Manchester City - Premier LeagueGetty Images Sport

"Ich verstehe nicht, warum er nicht spielen kann": Kuriose Regel verhindert Einsatz von ManCity-Star im Pokalfinale - Pep Guardiola ist sauer

Teammanager Pep Guardiola steht mit Manchester City im Finale des Carabao Cups und trifft dort auf den FC Arsenal um Nationalspieler Kai Havertz. Neuzugang Marc Guehi darf dabei jedoch nicht mitwirken - sehr zum Unverständnis Guardiolas.

  • "Hoffentlich können wir (die Verantwortlichen für den) Carabao Cup noch davon überzeugen, dass Marc im Finale spielen darf. Ich verstehe nicht, warum er nicht spielen kann", sagte Guardiola.

    Die Skyblues hatten den Innenverteidiger Mitte Januar für 23 Millionen Euro von Crystal Palace verpflichtet. Das war allerdings, nachdem man das Halbfinal-Hinspiel gegen Newcastle United bereits absolviert hatte. Die Carabao-Cup-Regeln schreiben jedoch vor, dass ein Spieler in diesem Fall vor dem Hinspiel des Halbfinals zu dem Team hätte wechseln müssen, um spielberechtigt zu sein.

    Aus demselben Grund darf Antoine Semenyo, den die Citizens im selben Transferfenster, jedoch etwas früher für 72 Millionen Euro vom AFC Bournemouth geholt hatten, im Finale gegen Arsenal auflaufen. Guardiola zeigt dennoch kein Verständnis für die Regel. "Antoine kam vor dem ersten Spiel, also konnte er spielen. Und jetzt ist das Finale. Warum sollte er (Guehi) nicht spielen? Warum nicht? Wir zahlen sein Gehalt, er ist unser Spieler."

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  • Pep gibt sich kämpferisch: "Werden versuchen, zu erreichen, dass er spielen darf"

    Der Katalane hat bereits angekündigt, alles zu unternehmen, um Guehis Einsatz doch noch zu ermöglichen. "Ich habe dem Verein gesagt, dass sie auf jeden Fall nachfragen müssen. Ich verstehe nicht, warum er im Finale im März nicht spielen darf, wo ich doch schon so lange hier bin. Die Regeln für den Kauf eines Spielers hängen von FIFA, UEFA und der Premier League ab, die sagen: 'Okay, das Transferfenster ist geöffnet. Wenn du einen Spieler kaufst, muss er spielen, oder?' Das ist doch logisch. Natürlich werden wir versuchen, zu erreichen, dass er spielen darf. Pure Logik."

    ManCity sicherte sich am Donnerstag mit einem 3:1-Sieg gegen Newcastle das Finalticket im Ligapokal, nachdem man das Hinspiel bereits mit 2:0 gewonnen hatte - bei den Magpies erlebte insbesondere Nick Woltemade einen Tag zum Vergessen. 

    Im Finale gegen Arsenal, das sich in der Runde davor gegen den Stadtrivalen FC Chelsea durchsetzte, tritt City am 22. Februar im Londoner Wembley an.

  • Carabao Cup: Das Halbfinale im Überblick

    • Manchester City vs. Newcastle United - 5:1 nach Hin- und Rückspiel
    • FC Arsenal vs. FC Chelsea - 4:2 nach Hin- und Rückspiel

Häufig gestellte Fragen

Pep Guardiola kam am 18. Januar 1971 zur Welt – in Santpedor, einem kleinen Ort in Katalonien. Nicht gerade ein Weltfußballzentrum, aber genau dort nahm alles seinen Anfang. Seit 2007 trägt sogar der örtliche Sportplatz seinen Namen. Das sagt einiges.

Ja, und zwar als Stratege auf dem Platz. Pep war kein Dribbler, kein Sprinter – er war das Gehirn im Mittelfeld. Als defensiver Spielmacher lenkte er das Spiel, las Situationen wie ein Schachmeister. Genau das hat ihn später auch als Trainer geprägt.

Sein Herzensklub war der FC Barcelona. Dort wurde er Teil des legendären "Dream Teams" unter Johan Cruyff. Später ging's noch nach Italien (Brescia, Roma), dann Katar und Mexiko – nicht die größten Stationen, aber alle hatten Einfluss auf seine Sicht aufs Spiel.

Die Liste ist lang – richtig lang. Zweimal das Triple (Barcelona & City), drei Champions-League-Titel, sechs Premier-League-Meisterschaften, unzählige nationale Pokale. Was ihn besonders macht: Er gewinnt nicht nur – er prägt das Spiel seiner Teams komplett um.

Dreimal. 2009 und 2011 mit Barca, dann 2023 mit Manchester City. Letzterer war vielleicht der wichtigste – nach zwölf Jahren Warten, viel Kritik und dem Etikett "kann's nur mit Messi". Da hat er einfach geantwortet: mit Pokal.

Wo soll man anfangen? Messi, Xavi, Iniesta. Dann Robben, Lewandowski, Lahm. Und in den letzten Jahren: De Bruyne, Haaland, Gündogan. Es ist eine Mischung aus Weltstars und Spielern, die unter ihm den nächsten Schritt gemacht haben. Genau das ist sein Ding.

Sein Vermögen liegt laut Schätzungen bei rund 80 Millionen Euro. Und sein Gehalt bei City? Zwischen 20 und 23 Millionen pro Jahr – plus Boni. Genauer weiß man’s natürlich nicht, aber eins ist klar: Pep gehört zu den absoluten Topverdienern im Fußballgeschäft.

Drei. Maria, Marius und Valentina. Sie wurden 2001, 2003 und 2008 geboren. Man sieht sie immer wieder bei Events an seiner Seite – ob bei Preisverleihungen oder Sportveranstaltungen. Die Familie hält sich sonst eher aus der Öffentlichkeit raus.

Cristina Serra ist seine Frau – sie kennen sich schon seit seiner Jugendzeit, haben 2014 geheiratet. Es gab zuletzt Spekulationen rund um eine Trennung, aber aktuelle gemeinsame Auftritte lassen das eher unwahrscheinlich erscheinen. Bestätigt ist davon jedenfalls nichts.

Dreimal, laut IFFHS: 2009, 2011 und 2023. In allen drei Jahren hat er mit seinem Klub die Champions League gewonnen – zwei Mal mit Barcelona, einmal mit City. Es sind genau diese Jahre, die auch seinen Ruf als Jahrhunderttrainer untermauern.

"Pep" – das ist keine Erfindung, sondern einfach die katalanische Kurzform von "Josep". So nennt ihn jeder: Medien, Spieler, Fans. Und obwohl’s ganz simpel klingt, ist der Name längst zu einer Art Marke geworden – man weiß sofort, wer gemeint ist.

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