Atletico Madrid 2026 GuardiolaIMAGO / Shutterstock

"Ich hatte das Gefühl, dass er das Spielfeld vergrößert hatte": Atletico-Legende wirft Pep Guardiola Jahre nach Champions-League-Duell gegen den FC Bayern Schummeln vor

Atletico Madrid verlor in der Champions-League-Saison 2015/16 das Halbfinal-Rückspiel gegen den FC Bayern München mit 1:2. Nach der Partie war Atleti-Legende Filipe Luis von der Spielweise der Bayern derart beeindruckt, dass er den damaligen Bayern-Trainer Pep Guardiola des Schummelns bezichtigte.

  • "Nach dem Spiel ging ich zur Dopingkontrolle und konnte nicht feiern… ich hatte das Gefühl, dass Guardiola das Spielfeld vergrößert hatte", sagte der heute 40-Jährige im Interview mit Universo Valdano.

    "Ich mache keine Scherze… ich war davon überzeugt, weil alles so weit weg war, wir nie in die Nähe ihres Tores kamen und es schien, als hätten sie mehr Spieler auf dem Feld. Es war die größte fußballerische Lektion, die ich in meiner Karriere je erhalten habe", erklärte Luis.

    Im besagten Spiel dominierte der FC Bayern München die Rojiblancos nahezu nach Belieben: Der deutsche Rekordmeister hatte über 72 Prozent Ballbesitz und führte in allen relevanten Statistiken (33:7 Schüsse, 11:4 Schüsse aufs Tor). Es war ein Paradebeispiel für Pep Guardiolas Tiki-Taka-Spielweise. "Ich habe in meiner gesamten Karriere noch nie gegen einen so starken Gegner gespielt - besonders in der ersten Halbzeit", lobte damals Atletico-Trainer Diego Simeone.

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  • Leeds United v Manchester City - Premier LeagueGetty Images Sport

    Atletico zog trotzdem ins Finale der Champions League

    Trotz der klaren Bayern-Dominanz und des Gesamtergebnisses von 2:2 zogen die Madrilenen dank ihres 1:0-Siegs im Hinspiel und des Auswärtstors im Rückspiel (1:2) ins Champions-League-Finale ein, das sie später im Elfmeterschießen gegen den Stadtrivalen Real Madrid verloren. Die Auswärtstorregel wurde erst in der Saison 2021/22 abgeschafft.

    Für Guardiola bedeutete das Aus gegen Atletico Madrid sein drittes aufeinanderfolgendes Halbfinal-Aus in der Champions League - jeweils gegen spanische Mannschaften. Nach dieser Saison verließ er den FC Bayern und wechselte zu Manchester City. In München hatte er drei Meisterschaften, zweimal den DFB-Pokal, die Klub-Weltmeisterschaft sowie einmal den UEFA-Supercup gewonnen.

  • Die Karrierestationen von Filipe Luis

    • Atletico Madrid (333 Spiele)
    • Flamengo Rio de Janeiro (176 Spiele)
    • Deportivo La Coruna (137 Spiele)
    • Real Madrid Castilla (37 Spiele)
    • Figueirense FC (27 Spiele)
    • FC Chelsea (26 Spiele)

Häufig gestellte Fragen

Pep Guardiola kam am 18. Januar 1971 zur Welt – in Santpedor, einem kleinen Ort in Katalonien. Nicht gerade ein Weltfußballzentrum, aber genau dort nahm alles seinen Anfang. Seit 2007 trägt sogar der örtliche Sportplatz seinen Namen. Das sagt einiges.

Ja, und zwar als Stratege auf dem Platz. Pep war kein Dribbler, kein Sprinter – er war das Gehirn im Mittelfeld. Als defensiver Spielmacher lenkte er das Spiel, las Situationen wie ein Schachmeister. Genau das hat ihn später auch als Trainer geprägt.

Sein Herzensklub war der FC Barcelona. Dort wurde er Teil des legendären "Dream Teams" unter Johan Cruyff. Später ging's noch nach Italien (Brescia, Roma), dann Katar und Mexiko – nicht die größten Stationen, aber alle hatten Einfluss auf seine Sicht aufs Spiel.

Die Liste ist lang – richtig lang. Zweimal das Triple (Barcelona & City), drei Champions-League-Titel, sechs Premier-League-Meisterschaften, unzählige nationale Pokale. Was ihn besonders macht: Er gewinnt nicht nur – er prägt das Spiel seiner Teams komplett um.

Dreimal. 2009 und 2011 mit Barca, dann 2023 mit Manchester City. Letzterer war vielleicht der wichtigste – nach zwölf Jahren Warten, viel Kritik und dem Etikett "kann's nur mit Messi". Da hat er einfach geantwortet: mit Pokal.

Wo soll man anfangen? Messi, Xavi, Iniesta. Dann Robben, Lewandowski, Lahm. Und in den letzten Jahren: De Bruyne, Haaland, Gündogan. Es ist eine Mischung aus Weltstars und Spielern, die unter ihm den nächsten Schritt gemacht haben. Genau das ist sein Ding.

Sein Vermögen liegt laut Schätzungen bei rund 80 Millionen Euro. Und sein Gehalt bei City? Zwischen 20 und 23 Millionen pro Jahr – plus Boni. Genauer weiß man’s natürlich nicht, aber eins ist klar: Pep gehört zu den absoluten Topverdienern im Fußballgeschäft.

Drei. Maria, Marius und Valentina. Sie wurden 2001, 2003 und 2008 geboren. Man sieht sie immer wieder bei Events an seiner Seite – ob bei Preisverleihungen oder Sportveranstaltungen. Die Familie hält sich sonst eher aus der Öffentlichkeit raus.

Cristina Serra ist seine Frau – sie kennen sich schon seit seiner Jugendzeit, haben 2014 geheiratet. Es gab zuletzt Spekulationen rund um eine Trennung, aber aktuelle gemeinsame Auftritte lassen das eher unwahrscheinlich erscheinen. Bestätigt ist davon jedenfalls nichts.

Dreimal, laut IFFHS: 2009, 2011 und 2023. In allen drei Jahren hat er mit seinem Klub die Champions League gewonnen – zwei Mal mit Barcelona, einmal mit City. Es sind genau diese Jahre, die auch seinen Ruf als Jahrhunderttrainer untermauern.

"Pep" – das ist keine Erfindung, sondern einfach die katalanische Kurzform von "Josep". So nennt ihn jeder: Medien, Spieler, Fans. Und obwohl’s ganz simpel klingt, ist der Name längst zu einer Art Marke geworden – man weiß sofort, wer gemeint ist.

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