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"Ich glaube, dass die Verlockung schon noch da ist": Ex-BVB-Spieler hält Schlotterbeck-Transfer zu Real Madrid für möglich

Erst am Samstag wurde berichtet, dass sich bei Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund zunehmend eine klare Tendenz in der Zukunftsfrage andeutet und Real Madrid als Sieger im Poker um den Innenverteidiger herauskristallisieren würde. Schlotterbeck bei den Königlichen - das ist für einen einstigen BVB-Profi durchaus denkbar.

  • Auf die Frage, ob er einen Transfer Schlotterbecks zu Madrid für realistisch halte, sagte Fredi Bobic bei Sky90: "Ja, warum nicht? Das ist ein hohes Regal. Aber wenn ich jetzt Antonio Rüdiger sehe mit seiner ganzen Power - er ist nicht unbedingt der beste Dribbler, aber trotzdem ein fantastischer Spieler mit unheimlich viel Zweikampfstärke. Und Real Madrid braucht Zweikampfstärke. Da wird es auch den einen oder anderen Wechsel geben."

    Hinsichtlich des Vertragspokers um Schlotterbeck sagte der ehemalige Manager von Eintracht Frankfurt und Hertha BSC: "Ich würde es dem BVB wünschen, dass sie nochmal einen Spieler haben, der über eine längere Zeit eine erfolgreiche Ära prägen kann. Das wäre sehr schön."

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  • 1. FSV Mainz 05 v Borussia Dortmund - BundesligaGetty Images Sport

    Bobic glaubt nicht an Schlotterbeck-Verbleib beim BVB

    Bobic ist davon allerdings nicht überzeugt: "Vom Gefühl her glaube ich es eher nicht, weil es mir zu lange dauert. Und auch dieses: Ich entscheide mich mal irgendwann im Sommer - das funktioniert in der Form normalerweise nicht."

    Bobic führte aus: "Du möchtest auch als Verein ein bisschen Klarheit haben. Das ist schon wichtig, gerade bei so einem Spieler. Wenn du sagst: Hey, wir wollen mit dir etwas aufbauen, du sollst der neue Mats Hummels werden - was willst du mehr? Du bist bei einem sehr großen Klub, aber natürlich gibt es noch viel größere Klubs. Ich glaube, dass die Verlockung schon noch da ist und auch die WM vor der Tür steht. Dann will man vielleicht auch mal austesten, was der Markt so hergibt."

  • Real kurz vor Verpflichtung von Nico Schlotterbeck?

    Die spanische Zeitung As berichtete zuletzt, dass die Königlichen einer Verpflichtung des Innenverteidigers immer näher kämen. In Madrid gelte die Innenverteidiger-Position als absolute Priorität auf dem Transfermarkt, weshalb man dem Bericht zufolge die Bemühungen um Schlotterbeck in den vergangenen Wochen deutlich intensiviert habe. Der auslaufende Vertrag von David Alaba soll nicht mehr verlängert werden, beim verletzungsanfälligen Rüdiger sei die Entscheidung noch nicht gefallen. 

    Ein weiterer Vorteil für Real sei darüber hinaus die gute Beziehung zum BVB. Transfers wie die von Nuri Sahin, Reinier, Jude Bellingham und Achraf Hakimi verliefen in der Vergangenheit reibungslos, wodurch ein Vertrauensverhältnis entstanden sei, sodass der BVB die Madrilenen inzwischen regelmäßig informiere, sobald ein potenzieller Transfer für sie interessant sein könnte.

  • VfL Wolfsburg v Borussia Dortmund - BundesligaGetty Images Sport

    Nico Schlotterbeck: Zwei Szenarien bleiben wohl nach Bayern-Ausstieg

    Zu den weiteren Interessenten an Schlotterbeck wurden bisher auch der FC Bayern München und FC Barcelona genannt. Bei den Münchnern besteht allerdings spätestens seit der gelungenen Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano in der Innenverteidigung kein Bedarf mehr, sich zu verstärken. Barcelona zeige zwar Interesse, priorisiere aber die Suche nach einem neuen Mittelstürmer.

    Zuletzt berichtete die Sport Bild bereits, dass der FC Bayern im Rennen um Schlotterbeck ausgestiegen sei. Real Madrid oder eine Vertragsverlängerung beim BVB gelten daher als die einzigen realistischen Optionen.

    Schlotterbecks Vertrag bei der Borussia läuft bis 2027. Dem 26-jährigen Nationalspieler liegt bereits ein lukratives Angebot mit deutlicher Gehaltserhöhung (bis zu 14 Millionen Euro jährlich) vor, doch er zögert weiterhin. Spätestens im März soll seine Entscheidung getroffen und bekanntgegeben werden. Im Fall eines Transfers fordern die Schwarzgelben dem Vernehmen nach mindestens 50 Millionen Euro Ablöse.

  • Die Saison 2025/26 von Nico Schlotterbeck beim BVB

    • Spiele: 26
    • Spielminuten: 2300
    • Tore: 3
    • Vorlagen: 2

Häufig gestellte Fragen

Real Madrid wurde am 6. März 1902 gegründet. Der Verein trug zunächst den Namen Madrid Football Club. Den Zusatz "Real" erhielt der Verein erst 1920 durch König Alfons XIII.

Real Madrid hat keinen einzelnen Eigentümer, sondern gehört als eingetragener Verein seinen Mitgliedern, den sogenannten "Socios". Aktueller Präsident ist Florentino Perez.

Das Stadion von Real Madrid heißt offiziell nur noch "Bernabeu". Der frühere Name "Estadio Santiago Bernabeu" wird zwar weiterhin verwendet, ist jedoch nicht mehr die offizielle Bezeichnung.

In das "Bernabeu" passen rund 85.000 Zuschauer (je nach Veranstaltung). Bei einem Heimspiel von Real Madrid liegt die zugelassene Kapazität meist bei etwa 83.000 bis 84.000 Plätzen.

Real Madrid hat insgesamt 103 Titel gewonnen. Der Klub triumphierte neunmal in der Champions League sowie sechsmal im Europapokal der Landesmeister. Hinzu kommen 36 spanische Meisterschaften und 20 Siege im spanischen Pokal. Außerdem gewann Real Madrid 13-mal den spanischen Superpokal und sechsmal den UEFA Super Cup. Auf internationaler Ebene stehen zudem zwei UEFA-Cup-Siege, fünf FIFA-Klub-Weltmeistertitel, ein Titel im FIFA-Interkontinental-Pokal sowie drei Weltpokalsiege zu Buche. Abgerundet wird die Titelsammlung durch zwei Erfolge in der Copa Eva Duarte.

Real Madrid ist mit 36 spanischen Meisterschaften alleiniger Rekordhalter und damit der erfolgreichste Klub in La Liga.

Der Spieler mit den meisten Spielen für Real Madrid ist Raul Gonzalez. Er absolvierte 741 Pflichtspiele für die Königlichen.

Der beste Torschütze in der Geschichte von Real Madrid ist Cristiano Ronaldo. Er erzielte 450 Tore in 438 Pflichtspielen für die Königlichen.

Für Real Madrid haben im Laufe der Geschichte zahlreiche der größten Stars des Weltfußballs gespielt. Zu den bekanntesten zählen Cristiano Ronaldo, Zinedine Zidane, David Beckham, Ronaldo Nazario, Alfredo Di Stefano, Raul, Karim Benzema, Luka Modric, Sergio Ramos, Iker Casillas, Luis Figo, Gareth Bale, Toni Kroos, Roberto Carlos, Xabi Alonso, Michael Laudrup, Ferenc Puskas und Clarence Seedorf.

Real Madrid wurde im Laufe seiner Geschichte von zahlreichen berühmten und prägenden Trainern betreut. Zu den bekanntesten zählen Carlo Ancelotti, Zinedine Zidane, Vicente del Bosque, Jose Mourinho und Fabio Capello. 

"Los Blancos" ist der Spitzname von Real Madrid. In Deutschland nennt man sie auch "Die Königlichen".

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