Die Zeit von Sacha Boey beim FC Bayern München könnte bald endgültig vorbei sein. Sportvorstand Max Eberl deutete am Rande des Testspiels gegen RB Salzburg am Dienstag einen möglichen Abschied an.
Getty"Es macht Sinn, sich zu verändern": Max Eberl signalisiert Abschied von Transferflop des FC Bayern München
Zu konkreten Anfragen bezüglich Boey sagte Eberl in der Mixed Zone: "Wenn Hiroki (Ito, Anm. d. Red) und Phonzie (Alphonso Davies, Anm. d. Red.) wieder da sind, dann haben wir Außenverteidiger en masse und von sehr hoher Qualität. Und dann kann es für den einen oder anderen Spieler echt schwer werden. Dann macht es auch Sinn, wenn man sich Gedanken macht, vielleicht sich zu verändern."
Boey war 2024 für 30 Millionen Euro von Galatasaray an die Isar gewechselt, konnte sich seitdem jedoch weder unter Thomas Tuchel noch unter Vincent Kompany durchsetzen. Der Franzose absolvierte in 37 Partien, in denen ihm ein Tor und fünf Vorlagen gelangen, nur 1655 Minuten und gilt deshalb schon seit geraumer Zeit als möglicher Wechselkandidat.
Zu Saisonbeginn stand Boey in den ersten neun Bundesliga-Spielen zwar jedes Mal auf dem Platz und durfte dabei sogar mehrfach von Beginn an ran. Inzwischen spielt er jedoch wieder keine Rolle mehr: Sein bislang letztes Spiel absolvierte er Anfang November, danach saß er zunächst dreimal über die vollen 90 Minuten auf der Bank, ehe er gar nicht mehr für den Kader nominiert wurde. Offiziell fehlt er krankheitsbedingt.
AFPZu lange fürs Umziehen gebraucht? Sacha Boey offenbar bei Vincent Kompany unten durch
Den Grund für Boeys schweren Stand bei Kompany deckte die Münchner Abendzeitung erst Ende Dezember auf. Demnach sei der Trainer schon länger unzufrieden mit der Arbeitseinstellung des 25-Jährigen. In einem Spiel spitzte sich die Situation zu: Boey soll sich vor einem geplanten Einwechselungsvorgang zu viel Zeit beim Umziehen gelassen haben.
Kompany zeigte sich derart verärgert über die Trägheit des Rechtsverteidigers, dass er den Wechsel strich - und Boey von diesem Moment an keine Chancen mehr erhielt.
Sky berichtete bereits, dass der FC Bayern im Winter plant, Boey abzugeben. Eberl soll demnach rund 20 Millionen Euro für den Linksverteidiger fordern, dessen Vertrag beim FCB noch bis Sommer 2028 läuft. Sollte es nicht zu einem direkten Verkauf kommen, streben die Münchner dem Bericht zufolge mindestens eine Leihe mit Kaufpflicht an.
Als mögliche Abnehmer werden unter anderem Crystal Palace aus der Premier League genannt. Auch eine Rückkehr zu Boeys früherem Verein Galatasaray scheint nicht ausgeschlossen.
Sacha Boey: Seine Statistiken beim FC Bayern München
- Einsätze: 37
- Tore: 1
- Vorlagen: 5
- Spielminuten: 1655

