Genau wie Karl ist auch Palma erst 17 Jahre alt, im Gegensatz zum Bayern-Star hat er jedoch den "Nachteil", dass er Innenverteidiger ist und daher nicht so viel mit Toren und Vorlagen glänzen kann, wie es Offensivspieler Karl tut. An seinem Potenzial ändert das jedoch nichts: Der gebürtige Berliner beeindruckt mit einer imposanten Größe von 1,94 Metern und einem für sein Alter kräftigen Körperbau, was ihn vor allem in der Luft nahezu unüberwindbar macht. Gleichzeitig ist Palma technisch versiert genug, um sich aktiv am Spielaufbau von hinten zu beteiligen, und kann bei Bedarf auch als rechter Verteidiger eingesetzt werden - also ähnlich wie sein großes Vorbild Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund: "Schlotterbeck ist nicht nur physisch sehr gut, sondern auch am Ball. Das ist im modernen Fußball auch für Innenverteidiger extrem wichtig. Diesen Mix will ich ebenfalls haben, daran arbeite ich."
Seine ersten Schritte als Fußballer unternahm Palma in der deutschen Hauptstadt, wo er als Kind bei Hertha BSC in der U9 anfing. Palma, Sohn einer Deutsch-Kamerunerin und eines italienisch-österreichischen Vaters, lebte zur damaligen Zeit bei seiner Mutter, Bruder Leonard spielte ebenfalls bei der Alten Dame. Doch relativ schnell folgte jedoch ein Tapetenwechsel: "Nach einigen Jahren dort bin ich zu meinem Papa nach Italien gezogen. Da hat sich dann erst der Wechsel zu Udinese ergeben", verriet Palma gegenüber der Bild.
Der Transfer zu Udinese fand im Jahr 2022 statt. Zunächst machte Palma auch in den Nachwuchsabteilungen des Serie-A-Klubs auf sich aufmerksam, doch schnell erkannte man, dass dieses Talent gezielt gefördert werden musste. Nach Stationen in der U19 und U20 folgte bereits 2024 der Aufstieg zu den Profis. Dort hätten die Bedingungen für ihn kaum besser sein können: In den ersten Monaten trainierte ihn kein Geringerer als Fabio Cannavaro, Italien-Legende, Weltmeister und Ballon-d'Or-Gewinner. "Es war natürlich etwas Besonderes, von ihm trainiert zu werden. Er hat speziell uns Verteidigern extrem viel beigebracht - etwa über die richtige Distanz zu den Angreifern, die Vorbereitung auf einzelne Gegenspieler oder das Kopfballspiel. Er hat mir also fast alles mitgegeben, was ein Innenverteidiger braucht."