Palhinha ist unter Trainer Thomas Frank unangefochtener Stammspieler und glänzt dort als Holding Six - in der Rolle, die einst Thomas Tuchel für ihn in München vorgesehen hatte. Nachdem ihn der FC Fulham im Sommer 2023 allerdings nicht freigegeben hatte, war erst mit einem Jahr Verspätung zum deutschen Rekordmeister gewechselt. Das Problem: Zum Zeitpunkt seines Wechsels war Tuchel schon gar nicht mehr FCB-Coach, stattdessen traf er auf Vincent Kompany. Beim Belgier war er hinter Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic und letztlich auch Leon Goretzka aber nur vierte Wahl im defensiven Mittelfeld.
Für die Spurs kam er in nun rund sechs Monaten bereits 29-mal zum Einsatz - und damit häufiger als in einer ganzen Saison für die Bayern. Palhinha glänzt neben seiner Haupttätigkeit als Abräumer auch als Vollstrecker vor dem Tor. Schon vor seinem Traumtor gegen Bournemouth tauchte sein Name viermal auf der Anzeigetafel auf. Drei weitere Treffer bereitete er außerdem vor.
Die Spurs müssen durch die Pleite in der Tabelle derweil den Blick nach unten wenden. Nur zu Platz 14 reicht es aktuell, die begehrten Champions-League-Plätze sind nach nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Partien schon etwas außer Reichweite. Auf Platz vier (FC Liverpool) beträgt der Rückstand sieben Zähler. Schon in der Vorsaison hatte Tottenham in der Liga enttäuscht, sicherte sich den Platz in der Königsklasse aber mit dem Gewinn der Europa League.