Gwinn und Lehmann zählen zu den größten Stars im Frauenfußball – und werden von ihren Vereinen entsprechend gut entlohnt. DFB-Kapitänin Giulia Gwinn steht seit 2019 beim FC Bayern München unter Vertrag und hat bereits mehrere Titel gewonnen, darunter vier deutsche Meisterschaften. Ihr Jahresgehalt bei den Münchnerinnen wird auf 100.000 bis 150.000 Euro geschätzt.
Wie bei den Männern ist das Vereinsgehalt für viele Spielerinnen nicht die einzige Einnahmequelle. Internationale Stars wie Gwinn und Lehmann verdienen zusätzlich auch über Social Media. Mit rund 646.000 Instagram-Followern soll Gwinn jährlich einen weiteren sechsstelligen Betrag durch Werbepartnerschaften einnehmen. Sie gilt damit – hinter ihrer Vereinskollegin Lena Oberdorf (geschätztes Gehalt: 240.000 Euro jährlich) – als eine der bestbezahlten Spielerinnen im Kader von Bundestrainer Christian Wück. Auch Alexandra Popp (VfL Wolfsburg) zählt zu den Topverdienerinnen – mit einem geschätzten Jahresgehalt im hohen fünfstelligen Bereich.
Mit der Schweizerin Alisha Lehmann können sie jedoch nicht mithalten. Ihr Gehalt bei Juventus Turin wird auf rund 200.000 Euro pro Jahr geschätzt – eine Summe, die sie laut Sports Illustrated bereits zuvor bei Aston Villa verdient haben soll. Mit fast 17 Millionen Instagram-Followern spielt sie in einer ganz eigenen Liga: Als Influencerin soll sie pro Werbepost etwa 20.000 Schweizer Franken (rund 21.400 Euro) verdienen.
Laut einem DFB-Saisonreport betrug das durchschnittliche Monatsgehalt in der Frauen-Bundesliga in der Spielzeit 2023/24 rund 4.000 Euro – also etwa 48.000 Euro im Jahr. Doch dieser Wert täuscht: Viele Spielerinnen verdienen deutlich weniger, vor allem bei kleineren Vereinen. Eine Sportschau-Umfrage aus dem Juli 2023 zeigte: 34 Prozent der befragten Spielerinnen erhielten höchstens 500 Euro brutto monatlich, 24 Prozent sogar gar kein Gehalt. Weitere 27 Prozent verdienen unter 2.000 Euro, nur 13 Prozent liegen darüber. Die Gehaltsschere im Frauenfußball ist also gewaltig.