Borussia Dortmund v 1. FC Heidenheim 1846 - BundesligaGetty Images Sport

"Die sind beide besser als er im Moment": Nico Schlotterbeck bekommt Gegenwind von BVB-Ikone

Die BVB-Legende Steffen Freund kann nicht ganz nachvollziehen, warum Innenverteidiger Nico Schlotterbeck in den vergangenen Wochen so hochgelobt wurde.

  • Schlotterbeck? "Ich mache diesen Hype nicht ganz so mit"

    "Ich mache diesen Hype nicht ganz so mit. Wenn ich Tah und Upamecano (beim Duell am Samstag; Anm. d. Red.) gesehen habe: Die sind beide besser als er im Moment", sagte Freund im Gespräch mit RTL und ntv

    Schlotterbeck hatte im Top-Spiel gegen FC Bayern München im Mittelpunkt gestanden. Teilweise mehr als ihm vermutlich lieb ist. Zunächst schrammte er haarscharf an einer Roten Karte vorbei, ehe er den BVB mit 1:0 in Führung brachte. Dann verschuldete er einen Elfmeter, den Harry Kane zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Bayern verwandelte. 

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  • Schlotterbeck NmechaGetty Images

    Nagelsmann sieht Schlotterbeck als Stammspieler bei der WM

    Durch die 2:3-Niederlage sind somit alle Titelträume von Dortmund und Schlotterbeck in dieser Saison geplatzt. Bei der Weltmeisterschaft im Sommer hat der 26-Jährige seinen Stammplatz aber anscheinend schon sicher, sollte er gesund bleiben. Das machte Bundestrainer Julian Nagelsmann in einem jüngst erschienen Interview mit dem kicker deutlich und verwies dahingehend auf eine seltene Qualität des BVB-Verteidigers.

    "Er ist aktuell unser einziger Linksfuß und wir hatten schon Riesenprobleme in der Spieleröffnung, wenn er nicht gespielt hat. Schlotti ist ein unfassbar wichtiger Spieler. Trotzdem müssen wir uns darauf vorbereiten, was passiert, wenn er mal nicht spielen kann", sagte Nagelsmann und erklärte, dass er zu Jonathan Tah als Partner von Schlotterbeck in der Innenverteidigung  tendieren würde. 

    Womöglich spielen beide auch in naher Zukunft in denselben Vereinsfarben, da Schlotterbecks Zukunft beim BVB weiterhin offen ist. Die Bayern gehören dem Vernehmen nach zu den zahrleichen Interessenten, die die unklare Vertragssituation in Dortmund genauestens beobachten. 

    "Grundsätzlich ist es bitter für Borussia Dortmund, dass der Vertrag 2027 ausläuft und dass du jetzt eigentlich schon zu spät dran bist", sagte Freund und führte aus, dass der BVB durchaus Chancen auf eine Einigung habe: "Im Sommer kann er entscheiden, bis dahin muss es eigentlich eine Lösung geben. Ich kann mir beides vorstellen (Verbleib und Wechsel; Anm d. Red.), weil ich ihn auch noch nicht auf diesem absoluten Top-Level sehe."

  • BVB geht bei Schlotterbeck wohl an seine Grenzen

    In Madrid wird das jedoch angeblich anders gesehen. Laut der AS hat Real Schlotterbeck als Transfer-Wunschziel auserkoren, weshalb man die Bemühungen in den vergangenen Wochen deutlich intensiviert habe. Gleichzeitig geben sich die BVB-Verantwortlichen weiterhin zuversichtlich, dass eine Vertragsverlängerung mit dem Führungsspieler gelingen kann.

    Zumal auch der finanzielle Aspekt in Dortmund durchaus erfüllt werden würde, wie BVB-Chef Carsten Cramer zuletzt betonte: "Wir haben ihm attraktive Zahlen präsentiert. Das möchte ich aber öffentlich nicht weiter ausführen, weil ich finde, das gehört sich nicht. Es steht dem Spieler aber natürlich zu, für sich die bestmögliche wirtschaftliche Lösung zu finden. Wir kennen unseren Rahmen und werden nichts Verrücktes machen, auch wenn wir für Nico natürlich bereit sind, eine sehr besondere Lösung zu finden."

    Darüber hinaus ist der BVB laut der Bild-Zeitung zu enormen Zugeständnissen bereit, um Schlotterbeck von einem Verbleib zu überzeugen. Neben einer deutlichen Gehaltserhöhung, wodurch er zum klaren Top-Verdiener in Dortmund avancieren würde, sei man auch zu einer im neuen Arbeitspapier verankerten Ausstiegsklausel bereit. Demnach könnte Schlotterbeck den BVB ab Sommer 2027 für lediglich 60 Millionen Euro verlassen, sollte er vorher nochmal verlängern. 

  • Die Leistungsdaten von Nico Schlotterbeck beim BVB in dieser Saison

    • Spiele: 27 
    • Tore:4 
    • Assists:
    • Einsatzminuten: 2.390

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (34 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft. 

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