Leroy Sane Bayern 2025Getty Images

"Der FC Bayern muss sich das Heft des Handelns zurückholen": Dietmar Hamann fordert drastischen Schritt im Vertragspoker mit Leroy Sané

Als Reaktion auf Leroy Sanés plötzlichen Sinneswandel im Zuge seiner Vertragsverhandlungen mit dem FC Bayern München fordert Ex-FCB-Spieler Dietmar Hamann nun Konsequenzen.

  • WAS WURDE GESAGT?

    "Der FC Bayern muss sich das Heft des Handelns zurückholen! Darum wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, das Angebot für Sané zurückzuziehen", forderte der Sky-Experte in seiner Kolumne und schrieb weiter: "Was die Bayern jetzt erleben, sind Auswüchse der exorbitanten Summen, die sie in den letzten Monaten bezahlt haben. Utopische Berater-Forderungen wurden abgenickt. Man hatte das Gefühl, dass die Entscheidungshoheit nicht beim Verein war."

    Damit bezieht sich der 51-Jährige auf die kostspieligen Vertragsverlängerungen von Jamal Musiala, Alphonso Davies und Joshua Kimmich, die man allesamt in der aktuellen Saison abgesegnet hat.

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    WAS IST PASSIERT?

    Sané war sich mit dem FC Bayern eigentlich bereits über einen neuen Vertrag einig, bei dem er weitaus weniger Gehalt bekommen würde als aktuell, änderte dann jedoch seine Meinung - und soll nun ein Handgeld für die Vertragsunterschrift verlangen. Eine Entscheidung, die Hamann nachvollziehen kann. Sané habe das Recht zu sagen: "'Warum sollte ich für die Hälfte spielen?' Sané war neben Olise der beste Bayern-Spieler in den letzten sechs Monaten."

    Für Gesprächsstoff sorgte auch Sanés Beraterwechsel kurz vor dessen Sinneswandel. Der Flügelspieler wird fortan von Pini Zahavi vertreten, der in der Vergangenheit an den ablösefreien Abgängen von David Alaba und Robert Lewandowski beteiligt war. Uli Hoeneß verunglimpfte den Israeli im Zuge dessen als "geldgeilen Piranha".

  • DIE REAKTION:

    Sportvorstand Max Eberl betonte auf der Pressekonferenz am Freitag, dass es diesbezüglich jedoch kein "böses Blut" gebe. "Leroy möchte vertreten werden, und er hat sich entschieden, wie er sich entschieden hat." Eberl stellte klar: "Unser Wunsch wäre es, mit Leroy weiterzumachen. Das haben wir auch kommuniziert. Aber wir haben gleichzeitig auch festgelegt: In dem Rahmen wollen wir uns bewegen. Wenn der Rahmen gesprengt werden würde, dann würde es sehr schwer werden."

  • WIE GEHT ES WEITER?

    Sanés Vertrag läuft im Sommer aus. Sollte man sich nicht auf eine Verlängerung einigen können, gäbe es wohl genügend Vereine, bei denen sich der Nationalspieler eine Zukunft vorstellen könnte.

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