Nachdem die darauffolgende Saison eher enttäuschend verlief, Valencia in der Liga Fünfter wurde und in der Champions League im Viertelfinale die Segel streichen musste, ließ Benitez von seiner bislang bewährten Mauertaktik ab, forcierte stattdessen diverse Pressingvarianten, die schon bald Früchte tragen sollten, den Südspaniern mit dem Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und UEFA Cup das erfolgreichste Jahr der Klubhistorie bescherten.
Einzig bei Aimar lief es nicht immer rund in dieser Zeit, hatte er doch vermehrt mit Verletzungen zu kämpfen. Ein Beschwernis, das ihn fortan begleiten würde. Nachdem Benitez Valencia zum zweiten Mal während seiner Ägide auf den Thron gehievt hatte, verabschiedete er sich und heuerte beim FC Liverpool in England an. Claudio Ranieri übernahm die Geschicke an der Seitenlinie und ließ Aimar nicht selten an genau ebenjener auf der Bank versauern. Wenn der Italiener dann doch einmal auf seinen Zauberfuß setzte, dann zumeist auf den Außenbahnen, wo dieser - quasi gegen sein Naturell - keinen großen Einfluss auf die Spielgestaltung hatte, nicht die Freiheiten genoss, die er benötigte.
Nach nur sieben Monaten endete die zweite Amtszeit Ranieris bei Valencia. Quique Sanchez Flores folgte ihm – und setzte Aimar wieder auf seine angestammte Position. Allerdings hatte El Mago viel von seiner Leichtigkeit eingebüßt, agierte pragmatischer. Geniestreiche wichen Sicherheitspässen, künstlerische Freiheiten der Eingliederung ins Kollektiv. Obwohl Aimar weiterhin von Blessuren gebeutelt war, meldete Benitez, sein einstiger Mentor, der die Reds im legendären Champions-League-Finale von 2005 an Europas Spitze geführt hatte, Interesse an. Umso überraschender mutete es an, dass das Wunderkind vergangener Tage sich für einen Wechsel zu Real Saragossa entschied, was viele Experten ihm als einen Mangel an Ehrgeiz auslegten.
Derjenige, über den der große Maradona gesagt hatte: "Er ist der einzige Fußballer, für den ich Geld bezahlen würde, um ihm beim Spielen zuzusehen", war angekommen in den vermeintlichen Niederrungen der spanischen Liga. Statt - wie angenommen - mit Saragossa um den Klassenerhalt zu spielen, führte Aimar gemeinsam mit Diego Milito und Gerard Pique, der im Sommer 2006 leihweise von Manchester United kam, den Verein auf einen soliden fünften Platz. Gerade wieder auf dem Weg zu alter Stärke, machte das Schicksal Aimar einen Strich durch die Rechnung. Jahrelanges Missmanagement seitens der Saragossa-Verantwortlichen forderte Tribut, die leeren Kassen konnten nur mithilfe von Verkäufen etlicher Leistungsträger aufgefüllt werden, was sich selbstredend im Sportlichen widerspiegelte. Als Vorletzter schloss Real die Spielzeit 2007/08 ab, musste dementsprechend eine Liga runter.