Phillip Cocu: Das ist der neue Fenerbahce-Trainer

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Phillip Cocu wird ab kommender Saison neuer Trainer von Fenerbahce. Goal stellt Euch den 47-jährigen Niederländer im Kurzporträt vor.


NEUER FENER-TRAINER: PHILLIP COCU IM KURZPORTRÄT

Wenige Tage nach Bekanntgabe der Trennung von Aykut Kocaman hat Fenerbahce seinen neuen Trainer an Bord: Phillip Cocu kommt von der PSV Eindhoven und wird den Spitzenklub aus Istanbul ab kommender Saison coachen, das gaben beide Vereine am Freitagvormittag offiziell bekannt.

"Ich bin sehr beeindruckt von den Plänen, die der Verein für die nahe Zukunft hat", sagte Cocu auf Feners offizieller Webseite über seinen neuen Arbeitgeber. "Ich bin stolz, Teil eins so wichtigen Klubs zu sein [...] Und ich kann es kaum erwarten, diese Reise zu beginnen."

Wer ist dieser 47-jährige Niederländer, der Fenerbahce zurück zum Erfolg und zum ersten Meistertitel seit 2014 führen soll? Goal stellt Phillip Cocu, der einen Dreijahresvertrag bis 2021 unterschreibt, im Kurzporträt etwas genauer vor.

Als Spieler war Cocu Stratege und Aufräumer im Mittelfeld, jemand, den man heute vermutlich als Box-to-Box-Spieler bezeichnen würde. Kampfkraft, ein gutes Passpiel, aber auch Torgefahr und ein gefürchteter Distanzschuss zeichneten den Linksfuß aus. Über AZ Alkmaar und Vitesse Arnheim kam er mit 24 Jahren zur PSV Eindhoven, wo seine Karriere so richtig Fahrt aufnahm.

Neuer Fener-Trainer Cocu als Spieler bei Barca und Eindhoven legendär

Cocu wurde auf Anhieb Stammspieler, erzielte in seiner ersten Saison in Eindhoven zwölf Tore in der Eredivisie, wurde mit der PSV 1996 Pokalsieger und 1997 dann erstmals in seiner Laufbahn niederländischer Meister. Im April 1996 debütierte er zudem für die niederländische Nationalelf, für die er insgesamt 100 Länderspiele absolvieren sollte. Bei vier großen Turnieren war er Stammspieler, kam mit Oranje bei der WM 1998, der EM 2000 und der EM 2004 jeweils bis ins Halbfinale.

Phillip Cocu: Seine Trainerkarriere im Überblick

April 2008 bis Juni 2012 Co-Trainer Niederlande
Januar 2009 bis März 2012 Co-Trainer PSV Eindhoven
März 2012 bis Juni 2012 Cheftrainer PSV Eindhoven
Juli 2012 bis Juni 2013 U19-Trainer PSV Eindhoven
Juli 2013 bis März 2014 Cheftrainer PSV Eindhoven
Juni 2014 bis Juni 2018 Cheftrainer PSV Eindhoven
Ab Juni 2018 (Vertrag bis Juni 2021) Cheftrainer Fenerbahce

Auf Vereinseben hatte Cocu die PSV Eindhoven 1998 verlassen und war zum großen FC Barcelona gewechselt. Auch bei den Katalanen machte er sich schnell einen Namen, holte 1999, gleich in seiner ersten Saison, mit Barca den spanischen Meistertitel, erzielte zwölf Tore und bereitete acht weitere vor. Gemeinsam mit seinen Landsmännern Patrick Kluivert, den de-Boer-Brüdern, Michael Reiziger oder Boudewijn Zenden bildete er Barcas berühmte Oranje-Connection.

Phillip Cocu Barcelona 1999Phillip Cocu als Spieler beim FC Barcelona

Sechs Jahre lang blieb Cocu im Camp Nou, absolvierte fast 300 Pflichtspiele für Barcelona. 2004 kehrte er schließlich zur PSV nach Eindhoven zurück, gewann dort am Stück noch drei weitere Meistertitel. 2007, mit 36 Jahren, ging er dann zu Al-Jazira und ließ seine Karriere noch ein Jahr in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausklingen, ehe er seine Fußballschuhe 2008 endgültig an den Nagel hängte.

Cocu blieb dem Fußballgeschäft jedoch nahtlos erhalten. Schon im April 2008, kurz vor Ende seiner aktiven Karriere, hatte er den Co-Trainerposten bei der niederländischen Nationalelf übernommen. Bis 2012 arbeitete er als Assistent für Oranje, war seit Anfang 2009 parallel auch bereits Co-Trainer in Eindhoven. 

Neue Impulse für Fener? Cocu gibt jungen Spielern eine Chance

Im Frühjahr 2012 übernahm er interimsweise den Cheftrainerposten bei der PSV, war ab Sommer 2012 dann U19-Coach bei seinem Herzensklub aus Eindhoven. 2013 wurde Cocu, der sehr gerne offensiven Fußball im typisch-niederländischen 4-3-3-System spielen lässt, dann endgültig Trainer der ersten Mannschaft der PSV.

Im März 2014 dann aber der Schock. Cocu erhält die Diagnose Krebs, ist schwer erkrankt und legt seinen Job daher vorübergehend nieder. Doch der frühere Mittelfeldspieler kämpfte sich zurück, war schon zur Saison 2014/15 zurück auf Eindhovens Trainerbank. Zweimal in Folge führte er die PSV daraufhin zur Meisterschaft, wiederholte den Triumph in der abgelaufenen Saison noch einmal, nachdem die Spielzeit 2016/17 auf Rang drei beendet wurde.

Nun will sich Cocu also auch international, über die Grenzen der Niederlande hinaus, als Trainer einen Namen machen. Was man bei Fener jedenfalls gerne hören dürfte ist neben Cocus Erfolg mit Eindhoven, dass er sehr gerne auf junge Spieler setzt. Das Durchschnittsalter seiner Startelf bei der PSV lag meist zwischen 23 und 25 Jahren, Cocu scheut sich nicht, nachrückenden Talenten eine faire Chance zu geben.

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