Jupp Heynckes vor dem Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt im "deutschen Wembley" sicher: "Die Emotionen werden kommen"

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Sein letztes Spiel: Jupp Heynckes steht zum Abschluss seiner Trainerkarriere beim DFB-Pokal-Finale noch einmal auf der großen Bühne.


HINTERGRUND

Jupp Heynckes legte seinem Nachfolger Niko Kovac väterlich seinen Arm um die Schulter, den DFB-Pokal vor ihm würdigte er jedoch kaum eines Blickes. Dass er, der große Trainer des FC Bayern, zum Abschluss seiner Karriere aber noch einmal auf die große Bühne darf, machte ihn sichtlich glücklich.

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"Für mich ist das Pokalfinale mit dem Austragungsort Berlin das deutsche Wembley", sagte Heynckes vor dem Endspiel am Samstag (20.00 Uhr im LIVE-TICKER ) gegen Eintracht Frankfurt mit Coach Kovac, der ihn im Sommer in München beerben wird. "Da herrscht eine wunderbare Atmosphäre, das ist ein wunderbares Ereignis", schwärmte Heynckes weiter, "ich möchte das nicht missen, es ist sicher nochmal ein Highlight auch in meiner Biographie." Und am Ende, sagte er, "werden natürlich Emotionen hochkommen, ganz klar".

Jupp Heynckes übergibt Niko Kovac eine "tolle Truppe"

Schließlich, das machte Heynckes im Olympiastadion noch einmal klar, habe er sich "überhaupt nicht vorstellen können", dass er nach "meinem eigentlichen Karriereende mit dem Triple 2013" noch einmal einen solchen Epilog bekommen würde. Wie zuvor nur damals und in seiner Zeit bei Athletic Bilbao erlebe er "ein wunderbares Miteinander" in der Zusammenarbeit mit seinen Stars: "Daran werde ich mich später gerne erinnern."

Dann, wenn er von seinem Alterssitz in Schwalmtal am Niederrhein aus beobachten wird, wie sich Kovac mit seinem schweren Erbe herumschlägt. Pep Guardiola hinterließ Heynckes 2013 den ersten Dreifach-Triumph der Münchner Vereinsgeschichte, jetzt dürfte es das Double werden. Er übergebe seine "tolle Truppe physisch und psychisch in Topzustand", sagte er, und gab Kovac zudem mit: "Trainer beim FC Bayern zu sein, ist eine große Chance - aber auch eine Riesenverpflichtung."

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Diese Bürde spürte er selbst, als er seine "Mammutaufgabe" (Heynckes) als Nachfolger von Carlo Ancelotti antrat. "Es war wahnsinnig arbeitsintensiv, ein Rund-um-die-Uhr-Job", sagte der 73-Jährige. Er hat ihn mit Bravour erledigt.

Klubboss Karl-Heinz Rummenigge würdigte Heynckes als "wunderbarsten Trainer, den sich ein Verein nur wünschen kann." Das sieht der ganze Klub so. Manuel Neuer etwa nennt Heynckes "Freund" und "Vorbild". Bei der Verabschiedung des Coaches an der Säbener Straße am Donnerstag standen Dutzende Mitarbeiter für ihn Spalier.

Das Pokalfinale wird "ein Spiel für Jupp"

Für Rummenigge steht deshalb fest: "Wenn wir unseren Trainer schon verabschieden müssen, dann wollen wir das mit dem Double tun." Das Finale werde "ein Spiel für Jupp werden".

Entzugserscheinungen oder Langeweile werde er danach nicht bekommen, sagte Heynckes. "Ich habe viele Hobbys." Zu Hause in Schwalmtal, bei seiner Ehefrau Iris und seinem Hund Cando, will er "wieder zur Ruhe kommen" und Fußball nur noch "ganz gemütlich als Fan" schauen. "Darauf freue ich mich. Und daher fällt es mir leicht, den Job aufzugeben."

Für immer? Nun, sagte Heynckes mit einem Lächeln, "sollte der FC Bayern nicht noch einmal vorstellig werden, wenn ich 80 bin, war es das hiermit endgültig für mich".

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