Kurt Zouma nach Katzen-Misshandlung von West Ham mit der "höchstmöglichen" Geldstrafe belegt

Die Misshandlung seiner Katze hat für den französischen Nationalspieler Kurt Zouma finanzielle Konsequenzen. Der englische Erstligist West Ham United erklärte am Mittwoch, der 27-jährige Verteidiger werde mit der "höchstmöglichen" Geldstrafe belegt. Zouma muss angeblich auf zwei Wochengehälter verzichten. Die rund 250.000 Pfund sollen zum Wohle des Tierschutzes gespendet werden.

Zuvor war ein Video aufgetaucht, das zeigt, wie der Verteidiger eine Katze hinfallen lässt, sie tritt und schlägt. Währenddessen ist Gelächter im Hintergrund zu hören.

Kurt Zouma spielte für West Ham gegen Watford

Der Klub verurteilte den Vorgang, setzte den Spieler aber nur Stunden nach Bekanntwerden gegen den FC Watford ein. Ein Unding, findet Gary Lineker. "Ich bin schockiert und entsetzt, dass West Ham gestern Abend Zouma hat spielen lassen", schrieb der frühere englische Nationalspieler bei Twitter. Die Entscheidung sei "unsensibel" gewesen.

Auf die Frage, ob er wegen des Vorfalls darüber nachgedacht habe, Zouma außen vor zu lassen, antwortete Teammanager David Moyes: "Nein, denn er ist einer unserer besseren Spieler." Er selbst sei aber "Tierliebhaber". Als Zouma nach einem harten Tackling zu Boden ging, riefen Watford-Anhänger: "So fühlt sich deine Katze."

Katze misshandelt: Kurt Zouma entschuldigt sich

West Ham gewann 1:0 (0:0). Zouma hatte sich vor dem Einsatz für seine Taten entschuldigt und versichert, dass es "unseren beiden Katzen gut geht und sie vollkommen gesund sind".

Mittlerweile sind die Tiere allerdings von der Tierschutzorganisation RSPCA in Obhut genommen worden. Zudem beendete der deutsche Sportartikelhersteller adidas die Zusammenarbeit mit Zouma. Dies bestätigte das Unternehmen am Mittwoch.

Noch am Dienstag war auf der Plattform change.org eine Petition eingereicht worden, die rechtliche Schritte gegen Zouma fordert. Bis zum späten Mittwochmittag hatten diese bereits 150.000 Unterstützer unterschrieben.