Italien fürchtet erneuten "Biscotto" bei U21-EM: "Das wäre unser schlimmster Albtraum"

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Da sich bei der U21-EM nur der beste von drei Gruppenzweiten für die K.o.-Phase qualifiziert, fürchtet Italien nun eine erneute Verschwörung.

Gastgeber Italien fürchtet bei der U21-EM im eigenen Land einmal mehr eine Verschwörung. "Albtraum Biscotto! Italien droht die Gefahr, wegen einer Absprache zwischen Rumänien und Frankreich auszuscheiden", schrieb die Zeitung Corriere della Sera am Sonntag und fügte an: "Das wäre unser schlimmster Albtraum."

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Der Begriff Biscotto bedeutet wörtlich Keks, steht in Italien aber auch für Verschwörung oder Absprache. Der EM-Gastgeber hatte die Gruppe A nur auf Rang zwei beendet und muss hoffen, als bester Gruppenzweiter das Halbfinale zu erreichen. Falls Frankreich und Rumänien am Montag Unentschieden spielen, wären aber beide Teams weiter - und Italien ausgeschieden.

Viele Zeitungen kritisierten aber auch die eigene Mannschaft. "Lassen wir Biscotto-Verschwörungen sein, wir sollten lieber an unsere Schwächen denken", schrieb die Gazzetta dello Sport. Italien hatte in der Gruppenphase gegen Polen verloren. Zudem können die "Azzurrini" theoretisch auch schon am Sonntagabend ausscheiden, wenn der Zweite aus Gruppe B eine bessere Tordifferenz aufweist.

U21-EM: DFB-Team sah sich 2017 ähnlicher Vorwürfe ausgesetzt

In Italien steckt bis heute der "Biscotto" bei der EM 2004 in den Köpfen der Tifosi. Damals hatten sich Schweden und Dänemark im letzten Gruppenspiel 2:2 getrennt. Beide Teams erreichten die K.o.-Runde, Italien schied aus.

Bei der U21-EM vor zwei Jahren wiederum sah sich Italien ebenso wie Deutschland Vorwürfen ausgesetzt. Im letzten Gruppenspiel gegen das DFB-Team zeichnete sich ab, dass ein 1:0-Sieg Italiens beiden Mannschaften reichen würde - das Spiel endete 1:0. Leidtragender war die Slowakei, deren Trainer Pavel Hapal anschließend von einer "Schande" sprach.

Vergleichbar war die Situation allerdings nicht, da vor dem Spiel in Krakau noch nicht klar war, ob ein 1:0 reicht. Zudem konnte auch von einem Ballgeschiebe keine Rede sein.

Dennoch zeigte sich schon damals die Schwäche eines Turniers mit zwölf Teilnehmern, bei dem nur die drei Gruppensieger und der beste Gruppenzweite weiterkommen. Bei der U21-EM 2021 in Ungarn und Slowenien wird es erstmals 16 Teilnehmer und vier Vierergruppen geben, was "Biscottos" zumindest deutlich unwahrscheinlicher macht.

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