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Suche nach Emiliano Sala eingestellt: "Überlebenschancen äußerst gering"

16:47 MEZ 24.01.19
Emiliano Sala
Die Polizei der britischen Kanalinsel Guernsey teilte am Donnerstag den Abbruch der Suche mit. Gänzlich geschlossen werde der Fall aber noch nicht.

Die Suche nach dem vermutlich über dem Ärmelkanal abgestürzten Fußballprofi Emiliano Sala ist am Donnerstag endgültig eingestellt worden. Dies teilte die Polizei der britischen Kanalinsel Guernsey mit.

"Wir haben diese schwierige Entscheidung getroffen, nachdem wir alle Informationen noch einmal bewertet haben, auch im Hinblick auf die Notfall-Ausrüstung an Bord des Flugzeugs", hieß es in einem Statement des zuständigen Hafenkapitäns David Barker: "Die Überlebenschancen sind zu diesem Zeitpunkt äußerst gering."

Fall wird trotz Abbruch der aktiven Suche nicht geschlossen

Auch wenn die aktive Suche beendet sei, werde der Fall nicht geschlossen. Alle Flugzeuge und Schiffe in der betreffenden Gegend seien angehalten, nach dem mutmaßlich havarierten Flieger Ausschau zu halten. "Dies werde ohne Zeitlimit fortgesetzt", teilte Barker mit.

Salas Schwester Romina, die aus der Heimat im argentinischen Progreso nach Cardiff geflogen war, flehte vor laufenden Kameras darum, die Suche fortzusetzen. "Ich weiß in meinem Herzen, dass Emiliano noch lebt", sagte sie.

Bis Donnerstag seien an drei Tagen von drei Flugzeugen und fünf Helikoptern 4400 Quadratkilometer abgesucht worden. Von der Maschine mit Sala sei keine Spur entdeckt worden.       

Keine Spur von der Maschine mit Sala

Ein Kleinflugzeug mit dem 28-Jährigen an Bord war am Montagabend auf dem Flug von Nantes nach Cardiff rund 20 Kilometer nördlich der Kanalinsel Guernsey verschwunden. Sala hatte in einer Sprachnachricht während des Flugs seine Angst vor einer Katastrophe geäußert. Es wird vermutet, dass die Maschine in den Ärmelkanal gestürzt ist. Die Wassertemperatur beträgt derzeit nur rund zehn Grad.

Stürmer Sala hatte am vergangenen Samstag seinen Wechsel vom französischen Erstligisten FC Nantes zu Cardiff City in die englische Premier League perfekt gemacht. Die Waliser sollen eine Klub-Rekordablöse von rund 17 Millionen Euro bezahlt haben.